Dieser Kurzfilm bringt uns bei, wie man die kleinen Dinge wertschätzt

17. Juni 2016 en Filme 149 Geteilt

Wenn wir über Zeichentrickfilme sprechen, in denen die Protagonisten Roboter sind, ist der erste Film, der uns einfällt, wahrscheinlich WALL-E.  Wir hoffen, dass du, nachdem du diesen kurzen Film gesehen hast, in deinem Herzen auch einen besonderen Platz für einen einsamen Roboter namens Bibo  hast. Bibos Geschichte überbringt eine wichtige Nachricht, und zwar diejenige, dass wir niemals vergessen sollten, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Bibo ist ein alter Roboter, dessen Leben einer strengen Routine folgt, die ihm auf eine bestimmte Art und Weise erlaubt, weiterzuleben. Seine Existenz besteht aus einfachen kleinen Dingen, die ihm Kraft geben und seine Seele nähren. Bibo verkauft Eiscreme und mag seine Arbeit sehr, denn in seiner Realität ist er immer noch dazu fähig, ein kleines Mädchen glücklich zu machen.

Bibo ist ein Kurzfilm mit bewegender Musik und einer eindrucksvollen Nachricht, die einen bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. In Wirklichkeit sind die kleinen Dinge, die der Roboter jeden Tag tut, nicht die einzige Möglichkeit für ihn, weiterzuleben, sondern eher seine Art, der Welt einen Sinn zu geben.

Wir sind uns nicht nur sicher, dass du es genießen wirst, dir diesen Film anzusehen, sondern wir sind uns auch sicher, dass du dann einigen Fragen in deinem Kopf Aufmerksamkeit schenken wirst. Die Macher des Films wissen sehr gut, wie man einen effektiven Charakter kreiert, und wie man seine Umgebung in einem gewissen Kontext erschafft. Die Kombination aus diesen Aspekten führt dazu, dass ein bleibender Eindruck erweckt wird.

Auf eine bestimmte Art sind Roboter Wesen, die scheinbar künstlich und leblos sind, und vielleicht in der Zukunft dazu verdammt sind, menschliches Verhalten zu imitieren. Warum sollten sie dann also nicht auch menschliche Emotionen imitieren? Wir laden dich dazu ein, über diese Frage nachzudenken, während du dir den Film anschaust.

Das imaginäre Leben des Bibo: Ein Film, der die Geschichte der menschlichen Bedingung erzählt

Roboter

Bibo lebt in einer einsamen Welt. Es ist eine Welt, die mechanisch und auf eine seltsame Art künstlich ist. In Wahrheit erschafft dieser einsame Protagonist seine Welt mit der Kraft seiner Vorstellung. Es ist eine Welt, die nur aus seiner Routine besteht. Die kleinen Dinge, die er jeden Tag tut, füttern seine Seele, und bringen ihm Glück.

Bibo befindet sich in einer Welt, die aus Maschinen und Melancholie gemacht ist. Die einzige Sache, auf die er sich jeden Tag freuen kann, ist es, jeden Morgen um 8 Uhr auf dem Platz zu sein, um den Kindern Eiscreme zu geben. Diese Kinder existieren allerdings nur in seiner Vorstellung.

Ohne von der Wahrheit abzuweichen könnte man sagen, dass dieser mechanische, viereckige, und innerlich leere Charakter viele Dimensionen repräsentiert, die menschliche Wesen ausmachen. Das bringt den Zuschauer dazu, die Idee des Menschseins zu betrachten, und wie es dazu kommt,dass die menschliche Rasse immer noch über den Maschinen steht.

  • Menschen kreieren auch gepanzerte Verteidigungsmechanismen, um sich in der Wirklichkeit zu beschützen, in der sie leben.
  • Manchmal bilden Routinen und Gewohnheiten, die dazu geschaffen wurden, die kleinen Dinge zu wertschätzen, ganze Universen. Diese erschaffenen Universen ermöglichen es uns, von einer Welt in die nächste zu überleben. Das ist zwar nicht der Weg, das Leben in seiner Gesamtheit zu leben, aber es ist eine gute Methode, um sich selbst in Stärke und Würde zu erhalten können.
  • Bibo mag die einfachen Dinge. Er mag es, in seinem Schaukelstuhl zu schaukeln, und seine Füße nachts am Feuer zu wärmen. Er atmet Traurigkeit ein und Nostalgie aus. Er ist ein Wesen, das einen Teil der menschlichen Kondition sehr gut repräsentiert, in einer Zeit, in der die Menschen bereits aufgehört haben, zu existieren.

Bibo

Traumwelten, die uns harte Zeiten durchstehen lassen

Wir haben alle unsere Träume und unsere inneren Welten, die manchmal die einzigen Dinge sind, die uns die Kraft geben, am Morgen aufzustehen. Dieses Gefühl sollte nicht häufig vorkommen, wir sollten nicht einfach durch unsere Verteidigungsmechanismen, Träume, und falschen Hoffnungen leben.

Im Film leidet Bibo unter dem Fluch, allein in einer Welt mit den Erinnerungen an die Vergangenheit zu leben, und ganz speziell mit der Melancholie, die in seinen Schritten, seinem Herzen, der immer pünktlichen Uhr, und sogar in den Kindern, die vor so langer Zeit aufgehört haben, wirklich zu existieren, mitschwingt.

Die preisgekrönten Macher dieses Kurzfilms sind Anton Christiakov und Mikhail Dmitriev. Laut den Filmemachern ist das, was sie hoffen, durch diesen feinfühligen, symbolischen, emotionalen und rührenden Film zu kommunizieren, eine einfache Widerspiegelung des Menschseins.

Für eine bestimmte Zeit haben Menschen eine Funktion in der Gesellschaft, genauso wie Bibo, der Eiscreme verkauft. Später kommt ein Moment, in dem sich alles ändert, und in dem wir uns dazu verpflichtet fühlen, nur unsere besten Erinnerungen aus der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Wir setzen uns in einen Verteidigungsmechanismus, in dem wir die kleinen Dinge wertschätzen, die uns die Emotionen von gestern wiederbringen. Diese Emotionen werden zu authentischen Säulen, die uns erhalten, und uns die Energie geben, vorwärts zu gehen.

In diesem Film ist die menschliche Kondition nur in einem metallenen Roboter repräsentiert. Dieser Roboter repräsentiert die letzten Impulse der menschlichen Rasse: Melancholie, Erinnerungen, Traurigkeit, und immense Zuneigung zu denen, die wir lieben, und die uns dazu bringen, das Unmögliche zu tun. Und sogar eine imaginäre Welt zu erschaffen, die gar nicht wirklich existiert.

Wir laden dich dazu ein, diesen Kurzfilm zu genießen und ihn zu teilen.

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