Das Beste im Leben kann man nicht planen, es passiert einfach

18. Januar 2016 en Psychologie 63 Geteilt

Das Beste im Leben hält sich nicht an Pläne oder Wunschvorstellungen. Oftmals kommt es, wie es kommt, und wir müssen die Dinge von allein geschehen lassen – mit der Subtilität des Zufalls, mit der Offenheit eines jeden, der bescheiden ist und nichts erwartet, aber in Wahrheit von allem träumt.

Vielleicht hast du schon einmal vom Gesetz der Anziehung gehört. Dieses Prinzip besagt, dass wir Menschen dazu in der Lage sind, dank dieser energetischen Verbindungen, die unserer eigenen Gedanken und Gefühle entspringen, alles erreichen oder sein können, was oder wer wir sein möchten.

Demnach würde der allseits bekannte Satz „Du bist, was du denkst“ stimmen und auch die Tatsache, dass es im Universum eine Art Gesetz der Anziehung gibt, wonach wir durch unsere eigenen Gedanken unsere Ziele erreichen können. Es geht mir nicht darum, diesen Ansatz zu kritisieren oder zu verteidigen, denn in Wirklichkeit können die Dinge noch viel einfacher sein.

Wenn wir diese Art der gedanklich-universellen Anziehung einmal beiseite lassen, könnten wir sagen, dass das Leben aus einer Unmenge an Zufällen besteht, wo sich das Glück hinter jeder Ecke, hinter jedem Winkel verstecken kann. Doch nicht jeder ist so feinfühlig, um das zu sehen und um das für sich zu erkennen.

Das ist keine Magie, sondern Offenheit, die Dinge anders zu sehen, die eigene Komfortzone zu verlassen und diese innere Tür zu öffnen, die wir alle haben, um uns eine zweite Möglichkeit bereitzuhalten. Wenn sich jemand bewusst wird, dass er es verdient, glücklich zu sein, dann hat er bereits etwas Großartiges für sich selbst getan.

Diese Selbsterkenntnis führt dazu, diese Verbindung und dieses Selbstbewusstsein zu stärken – der Ursprung der Einfachheit aller Dinge. Denn das Leben folgt keinem Plan und oftmals passiert genau das Gegenteil von dem, was wir uns so schön ausgemalt haben.

Das Leben passiert einfach und wir müssen auf diesen Zug aufspringen, um den Zug des Lebens in vollen Zügen auskosten zu können.

Schauen wir uns doch einmal genauer an, was sich dahinter verbirgt:

1. Werde zuerst zu der Person, die du suchst

Paar

Vielleicht träumst du davon, den perfekten Partner zu finden. Diese eine Person, die dich Tag für Tag begleitet und dein Leben mit Liebe erfüllt, die dein Lebensbegleiter auf all deinen Wegen ist, die dein Lächeln und den Schutz deiner Umarmungen liebt.

Du weißt ganz genau, wie dieser jemand sein soll: eine emotional reife Person, lustig, verständnisvoll, kommunikativ, bescheiden und ohne Angst, sich seine Schwächen einzugestehen.

Was hältst du nun davon, anstatt nur von diesem Menschen zu träumen, dir selbst all diese Eigenschaften anzueignen, die du in deinem Traumpartner suchst? Werde selbst zu jemandem, der es wert ist, mit ihm sein ganzes Leben zu verbringen. Lass deinen Traum Wirklichkeit werden, aber fang bei dir selbst an. Denn wenn du dich in deiner Haut wohlfühlst, so wie du bist, ist das Glück, dass du mit der Person an deiner Seite teilst, ein erfüllteres Glück.

2. Lerne dir selbst dein Glück zu gestatten, damit das, was du brauchst, in dein Leben kommen kann

Hierbei geht es nicht um das Gesetz der Anziehung. Es ist noch viel simpler. Denke zum Beispiel an Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erlebt und sich dazu entschieden haben, die Tür zu ihrem Herzen zu verschließen. Und sogar noch schlimmer: Sie schotten sich von ihrem Umfeld ab und leben von Misstrauen und Groll.

Niemand verdient es, derart, und noch weniger in einem Gefängnis, das man selbst erschaffen hat, zu leben. Der Schlüssel liegt darin, die inneren Mauern einzureißen und zu sich selbst zu sagen: „Ich verdiene es, glücklich zu sein. Ich verdiene es, Zeit für mich zu haben. Ich verdiene es, mich an dem zu erfreuen, was mich glücklich macht. Ich verdiene es, raus in die Welt zu gehen, zu lachen und mich gut zu fühlen.“

Freude

Wenn wir uns selbst Zugeständnisse machen und uns erlauben, dass zu bekommen, was wir wirklich verdienen, öffnet sich wieder die Welt für uns. So sind wir unseren Mitmenschen und unserem Umfeld gegenüber wieder offener und nehmen am aktiven Leben teil. Und wenn wir es am wenigsten erwarten, erhalten wir vom Leben etwas, was wir wirklich brauchen.

Ist das Magie? Sind das die unsichtbaren Zügel des Universums? Nein. Es geht darum, den Optimismus nicht zu verlieren, aufmerksam zu sein und sich mental und emotional für andere zu öffnen.

3. Du solltest nicht zu hohe Erwartungen haben, sondern das Leben nehmen, wie es kommt

Sei vorsichtig mit deinen Luftschlössern, die dir sagen: „Unser Glück hält ewig“  und „Niemand kann mich verletzen“.  Emotional unverletzlich zu sein und ein Märchen zu leben, in dem sich alle Träume erfüllen, weil das nun einmal dort so geschrieben steht, ist im wahren Leben schlichtweg unmöglich.

Im Leben gibt es keine Zügel, durch die wir alles steuern können. Wir können nicht kontrollieren, was morgen passieren wird, und noch weniger können wir uns Ziele stecken, die einfach unerreichbar sind. Träume sind keinesfalls Schäume. Sie nähren unsere Vorstellung und geben uns Kraft und die nötigen Mittel, um unsere Ziele Wirklichkeit werden zu lassen. Trotzdem müssen wir uns in Bescheidenheit üben und lernen, gelassener und flexibler durchs Leben zu gehen.

Bescheiden sein

Das Leben zu nehmen, wie es kommt, bedeutet auf keinen Fall, den Autopiloten einzuschalten und zuzulassen, dass alles nur durch blinden Zufall oder Trägheit geschieht. Jeder von uns ist Herr über sein eigenes Leben und weiß, welchen Weg er einschlagen will. Wir versuchen den stürmischen Winden schlechter Tage erhobenen Hauptes aus dem Weg zu gehen.

Aber denk immer daran: Lass dich von den leichten Winden tragen, verlasse deine Komfortzone und entdecke unbekannte Inseln. Öffne deinen Verstand, gehe mit offenen Augen und einem offenen Herzen durchs Leben. Das Leben ist nicht vollkommen, und es passiert immer irgendetwas Unerwartetes. Aber es liegt an uns, Chancen zu sehen und zu ergreifen, denn das Leben ist nicht dafür gemacht, uns immer noch eine Alternative aufzuzeigen.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Pascal Campion

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