Dieser Kurzfilm gibt dir eine Lektion in Sachen Eifersucht und Groll

15. Mai 2016 en Emotionen 13 Geteilt

Die Vorstellung, dass jeder Einzelne von uns ein perfektes Individuum sein kann, ist eine Illusion und bleibt auch eine. Wir alle haben Angst davor, etwas nicht gut zu machen und anderen wegen dem, was wir machen, nicht zu gefallen. Doch auf diesem Weg können wir uns in der Vorstellung verlieren, besser zu sein als andere und geraten dadurch in eine Spirale, geprägt von Eifersucht und Groll.

Uns mit anderen zu vergleichen bringt rein gar nichts. Denn wir alle haben verschiedene Situationen erlebt und unterschiedliche Gefühle und Gedanken gehabt. Daher ist ein Vergleich nicht von Nutzen.

Wie weit könntest du gehen, um dich nicht minderwertiger in Bezug auf deine Mitmenschen zu fühlen? Wie gehst du mit Veränderungen in deinem Leben um? Bleibst du flexibel oder bestimmt Sturheit deinen Alltag?

Wenn sich etwas in unserem Leben verändert – sei es auf beruflicher, sozialer oder persönlicher Ebene – müssen wir flexibel genug sein, um zu wissen, wie wir uns anzupassen haben, ohne uns dabei selbst zu vergessen. Andernfalls können die Konsequenzen verheerend sein, so wie auch im Falle des Hauptdarstellers unseres Kurzfilms.

Eifersucht

Eifersucht und Groll – wenn sich das Minderwertigkeitsgefühl in unser Leben einschleicht

Vielleicht haben wir uns irgendwann einmal in unserem Leben in irgendeiner Beziehung zu unseren Mitmenschen „minderwertig“ gefühlt. Ein Grund dafür könnte sein, dass wir eine Vielzahl an Veränderungen verkraften mussten, was dieses Gefühl hervorrief, oder aus dem einfachen Grund, weil uns aufgefallen ist, dass jemand in einem Bereich sehr talentiert war, in dem wir uns selbst als „gut“ erachteten.

So ergeht es auch dem kleinen Roboter, Hauptdarsteller unseres Kurzfilms, der an seine Alltagsroutine gewöhnt ist, in der er sich auch wohlfühlt und glücklich darüber ist, seine Mission zu erfüllen. Doch auf einmal fühlt er sich unsichtbar, und zwar als ein neuer Roboter mit schnelleren Fähigkeiten auftaucht. Die Konsequenz dessen ist, dass unser kleiner Hauptdarsteller in eine Spirale voll Eifersucht und Groll hineingerät. Aber wie konnte es dazu kommen?

„Niemand kann ohne unsere Zustimmung dafür sorgen, dass wir uns minderwertig fühlen.“

Eleanor Roosevelt

Sobald wir uns mit anderen vergleichen und uns minderwertiger oder schlechter fühlen, glauben wir nicht mehr an unsere eigenen Fähigkeiten und Talente, was dazu führt, dass wir unserer eigenen Person  komplett misstrauen und unser Selbstwertgefühl geschwächt wird.

In solch einer Situation, die als Bedrohung empfunden wird, können wir ganz unterschiedlich reagieren. Wir können in einen Zustand der Wehrlosigkeit versinken, in dem wir denken, dass wir zu nichts nutze sind, was uns tatenlos werden lässt und weswegen wir von uns selbst enttäuscht sind.

Doch wir können auch versuchen, uns selbst zu übertrumpfen und weiter zu wachsen, um nicht nachzulassen. Zu einem Problem wird es dann, wenn all unsere Energie sich mobilisiert, um zu zerstören, was unsere Mitmenschen machen, anstatt sie darauf zu verwenden, das Beste aus uns herauszuholen. Wir boykottieren dann ihre Bemühungen, Verhaltensweisen oder Beziehungen.

Anstatt zu überlegen, auf welche Art und Weise wir uns verbessern können, konzentrieren wir uns nur noch von Neid, Eifersucht und Groll angetrieben darauf, wie wir etwas vernichten können, was der andere besitzt oder was er macht, um uns überlegen zu fühlen. Das soll heißen, dass wir unseren Fokus auf unser äußeres Umfeld und nicht auf unser Inneres richten.

Und so machen wir dann andere für unser Unglück oder unser Minderwertigkeitsgefühl verantwortlich, obwohl dies eigentlich eine Sache der Wahrnehmungsweise ist, die wir selbst erschaffen haben. So ergeht es auch unserem kleinen Roboter.

Sei lieber flexibel, anstatt dich selbst zu zerstören

Unglücklich oder nicht – in Zusammenhang mit Eifersucht und Groll ist es der einzige Ausweg, zu lernen, flexibel zu sein, um sich anzupassen. Die neue Situation zu akzeptieren oder die Tatsache, dass andere Menschen Fähigkeiten oder Talente haben können, die besser sind als unsere eigenen, ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Groll

Die einzige Alternative, die bleibt, besteht darin, Verantwortung für seine Gefühle zu übernehmen und sich im Klaren darüber zu sein, dass wir selbst diejenigen sind, die sich als „minderwertig“, „besser“ oder „schlechter“ betrachten. Diesen Filter erschaffen wir ganz allein und in Übereinstimmung mit ihm handeln wir und schwächen unser eigenes Selbstwertgefühl.

„Wenn du dich dazu entschließt, flexibel zu sein, wird eine große Last von deinen Schultern fallen, wenn du siehst, dass nichts vorherbestimmt ist und dass du der letzte Richter deines eigenen Verhaltens sein kannst.“

Walter Riso

Eifersucht und Groll zu empfinden, zu denken, dass andere uns überholen und übertreffen, ist etwas, das durch unsere Unsicherheit geboren wird. Wir sind diejenigen, die anderen so begegnen, als wären sie unsere Feinde, beginnen einen leidlichen Kampf und fühlen uns unwohl, weil wir sie vom Rang stoßen wollen.

Unserem kleinen Roboter, dem Hauptdarsteller in unserem Kurzfilms, ergeht es genauso. Von seiner Unsicherheit geleitet, macht er aus einer Situation der Zusammenarbeit einen erbitterten Wettkampf, dessen Ursprung seine Eifersucht und sein Groll sind – Gefühle, die sein eigenes Unheil heraufbeschwören.

Deshalb solltest du immer daran denken, dass du nur minderwertig bist, wenn du dich selbst so siehst oder anderen die Erlaubnis erteilst, dir dieses Gefühl zu vermitteln. Und dass einen Wettstreit zu beginnen, um andere zu zerstören, definitiv keine gute Möglichkeit ist, um sein eigenes Glück zu finden. Lieber sollten wir zusammenarbeiten und flexibel agieren, um uns zu verbessern. Diese Option ist wesentlich angemessener, um zu vermeiden, dass wir uns selbst zerstören.

Film ab!

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