5 Ratschläge, wie du emotionale Intimität in deinen Beziehungen steigern kannst

· 25. April 2016

Unter emotionaler Intimität versteht man ein Gefühl der Nähe zu einer anderen Person. Es ist ein reales, von beiden Seiten ausgehendes Gefühl, das aus der Empathie heraus erwächst. Wenn wir uns in einer emotional intimen Beziehung befinden, können wir unsere Gefühle auf einer persönlichen Ebene mitteilen, ohne uns beurteilt, nicht akzeptiert oder unwohl fühlen zu müssen, weil wir vermeintlich nicht das Richtige getan oder gedacht haben.

Diese Art der Intimität ist typisch für eine wahre Freundschaft und sie sollte in jeder persönlichen Beziehung zugegen sein, die eine echte Beziehung sein will.

Paar am Strand

Emotionale Intimität kann es zwischen Freunden geben, zwischen Familienmitgliedern und natürlich auch in romantischen Beziehungen. Manche Menschen empfinden sie sogar gegenüber ihrem Haustier. Das Gefühl, Intimität miteinander zu teilen, ist sowohl für die körperliche als auch für die mentale Gesundheit wichtig. Es gibt uns Sicherheit, es stärkt unser Selbstwertgefühl und es hilft uns dabei, anderen Vertrauen entgegenbringen zu können.

Emotionale Intimität ist in Beziehungen sehr wichtig. Manchmal kann es jedoch auch sehr herausfordernd sein, Nähe oder Intimität zu Menschen fühlen zu sollen, wo dies von uns erwartet wird. Die folgenden Ratschläge sollen dir deswegen dabei helfen, eine tiefere Verbindung zu den wichtigsten Menschen in deinem Leben aufzubauen.

Freunde am Strand

  1. Finde heraus, warum du Menschen auf Abstand hältst

Bist du dir darüber im Klaren, warum du manche Menschen emotional auf Abstand hältst? Es gibt einen Grund dafür, weshalb du andere Menschen auf Distanz zu dir hältst. Vielleicht ist der Grund etwas, das dein Vertrauen in andere Menschen erschüttert hat oder zum Beispiel eine Enttäuschung in der Vergangenheit. Vielleicht bist du auch in einem Umfeld aufgewachsen, in dem es einen deutlichen Mangel an Intimität gab oder vielleicht hast du anderen Menschen gegenüber eine zynische Haltung entwickelt.

Welchen Grund es auch immer haben mag, du musst dich mit der Ursache auseinandersetzen, damit du weiter vorangehen kannst. Es gibt allerdings auch plausible Gründe, weshalb man vielleicht kein intimeres Verhältnis zu einer Person haben möchte. Wenn das der Fall ist, dann gehe nicht voran. Es ist allerdings auch möglich, dass es sich um versteckte Ursachen handelt, die eigentlich nicht in direkter Verbindung zu der Sache stehen und die deinen persönlichen Beziehungen im Wege sind.

  1. Steigere Schritt für Schritt den körperlichen Kontakt

Emotionale Intimität in jeglicher Form der Beziehung hat eine besondere physische Komponente. Schau dir deine Beziehungen und die Beziehungen anderer Leute in deinem Umfeld genau an. Menschen, die ein sehr intimes Verhältnis zueinander haben, berühren sich körperlich.

Um allmählich die emotionale Intimität zu steigern, ist es nötig, die Berührung zum anderen zu suchen, um wieder Vertrauen aufzubauen. Solche Berührungen sollten aufrichtig und niemals erzwungen sein. Sie sollten wirklich in kleinsten Schritten erfolgen, denn wenn die Intimität erst einmal zerstört ist und wenn sich eine Wand zwischen zwei Menschen aufgebaut hat, ist es sehr schwierig, diese Probleme zu überwinden.

  1. Entdecke den Unterschied zwischen körperlicher und emotionaler Intimität

Die erfolgreiche Autorin von romantischen Romanen Barbara Cartland hat einmal geschrieben: „Bei Männern entwickelt sich aus Sex manchmal Intimität; bei Frauen entwickelt sich aus Intimität manchmal Sex.“  Wie recht sie doch hat!

Vielleicht liegt der Grund dafür im Allgemeinen darin, dass Männer Gefühle und Sexualität leichter voneinander trennen können. Dann ist Sex einfach nur Sex. Für Frauen ist die Sexualität hingegen eher eine Brücke, die zu einer größeren Intimität führen kann.

Paar unter Regenschirm

Natürlich ist das keine in Stein gemeißelte Regel, aber sie hilft uns, zu sehen, dass körperliche und sexuelle Intimität aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann. In jedem Fall ist es ein Fehlschluss, zu denken, dass körperliche Intimität zwangsläufig ein Gefühl der emotionalen Intimität vermittelt – besonders wenn sie nicht im Rahmen einer Beziehung gelebt wird, in der Intimität auch sonst eine Rolle spielt.

In nicht-romantischen Beziehungen lassen sich dieselben Prinzipien anwenden. Der Kontakt zwischen zwei Menschen hat dann keinerlei Bedeutung, wenn er einfach nur aus einer Gewohnheit oder aus einer Pflicht heraus entsteht. Emotionale Intimität ist jedoch auch nicht auf den Aspekt der körperlichen Nähe beschränkt. Die Art und Weise, wie du mit anderen umgehst, beeinflusst ebenfalls das Maß an Intimität.

  1. Teile dich anderen Stück für Stück mit

Ein weiterer Aspekt, an dem wir zusammen mit unserem Gegenüber kontinuierlich arbeiten müssen, ist, dass wir unsere Gefühle, Ideen, Wünsche, Träume und Frustrationen mit anderen teilen. Denn auf diese Weise fangen Menschen an, sich wirklich kennenzulernen und sich Stück für Stück füreinander zu öffnen.

Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass die andere Person sich schnell verschließt und auf Distanz gehen wird, wenn deine Art, zu reden, zu schnell zu persönlich wird – vor allem, wenn sie dabei einen negativen Fokus hat. Ein guter Anfangspunkt ist hierbei, dass du einfach im passenden Moment darüber redest, wie du über eine bestimmte Sache denkst. Mache es dir zur Gewohnheit, Menschen mitzuteilen, was du bezüglich bestimmter Dinge denkst, fühlst und hoffst – und das Schritt für Schritt zur richtigen Zeit.

  1. Erzwinge die Dinge nicht

Zu Beginn hatten wir gesagt, dass emotionale Intimität ein Weg in zwei Richtungen ist. Wenn du aber versuchst, eine bestimmte Situation zu erzwingen, wirst du dich wahrscheinlich in eine schwierige Lage bringen. Emotionale Intimität braucht Raum, um sich auf natürliche Art entwickeln zu können. Es bedarf ebenfalls des Wissens, wann man eher zurücktreten und einen Gang herunterschalten sollte, wenn es nötig ist. Verlange deinem Gegenüber nicht zu viel ab, denn sonst könntest du es dir mit ihm gänzlich verderben.