Ein ruhiges Leben kann ein glückliches Leben sein

· 20. Februar 2017

Manche Menschen wissen schon von Kindheit an, was sie als Erwachsener sein wollen, was sie sein wollen, wenn sie „groß geworden“ sind. Anderen fällt es ein wenig schwerer, zu entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Aber die meisten von uns – wenn nicht sogar alle – haben eines gemeinsam: Wir alle fragen uns, was wir mit dem Leben tun werden.

Ziele sind die Säulen des Glücks. Nur wenige werden dir sagen, dass sie ein ruhiges Leben leben wollen, wenn sie erwachsen sind. Was für ein Ziel ist das denn überhaupt?

Unsere Kultur scheint sich intensiv auf Leidenschaften und Träume zu fokussieren. Wenn du dir zum Beispiel die beliebtesten Fernsehshows anschaust, dann wirst du merken, dass hier Menschen darum konkurrieren, ihren Traum zu leben. Es scheint so, als wäre die Idee, dass Erfolg, die Nummer eins zu sein, besser zu sein als alle anderen, das zu erreichen, was niemand zuvor erreicht hat, einen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, das ist, was wir tun müssen.

Niemand sagt uns den Preis, den man für dieses Traumleben bezahlen muss. Ein ruhiges Leben zu führen ist auch eine Option.

aussicht

Das konstante Verlangen des Egos, besonders zu sein

Ein Talent zu besitzen ist nicht immer ein Segen; es macht dich nicht zwangsweise glücklich. In der heutigen Gesellschaft ist es scheinbar so, dass du es ausnutzen musst, wenn du etwas gut kannst. Du musst es denen zur Verfügung stellen, die es benutzen wollen und davon leben. Uns wird die Idee verkauft, dass uns dieses Talent zu jemand Besonderem macht und dass wir es der Welt zeigen müssen.

Das Gleiche passiert Menschen mit ausgesprochenen intellektuellen Fähigkeiten. Auf die ein oder andere Weise wird eine intelligente Person dazu gedrängt, etwas Kompliziertes zu studieren oder sich einen guten Job zu angeln. Es mag dir unwahrscheinlich vorkommen, aber ihre Möglichkeiten sind reduziert, denn sie können nicht so viel Talent fürs Leben, fürs Glücklichsein „verschwenden“.

Vielleicht kann es ein Weg sein, der Jugend beizubringen, dass die Antwort auf die Frage, was du sein willst, nicht die gleiche sein muss wie auf die Frage, in welchem Job du arbeiten willst.

Nicht alles zu erreichen, was man sich wünscht, kann ein Segen sein

Es ist leicht, von einem glücklichen, wundervollen Leben zu träumen, voller persönlicher und professioneller Anerkennung, großem Luxus, den du dir dank eines tollen Jobs leisten kannst. Die Wahrheit ist, dass viele von uns denken, dass es genau so sein muss.

Aber wir sind oft davon besessen, das zu bekommen, was wir wollen oder was von uns erwartet wird, sodass wir die Dinge missachten, die auf dem Weg liegen. Auf dieser Suche nach Erfolg lassen wir uns von Stress ertränken, unsere persönliche Beziehungen werden vom Erreichen dieser Objekte der Begierde beeinflusst und es ist leicht, unsere emotionale und auch unsere spirituelle Seite zu vernachlässigen.

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Bestimmt fallen dir viele Beispiele von Menschen ein, die an der Spitze sind, die es geschafft haben, große Triumphe zu feiern, die Experten auf ihrem Gebiet sind, die aber an der Grenze ihrer körperlichen Kraft und Gesundheit leben. Menschen, die unter großem Druck stehen und die, aus welchem Grund auch immer, keine andere Möglichkeit haben, als weiter diesen Weg zu gehen. Menschen, die keine Chance haben, sich zu verändern.

Aber sicherlich kennst du auch Menschen, die damit aufgehört haben, für die ihnen auferlegten Träume zu kämpfen, um ihren Lebensstil zu ändern und die von dieser Veränderung profitiert haben. Und auf diese bezieht sich dieses Zitat.

Nicht zu bekommen, was man will, kann manchmal ein großer Segen sein.

Dalai Lama

Das Entscheidende ist, flexibel zu sein und das Beste aus einem Scheitern zu machen, um innerlich zu wachsen, in dich selbst zu schauen und nicht nur darüber hinaus. Was willst du vom Leben: sein oder haben? Die Karten zu akzeptieren, die dir das Leben ausgeteilt hat, kann es dir gestatten, ein hervorragendes Spiel zu spielen.

Das eigentliche Ziel des Lebens ist es, nach Glück zu streben

Ich glaube, dass es das wahre Ziel unseres Lebens ist, glücklich zu sein. Ob man an Gott glaubt oder nicht, wir alle suchen nach etwas Besserem im Leben. Also, denke ich, geht jede Bewegung unseres Lebens in Richtung Glück.

Dalai Lama

weg

Ist glücklich zu sein wirklich ein annehmbares Ziel? Tief drin wissen wir alle, dass es schwer ist – zumindest unter den Bedingungen, die uns von der heutigen Gesellschaft diktiert werden und mit der generellen Neigung danach, das Leben zu verkomplizieren. Dinge zu vereinfachen kann eine große Chance mit sich bringen, das Glück zu erreichen, nach dem wir uns sehnen.

Jeder von uns muss herausfinden, wie er dem Pfad folgen will und das, ohne sich dabei schuldig zu fühlen. Jeder muss diesen oder jenen Weg einschlagen und auch den respektieren, den andere für sich aussuchen.