Die Energie, die von unseren Beziehungen ausgeht

· 26. Oktober 2018

Energie und Beziehungen, wie hängen sie miteinander zusammen? Die Energie, die von unseren Beziehungen ausgeht, beeinflusst unser Leben. Wir leben in einer Welt, in der es unmöglich ist, externen Triggern von Emotionen zu entkommen. Es ist eine Welt, in der die Gesten, Worte und Handlungen unserer Mitmenschen uns entweder fesseln können oder unbehaglich fühlen lassen.

Als Menschen bestehen wir aus unsichtbaren Fasern, die sich durch unseren gesamten Körper ziehen und uns in vielerlei Hinsicht konditionieren. Oft sind wir uns dieses Umstandes noch nicht einmal bewusst und auf den ersten Blick scheint uns diese Idee vielleicht merkwürdig, aber doch faszinierend. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass in den letzten Jahren große Fortschritte in der Erforschung von Emotionen und Kinästhesie gemacht wurden. Nun tauchen neue Forschungsfelder auf und diese sind es auch wert, erwähnt zu werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Forschung zum Thema „Körperintelligenz“.

„Wenn du begeistert bist von dem, was du tust, spürst du diese positive Energie. Das ist sehr einfach.“

Paulo Coelho

Laut dieser Theorie sollten wir uns unserer inneren Energien bewusster sein. Dies meint die Energien, die an unserem Körper haften, obwohl wir sie nicht immer wahrnehmen. Wenn wir also über „Energien“ sprechen, ist die Rede von emotionalen Zuständen, die uns entweder einschränken oder uns helfen, unseren Horizont zu erweitern. Diese projizieren wir auch auf andere Menschen.

Diese Theorie beschäftigt sich auch mit anderen interessanten Dingen. So besagt sie, dass wir in einer Welt leben, die ausschließlich aus emotionalen, mentalen sowie körperlichen Energiefeldern bestehe. Dieses Konzept geht über Materie und über ein Arbeitsumfeld mit Angestellten und Möbeln hinaus … Es geht auch über ein schönes Zuhause mit kleinen Annehmlichkeiten bzw. Bequemlichkeiten hinaus. Über all das erstreckt sich ein emotionales Netz, das jede Facette unseres Lebens abdeckt.

Eine Reihe von Smileys, die unterschiedliche Emotionen versinnbildlichen

Die Energie, die von unseren Stimmungen ausgeht

Jede Zelle, jeder Nervenstrang, unser neuronales Netzwerk und peripheres Gewebe benötigen Energie, um zu funktionieren. Sie alle unterliegen dem Einfluss von Impulsen, die kontrollieren, was wir als Menschen tun. Um diese Impulse zu koordinieren, kommunizieren unsere Neuronen miteinander. Sie erzeugen elektrische Gehirnwellen basierend auf dem, was wir in einem bestimmten Moment tun, denken oder fühlen.

Eine Sache sticht dabei wirklich heraus. Unsere Stimmungen hinterlassen einen „Abdruck“ an den Orten, an denen wir uns aufhalten. In diesem Artikel wurden bereits unsere Arbeitsumgebung und unser Heim erwähnt. Wir kennen das sicherlich. Manchmal, wenn wir in das Haus eines Freundes kommen oder in einen neuen Job starten, fühlen wir uns in der Umgebung (noch nicht) wohl. Etwas bedrückt unsere Stimmung.

Emotionen, besonders diejenigen, die von Stress, Anspannung und Angstzuständen herrühren, verbreiten sich leicht. Psychologen nennen dieses Phänomen „sozialen Austausch“. Grundsätzlich führt dieser Austausch zu einer Veränderung in unserer Stimmung und unserem Gemütszustand. Dies geschieht aufgrund der Einstellung bzw. emotionalen Verfassung unserer Mitmenschen. Dieses „Klima“ kann auch sowohl negativ als auch positiv aufgeladen sein. Es kann Erschöpfung, geringe Motivation, Unwohlsein usw. verursachen. Oder Antrieb und Motivation vermitteln.

Ein Mann, der seinen Rücken zur Kamera gewandt hat

Die Energie, die durch unsere Beziehungen freigesetzt wird, erzeugt eine sehr spezifische Atmosphäre. Wie die Energie dieses Energiefeldes ist (bereichernd oder kräfteraubend), bestimmt absolut, ob wir uns wohl-  oder unbehaglich fühlen. Experten auf diesem Gebiet sagen, dass es unser Ziel sein sollte, sicherzustellen, dass der Austausch einheitlich erfolgt. Mit anderen Worten, wir sollten eine Art von emotionaler Gegenseitigkeit schaffen, von der alle profitieren.

