Strategien für ein friedvolles Leben

5. November 2015 en Psychologie 1 Geteilt

Unser Leben wird von Stress, Auseinandersetzungen und Aufgaben bestimmt. Jeder von uns hat seine eigene Art und Weise, vielleicht seine eigenen Strategien, mit ihnen umzugehen, aber normalerweise fällt uns das nicht gerade leicht. Doch manchen schlägt das mehr aufs Gemüt als anderen und die Anspannung beeinträchtigt die psychische Gesundheit. Ein friedvolles Leben zu führen wird zu einer Mammutaufgabe.

Was können wir also tun, um gegen die Rückschläge des Lebens anzukämpfen, ohne dass dies unsere Psyche angreift? Die folgenden Strategien werden dir dabei helfen, dich entspannt und ruhig zu fühlen, wenn es das Leben mal nicht so gut mit dir meint.

Abwarten und Tee trinken

Wenn das Leben dir mal nicht so gut zuspielt und dich stresst, kann das Stresslevel besonders hoch sein und alles läuft anders als erwartet – ein regelrechtes Chaos bricht aus!

In diesen Momenten ist es sehr wichtig, die Ruhe zu bewahren und geduldig zu sein. Geduld ist eine Form von Toleranz, die uns sagt, dass wir nicht unüberlegt handeln und Kritiken und Beschwerden nicht unbeachtet lassen sollten. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Grund für diese Rückschläge nicht von Dauer ist.

Toleranz und Geduld sind der Schlüssel, um Wogen in allen Arten von Beziehungen zu glätten.

Geduldig zu sein bedeutet nicht, anderen alles durchgehen zu lassen, sondern dass wir uns um eine gute Kommunikation bemühen. Denn diese Art des Durchsetzungsvermögens hilft dabei, verhärtete Fronten zu lösen und die Möglichkeit, manipuliert zu werden, zu verringern. Demnach ist es ratsam, die Dinge nicht zu persönlich zu nehmen und diese Erfahrung zu nutzen, um mit uns selbst ins Reine zu kommen.

Optimistisch sein

Wenn wir von Rückschlägen geplagt werden, dann sind wir schnell enttäuscht oder traurig. Unsere innere Stimme ist sofort negativ gestimmt und schon sind wir im Teufelskreis der negativen Gefühle gefangen. Doch je mehr wir auf diese innere Stimme hören, desto schlechter fühlen wir uns und denken pessimistisch.

Dann ist es an der Zeit, optimistisch zu sein, denn Optimismus ist wie ein Silberstreif am Horizont, der uns glauben lässt, dass alles gar nicht so schlimm ist, wie es uns gerade vorkommt. Deswegen ist es wichtig, unsere innere Stimme auszutricksen, um diese irrationalen Gedanken bei Seite zu schieben und uns selbst gut zuzureden.

Dankbarkeit empfinden

Wenn uns das Leben Steine in den Weg legt und alles nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, können wir uns leicht traurig oder deprimiert fühlen. Das verschließt uns aber die Augen vor den schönen Dingen des Lebens, die es selbstverständlich auch in unserem eigenen gibt. Wir müssen das, was wir haben, schätzen lernen und dankbarer durchs Leben gehen.

Mach eine Liste mit all den Dingen, für die du dankbar sein kannst, ohne darüber nachzudenken, was du gerne hättest oder vermisst.

Sobald du dankbar bist, fühlst du dich gut und das reduziert Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit und Mutlosigkeit. Die Motivation kommt zurück und du verspürst mehr Energie, um deine alltäglichen Herausforderungen anzupacken. Außerdem verbessert Dankbarkeit unsere Beziehungen und wir schätzen das Leben viel mehr.

Den Perfektionismus abstellen

Perfektionismus stellt uns vor fast unlösbare Aufgaben und fördert das Risiko an einer Depression zu erkranken.

Wenn wir selbst die Messlatte zu hoch legen und nicht realistisch denken, dann sind wir anfälliger für Stress. Wir sollen uns ja Ziele setzen und nach Besserem streben, aber wir müssen auch aufpassen, dass wir nicht zu perfektionistisch dabei sind.

Perfektionismus führt zu einem Kontrollverhalten und gaukelt uns vor, dass schlechte Ergebnisse und die jeweiligen dadurch hervorgerufenen Gefühle, wie Versagen, Ablehnung oder Missbilligung, vermieden werden können. Die Wahrheit ist aber, dass wir diese negativen Gefühle manchmal einfach nicht vermeiden können.

Uns ständig höhere Ziele zu setzen, macht es immer schwieriger, diese auch wirklich zu erreichen. Es geht uns viel besser damit, wenn wir unsere Wünsche anpassen und flexibel sind, anstatt unsere Erwartungen immer noch höher zu schrauben.

Vergeben und vergessen

Vergebung ist eine Möglichkeit, nach vorn zu schauen. Wenn wir diese Gabe entwickeln, fühlen wir uns letztendlich besser und wir sind wieder dazu in der Lage, ein glückliches Leben zu führen.

Das Leben steckt voller Enttäuschungen und Rückschläge, die durch unser eigenes Verhalten hervorgerufen werden. Wir sind umgeben von Personen, die uns einmal verletzt haben. Wenn wir an diesem Schmerz festhalten, dann können wir nicht glücklich sein und kommen nicht vom Fleck. Doch wir haben es in der Hand und können uns selbst von unserer Wut und dem Schmerz befreien.

Jemandem zu vergeben bedeutet nicht, dass wir vergessen, was passiert ist, und es wieder geschehen lassen. Es bedeutet, dass wir uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren und inneren Frieden finden. Außerdem lernst du dabei auch, dir selbst zu vergeben und Schuldgefühle und Schmerz zu vertreiben.

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