Das emotionale Treffen zwischen Michael J. Fox und Christopher Lloyd

Das Wiedersehen der beiden Schauspieler, 37 Jahre nach ihrem Film "Zurück in die Zukunft", zeugt von zwei außergewöhnlichen Menschen, die uns motivieren und vielen Hoffnung geben.
Das emotionale Treffen zwischen Michael J. Fox und Christopher Lloyd
Valeria Sabater

Geschrieben und geprüft von der Psychologin Valeria Sabater.

Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2022

Michael J. Fox und Christopher Lloyd zählen zu den legendären Filmduos, die wir nie vergessen werden. Niemand kann leugnen, dass “Zurück in die Zukunft”, der Filmklassiker von Robert Zemeckis aus dem Jahr 1985, einen unauslöschlichen Eindruck in unserer Popkultur hinterlassen hat. Wir alle erinnern uns an die Hauptdarsteller: den unvergesslichen Marty McFly und Emmett “Doc” Brown.

37 Jahre nach der Premiere der Trilogie haben sie uns ein emotionales Geschenk gemacht: Im Rahmen einer Comic Con trafen sich die beiden am 9. Oktober im Javit’s Center, um dieses Ereignis zu feiern. Die beiden Darsteller, im Alter von 61 bzw. 83 Jahren, wurden mit stehenden Ovationen gefeiert, als sie die Bühne betraten.

Obwohl natürlich alle Augen auf Michael J. Fox gerichtet waren, der fast nicht mehr gehen kann und von seiner Koordinationsschwäche beherrscht wird, zögerte er nicht, seinen Partner zu umarmen. Die Parkinson-Krankheit, die bei ihm im Alter von nur 29 Jahren diagnostiziert wurde, hat ihm einiges abverlangt. Obwohl seine Einstellung und sein spritziger Sinn für Humor ihm die Gelassenheit und Entschlossenheit bieten, die seinem Körper leider fehlt…

“Parkinson ist ein Geschenk und ich würde es für nichts eintauschen…. Menschen wie Christopher Lloyd sind immer für mich da gewesen, und so viele von euch auch. Es geht nicht darum, was ich habe, sondern darum, was du mir gegeben hast: die Stimme, um dies zu tun und Menschen zu helfen.”

Michael J. Fox

Michael J. Fox und Christopher Lloyd
1991 beobachtete Michael J. Fox das erste Symptom seiner Krankheit: Sein kleiner Finger zuckte seltsam. 

Das Treffen zwischen Michael J. Fox und Christopher Lloyd, ein magischer Moment

Jeans, Turnschuhe, eine lässige Ausstrahlung… Michael J. Fox und Christopher Lloyd traten vor ihren Fans in sehr ähnlichen Outfits auf. Aber die wahre Harmonie lag in ihren Gesten, in den Worten, die nicht von Mikrofonen aufgezeichnet wurden, und in den verhaltenen, aber lebendigen Gefühlen. In wenigen Sekunden gingen die Szenen über soziale Medien um die Welt.

Es war unmöglich, den Blick von Michael J. Fox abzuwenden, der mit seinem überwältigenden Humor seine offensichtlichen Koordinations-, Gleichgewichts- und Sprachprobleme herunterspielte. Er scherzte über den Kaugummi, der ihm aus dem Mund rutschte, und betonte nachdrücklich, dass Parkinson das Beste sei, was ihm je passiert sei. Denn sein Ziel ist kein anderes, als der Krankheit eine Stimme zu geben, um anderen Menschen zu helfen.

“Optimismus ist nachhaltig, wenn du immer wieder zur Dankbarkeit zurückkehrst, und was darauf folgt, ist Akzeptanz.”

Michael J. Fox

Das erste Zittern begann im Alter von 29 Jahren

Michael J. Fox drehte gerade den Film “Doc Hollywood”, als er ein Zucken in seinem linken kleinen Finger spürte. Er war 29 Jahre alt und wollte keine große Sache daraus machen. Doch bald darauf begannen seine Hüften zu zittern und steif zu werden. Es dauerte nicht lange, bis bei ihm die Parkinson-Krankheit diagnostiziert wurde. Er wusste, wie sehr sich sein Leben von diesem Moment an verändern würde, und er hatte Mühe, sich darauf vorzubereiten.

Er machte seinen Zustand erst 1998 öffentlich, als er sich einer Thalamotomie unterzog, um das Zittern zu kontrollieren. Er wurde mit dem Medikament Sinemet behandelt, um die Symptome zu regulieren. Von da an hörte er mit dem Trinken auf, verbesserte seinen Lebensstil und gründete eine Stiftung zur Erforschung von Parkinson. Nach Angaben der New York Times wurde Michael J. Fox schnell zur führenden Stimme im Kampf gegen die Krankheit.

Er ist heute der größte gemeinnützige Geldgeber für die Entwicklung von Medikamenten gegen Parkinson.

Michael J. Fox sammelte mit seiner Stiftung mehr als 1 Milliarde Dollar, um ein Heilmittel für Parkinson zu finden.

Rücktritt von der Schauspielerei, aber nicht vom Aktivismus

Im November 2020 gab er seinen Rücktritt von der Schauspielerei bekannt, denn die offensichtlichen Komplikationen ließen ihm keine andere Wahl. Seine Film- und Fernsehkarriere könnte jedoch nicht umfangreicher sein. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, hat mehrere Doktortitel von verschiedenen Universitäten und ist Autor von drei Büchern: “No Time Like the Future: An Optimist Considers Mortality” (2021), “ Always Looking Up: The Adventures of an Incurable Optimist” (2010) und  Lucky Man: A Memoir” (2003).

Er bedauert, dass er nicht mehr so Gitarre spielen kann wie früher und dass sein Gedächtnis es ihm nicht erlaubt, in der Welt der Schauspielerei weiterzumachen. Trotz dieser und der dunklen Momente, die er erlebt hat, erklärt Michael J. Fox, dass er optimistisch und sich seiner Aufgabe sehr bewusst ist: Dafür zu kämpfen, ein Heilmittel für Parkinson zu finden und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Eine Freundschaft, die über Zeit und Raum hinausgeht

“Die Chemie zwischen uns war von der ersten gemeinsamen Szene an da, sagte Michael J. Fox über Christopher Lloyd auf der Comic Con. Sie blieb für drei Filme bestehen und ist auch jetzt noch da. Die Arbeit mit ihm war das Beste.”

Die beiden Schauspieler lachten und tauschten bei der Veranstaltung am 9. Oktober in New York Anekdoten aus. Eine tiefe Freundschaft verbindet die beidennoch heute. Sie mögen die Figuren von Marty McFly und Doc Brown weit hinter sich gelassen haben, aber dieser lustige und mitschuldige Funke ist immer noch in ihren Gesichtern zu sehen.

Weder die Jahre noch die Krankheit haben ihren Charme getrübt. Wir freuen uns also auf weitere Treffen in der Zukunft, auf weitere Ereignisse, die uns bewusst machen, dass es ewige Freundschaften und Menschen gibt, die uns immer inspirieren.

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  • Fox, J. Michael (2003) Lucky Man: A Memoir. Hyperion-Acquired Assets