Dies ist offensichtlich ein ehrenwertes Ziel, das man in jeder Familie, in jeder Beziehung, Arbeits- oder Schulumgebung usw. anstreben kann. Um das zu tun, müssen wir bei uns selbst anfangen. Hier kommt die Körperintelligenz ins Spiel.

Die Energie, die durch unsere Beziehungen freigesetzt wird, und die Schlüssel zum Wohlbefinden

Jeder wünscht sich befriedigende, harmonische und bedeutungsvolle Beziehungen. Aber oft kommt es zu Reibungen statt Harmonie. Es könnte sein, dass die Kommunikation zwischen uns und unserem Partner, Kindern oder Kollegen in letzter Zeit angespannt war. Es kann auch sein, dass wir merken, wie unsere Produktivität und Kreativität abgenommen haben.

Die Energie, die unsere Beziehungen ausmacht, hat jedoch nicht nur mit unseren Mitmenschen zu tun. Unsere Beziehung zu Arbeit oder geistiger/körperlicher Aktivität ist ebenfalls wichtig. So „fressen“ manche Aspekte unseres Lebens mehr Energie als andere, zum Beispiel in Form von Motivation, Interesse und positiver Einstellung. Die Idee ist also, alle unsere Emotionen und Befindlichkeiten zu unseren Gunsten zu nutzen. Auf diese Weise können wir beginnen, alles zu genießen, was wir tun. Der Punkt ist, unsere persönlichen Beziehungen zu verbessern, andere positiv zu beeinflussen und eine Umgebung mit einer bereichernden Energie zu schaffen.

Im Folgenden werden wir einige Tipps geben, wie sich dies erreichen lässt.

Ein Umriss einer Frau, der farbenfroh gefüllt ist

Wenn wir unseren Körper verstehen, dann können wir die Energie zu unseren Gunsten nutzen

  • Wenn wir morgens aufstehen, sollten wir versuchen, uns bewusst zu machen, wie wir uns fühlen. Die Körperintelligenz sollte uns daran erinnern, dass sich viele unserer emotionalen Zustände auf unseren Körper auswirken können. Anspannungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen … all das kann emotionale Ursachen haben.
  • Denken wir daran, dass sich körperliche Beschwerden oft in unserer Sprache und Haltung widerspiegeln. Wir wachen müde auf, wollen nichts tun, und projizieren das auf unseren Partner. Das kann dazu führen, dass wir unserem Partner patzige Antworten geben oder sogar einen fiesen Kommentar machen.
  • Das Beste ist, wenn wir uns unserer emotionalen Verfassung bewusst werden und versuchen, die Ursache des Problems zu identifizieren. Es reicht nicht, das Problem zu verdrängen und einfach in unserem Tagesablauf weiterzumachen. Diese Emotion, dieses Unbehagen, wird dann immer noch da sein und die Qualität unserer Beziehungen beeinträchtigen.
  • Polarisieren wir die Energie. Wir haben wahrscheinlich nicht viel Zeit nach dem Aufstehen, Entspannungs- oder Stress-Management-Techniken auszuführen. Möglicherweise müssen wir andere wichtige Dinge zuerst erledigen, aber wir sollten trotzdem versuchen, uns irgendwann zu entspannen. Wenn wir den Fluss unserer internen, negativen Energie verändern wollen, gibt es ein paar einfache Strategien, die uns schnell zu einem besseren emotionalen Zustand verhelfen können:
    • Ein gesundes Frühstück
    • Auf dem Weg zur Arbeit entspannende Musik hören
    • Beim Gehen tief durchatmen

Nicht zuletzt gibt es ein wichtiges Detail, das wir nicht vergessen sollten. Die Energie, die wir auf unsere Mitmenschen projizieren, ist die gleiche Energie, die diese uns zurückgeben. Wenn wir angespannt sind und uns unbehaglich fühlen, wenn wir dem anderen mit Desinteresse begegnen, dann werden sie uns diese Emotionen zurückspiegeln. Die Energie, die von unseren Beziehungen freigesetzt wird, nährt sich von den Anstrengungen auf beiden Seiten. Beginnen wir damit, in uns selbst zu investieren, damit wir allen anderen unser Bestes geben können.