Arbeitsbedingte Erschöpfung und ihre zahlreichen Facetten

7. Februar 2020
Arbeitsbedingte Erschöpfung hat zahlreiche Facetten. Sie alle sind Ausdruck einer starken Entkräftung und Ermüdung. Es gibt unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen, die wir in unserem heutigen Artikel näher betrachten werden.

Arbeitsbedingte Erschöpfung äußert sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Einige Formen haben Auswirkungen, die sich erst lange Zeit nach dem Verlassen des Arbeitsplatzes zeigen. Daher ist es so wichtig, dass du weißt und verstehst, wie du sie erkennen kannst. Manche Folgen sind sogar irreversibel. Außerdem besteht das Problem sehr häufig darin, dass du so in deine Arbeit vertieft bist, dass du gar nicht bemerkst, dass du ein Problem hast.

Erschöpfung ist eine vorübergehende Unfähigkeit, eine Tätigkeit zu verrichten, nachdem du diese Tätigkeit für einen längeren Zeitraum ausgeübt hast. Die verschiedenen Arten der Erschöpfung, auch die arbeitsbedingte Erschöpfung, haben physische, emotionale und intellektuelle Komponenten und Auswirkungen.

Arbeitsbedingte Erschöpfung kann unterschiedliche Ausprägungen und Symptome haben. Daher werden diese in unterschiedliche Kategorien unterteilt. Diese Klassifikation bezieht sich auf den jeweils betroffenen Bereich und die Ursache der Erschöpfung. Daher lassen sich die unterschiedlichen Facetten von arbeitsbedingter Erschöpfung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Die wichtigsten Perspektiven werden wir in unserem heutigen Artikel näher diskutieren.

arbeitsbedingte Erschöpfung - erschöpfter Mann

Arbeitsbedingte Erschöpfung: Ursachenbezogene Klassifikation

Erschöpfung kann viele mögliche Ursachen haben. In einigen Fällen entsteht sie durch körperliche Arbeit. Darüber hinaus kann sie aber auch durch geistige Arbeiten oder extremen Stress ausgelöst werden.

  • Physische Erschöpfung. Wenn die Erschöpfung durch übermäßige Anstrengung des psychomotorischen Systems verursacht wurde, leidest du an physischer Erschöpfung. Sie kann entstehen, wenn du zu viel Gewicht hebst, permanent eine schlechte Körperhaltung hast, durch bestehende Vorerkrankungen oder ungesunde Bewegungen.
  • Geistige Erschöpfung. Diese arbeitsbedingte Erschöpfung tritt häufig unbemerkt auf. Meistens wird sie durch intellektuelle Überlastung oder andauernde Monotonie verursacht. Darüber hinaus entstehen daraus sehr häufig weitere gesundheitliche Probleme.
  • Manuelle Erschöpfung. Wenn du über einen langen Zeitraum stark mechanische Tätigkeiten ausführst, kann diese Form der Erschöpfung auftreten. Darüber hinaus entsteht sie durch kognitive und sensorische Unterforderung.
  • Sensorische Erschöpfung. Wenn einer der Sinne überreizt ist, tritt eine Ermüdung der Sinne auf. Daher leiden Menschen, die tagtäglich am Computer arbeiten, häufig an sensorischer Erschöpfung.
  • Nervöse Erschöpfung. Diese Form der Erschöpfung wird durch repetitive automatische Aufgaben ausgelöst.
  • Psychische Erschöpfung. Menschen mit sehr verantwortungsvollen Aufgaben leiden häufig unter psychischer Erschöpfung, da sie wichtige Entscheidungen sehr schnell treffen müssen. Ärzte und Fluglotsen sind gute Beispiele für solche Berufe.
  • Informations-Erschöpfung. Wenn du in deinem Job sehr viele Informationen und Daten verarbeiten musst, könnte es sein, dass du an dieser Form der Erschöpfung leidest. Die Menge der Informationen, die du aufnehmen musst, überfordert irgendwann deine mentale Fähigkeit, diese zu verarbeiten.
  • Emotionale Erschöpfung. Die Tätigkeit als Krankenschwester, Lehrer oder Berater kann emotional sehr fordernd sein. Daher führt emotionale Erschöpfung häufig zu einem Burnout, wenn du nicht ausreichend für dich selber sorgst.

Unterschiedliche Intensitäten

Außerdem kannst du arbeitsbedingte Erschöpfung auch aufgrund der jeweiligen Intensität oder der sich daraus ergebenden Konsequenzen klassifizieren. Diese Kategorisierung ist eher technisch, da sie sich direkt auf die Auswirkungen bezieht, die die jeweilige Erschöpfung auf die körperliche und psychische Gesundheit hat.

Wenn wir arbeitsbedingte Erschöpfung aus diesem Blickwinkel betrachten, können wir zwei Hauptformen unterscheiden. Die erste ist die physiologische Erschöpfung. Hierbei handelt es sich um die normale Ermüdung, die du spürst, wenn du dich für lange Zeit angestrengt hast. Daher kannst du diese Müdigkeit ganz einfach dadurch beseitigen, dass du dich ausruhst.

Darüber hinaus gibt es eine weitere Form, die pathologische Erschöpfung. Allerdings lässt sich diese Erschöpfung nicht einfach durch eine Ruhepause beseitigen.

arbeitsbedingte Erschöpfung - Frau lehnt sich gegen eine Wand

Die pathologische Erschöpfung lässt sich folgendermaßen unterteilen:

  • Akute Erschöpfung. Dieser Zustand entsteht, wenn du dich über einen sehr langen Zeitraum körperlich, intellektuell oder emotional übermäßig angestrengt hast. Wie wir bereits erwähnt haben, genügt es nicht, wenn du dich einfach nur ausruhst. Die Beseitigung einer akuten Erschöpfung nimmt sehr viel mehr Zeit in Anspruch.
  • Chronische Erschöpfung. Diese Form der Erschöpfung entsteht über einen längeren Zeitraum. Sie erfordert intensive und längere Erholung. Wenn du eine chronische Erschöpfung nicht behandelst, kann sie sogar tödlich enden.
  • Mentale Erschöpfung. Hierbei handelt es sich um die schwerste Form der Erschöpfung: eine chronische Erschöpfung, bei der erhebliche physische und mentale Symptome auftreten. Darüber hinaus ist diese Form irreversibel. Daher können betroffene Menschen ihren Job auch nicht weiter ausüben.

Abschließende Gedanken

Zusammenfassend können wir feststellen, dass es sehr viele Iterationen arbeitsbedingter Erschöpfung gibt. Daher ist es auch so wichtig, dass du die Anzeichen und Symptome kennst und verstehst. Wenn du dich erschöpft und müde fühlst, gibt es dafür einen Grund. Ignoriere diese Symptome also auf keinen Fall!

Außerdem solltest du verstehen und akzeptieren, dass du kein besserer Mitarbeiter wirst, wenn du dich selber völlig überarbeitest. Du gefährdest damit nur deine eigene Gesundheit.

Atalaya, M. (2001). El estrés laboral y su influencia en el trabajo. Industrial data, 4(2), 25-36.