Ein offener Geist ist eine Tugend

· 12. November 2015

Es passiert häufig, dass wir diese Art von Menschen treffen, die fest an ihren etablierten Denkmustern festhalten.  Dies können zum Beispiel Freunde sein, die eine Abneigung gegenüber Veränderungen haben und nicht gern andere Meinungen hören, da sie glauben, dass sich alles, was sich zu sehr von ihrer eigenen Wahrnehmung unterscheidet, falsch oder Unsinn ist.

In unserer Gesellschaft finden wir viele solcher sturen Köpfe, die einen Riegel vor ihre Gehirne geschoben haben, eine geistige Offenheit verweigern und sich hinter dem Bekannten verstecken. Es handelt sich um Kleingeister, die in Routine leben und sich neuen Perspektiven verschließen.

Mit Sicherheit kennst auch du jemanden mit dieser Denkweise und Persönlichkeit. Kompliziert wird es, wenn diese Person ein Verwandter, Freund oder Arbeitskollege ist, mit dem wir tagtäglich zu tun haben, und jeden Tag aufs Neue gegen die Mauern in ihrem Geist rennen müssen, was nicht einfach auszuhalten ist.

Eines sollte dir allerdings klar sein. Lass dich davon nicht beeinflussen! Lass nicht zu, dass sie den Virus der Unflexibilität, der Leugnung und der eisernen Routine, die Veränderungen aus Angst vor Unsicherheit ablehnt, auf dich übertragen. Ein offener Geist ist eine mächtige Waffe, die wir pflegen und weiterentwickeln müssen.

Strategien, um die geistige Offenheit zu bewahren

Eines sollte dir bewusst sein. Es ist gut möglich, dass du denkst, dass du eine Person bist, die sehr offen ist und keine derartig unflexiblen Denkweisen, die in Eigeninteressen und Angst vor Veränderungen getränkt sind, aufweist.

Schluesselloch

Allerdings haben wir alle den ein oder anderen dunklen Schatten, in dem es an Offenheit noch etwas mangelt. Jeder hat Angst vor etwas und eine kleine Komfortzone, aus der es nicht einfach ist, herauszugehen. Kannst du beispielsweise problemlos Meinungen anderer akzeptieren? Denkst du, dass deine Prinzipien, Meinungen und Überzeugungen immer richtig sind?

Um diesen Aspekt etwas zu vertiefen möchten wir dich einladen, die folgenden Dimensionen zu berücksichtigen, die uns helfen, uns immer einen offenen Geist zu erhalten.

1. Hinterfrage dein Umfeld

Es geht nicht darum an allem, was wir sehen oder tun, zu zweifeln. Vielmehr geht es darum, die Dinge nicht immer einfach so hinzunehmen, weil „sie so sind wie sie sind“. Es kann gut sein, dass es zum Beispiel in deinem Job Dinge gibt, die es zu verbessern gilt, oder dass du eventuell sogar deine Fähigkeiten weiter ausbauen und dich beruflich weiterentwickeln kannst.

Es ist gut möglich, dass sogar diese Person, die du so bewunderst, nicht immer Recht hat, und es kann sein, dass die Dinge, die du jeden Tag liest, Seiten haben, die dir so noch nie aufgefallen sind. Sei etwas kritischer gegenüber allem, was dich umgibt.

2. Akzeptiere das Unbekannte und lasse das Unerwartete zu

Angst ist das größte Hindernis, dem du in deinem Leben begegnen kannst. Sie verhindert, dass du neue Ansichten und Wege entdeckst, die dich zu einer größeren persönlichen Zufriedenheit führen könnten. Wieso nehmen wir alles nicht einfach so an, wie es kommt? Wieso geben wir dem Unerwarteten nicht eine Chance?

Maedchen mit Vogel

Wenige Dinge lassen einen so sehr altern wie die Angst oder die Feigheit. Die Türen, die wir heute vor dem Unerwarteten verschließen, sind die Spiegel, vor denen wir morgen bereuen und klagen werden.

3. Lasse dich von allem, was dich umgibt, inspirieren, auch von deinen Feinden

Ob du es glaubst oder nicht, auch von dem, was uns schadet, können wir viel lernen. Ein offener Geist hört sich alle Meinungen an und wendet den Blick nicht ab.

Es kann passieren, dass du jemanden triffst, der anderen Menschen Schaden zufügt, indem er betrügt und sich nichts und niemandem beugt. Nichtsdestoweniger lernen wir auch von solchen Verhaltensweisen viel. Wir lernen wie wir NICHT sein wollen und werden uns bewusst, wovon wir uns fernhalten müssen und was wir für uns selbst wollen. 

Versuche jeder Situation etwas Gutes abzugewinnen, denn ein offener Geist liegt nicht einzig in negativen Erfahrungen verankert, im schlechten Wetter heute, in einem begangenen Fehler oder in dem Nein, was wir von jemandem bekommen haben.

Das Leben bewahrt dich nicht vor dem Scheitern oder vor VerlustenWenn wir jedoch unsere Fehler erkennen und von ihnen lernen, setzen wir ein Getriebe in Gang, das Veränderung und Verbesserung herbeiführen wird. Es geht darum, flexibel zu sein und unsere Perspektive bezüglich Optimismus und Überwindung anzupassen.

Mondnacht

Das Leben ist eine ständige Inspiration, der wir mit offenen Augen begegnen müssen. Gehe mit offenen Augen durch die Welt und konfrontiere dich mit dir selbst, denn nur so wirst du wahres Wissen erlangen. Hab keine Angst, dich mal zu irren und trau dich, mit einem offenen Geist zu leben.