8 interessante Fakten über die Angst

01 Juni, 2020
Wie viele Arten von Angst gibt es? Inwieweit sind alle unsere Sorgen begründet? Denken wir rational, wenn wir Angst haben? Entdecke im Folgenden die Antworten auf diese und weitere Fragen zum Thema Angst.

Zweifellos ist die Ära, in der wir leben, eine Ära der Angst. Das Wort Angst bezieht sich auf diesen emotionalen Zustand, der durch ein kaltes Gefühl in unserem Magen, einen engen Knoten in unserem Hals und Sorgen auf mentaler Ebene gekennzeichnet ist. Es ist ein Thema, das bereits vielfach erforscht wurde. In unserem heutigen Artikel zeigen wir dir einige Fakten über die Angst auf, die du möglicherweise noch nicht kanntest.

Es ist wahr, dass wir ihr manchmal nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Die Angst kommt aus heiterem Himmel, vergeht aber auch schnell wieder. Dies ist jedoch nicht bei allen Menschen der Fall.

Bei manchen verweilt sie länger, als den Betroffenen lieb ist. In der Tat kann ein Individuum, wenn es von Angst mitgerissen wird, in schrecklichen Szenarien gefangen sein. Dies erklärt auch, warum manche Leute bemerken, dass Angst eine zukunftsbedingte Krankheit ist.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es bestimmte Aspekte und Daten in Bezug auf die Angst, die die breite Bevölkerung bisher noch nicht kannte. Bist du bereit herauszufinden, welche dies sind? Lies weiter, um 8 Fakten über die Angst kennenzulernen.

1. Angst beeinflusst unsere Rationalität

Eine der bekanntesten Tatsachen hängt mit der Beziehung zwischen Angst und Zukunft zusammen. Das menschliche Gehirn verachtet Unsicherheit. Nicht zu wissen, was passieren wird und das Gefühl, nicht die Kontrolle über die Dinge zu haben, kann wirklich einen Tribut fordern.

Wenn du einer unbekannten Situation gegenüberstehst, gehen dir daher Tausende und Abertausende von Sorgen durch den Kopf. Währenddessen überwacht die Amygdala, eine mandelförmige Gehirnstruktur, die sich als Bank des emotionalen Gedächtnisses auszeichnet, alles, was geschieht.

Wenn die Amygdala eine gefährliche Situation erkennt, aktiviert sie sofort das Alarmsignal. Dabei werden Hormone, wie Cortisol und Dopamin, in den Blutkreislauf freigesetzt. Sie helfen, um für dein Überleben zu kämpfen und vorherzusagen, was als Nächstes kommt. Wenn dies geschicht, gibt es jedoch kein Zurück. In diesem Moment ist das rationale Gehirn abgeschaltet.

Wie du siehst, weist das Betriebssystem der Amygdala, obwohl es gute Absichten hat, eher primitive Eigenschaften auf. Infolgedessen werden wir instinktiver und reagieren am Ende ungenau auf Reize.

2. Die meisten Sorgen sind es nicht wert, beachtet zu werden

Sich Sorgen zu machen ist menschlich. Tatsächlich sind wir darauf programmiert, um vorauszusehen, was passieren könnte, und dann über alternative Pläne nachzudenken und zu überleben.

Allerdings ist es nicht dasselbe, sich von Zeit zu Zeit Sorgen zu machen, oder dies fortlaufend zu tun. Tatsächlich kam eine Studie, die an der Pennsylvania State University durchgeführte wurde, zu dem Schluss, dass im Durchschnitt 91% der Sorgen verschwendete Energie sind. Wir haben Angst vor den Folgen bestimmter Ereignisse, die möglicherweise jedoch gar nicht erst eintreten.

Der amerikanische Autor Earl Nightingale war der Meinung, dass 40 % unserer Sorgen niemals eintreten werden. Er teilte die verbleibenden Prozentsätze auf diese Weise auf:

  • 30 % beziehen sich auf die Vergangenheit. Wenn du dir darüber Sorgen machst, kannst du letzten Endes nichts mehr daran ändern.
  • 12 % sind unnötige Bedenken hinsichtlich unserer Gesundheit.
  • 10 % sind kleine, fast bedeutungslose oder nicht zusammenhängende Bedenken.

Angesichts dessen sind nur 8 % unserer Sorgen es wert, beachtet zu werden.

Dies hilft uns, über die Zukunft und all die Dinge zu reflektieren, über die wir nachdenken, die wir uns vorstellen und vor denen wir uns fürchten. In Wirklichkeit ist die Hauptfigur all dieser Elemente die Angst. Lass uns im Folgenden einen Test dazu durchführen.

Nimm dir eine Minute Zeit und frage dich, was dich am meisten beunruhigt und welche Ereignisse deiner Meinung nach am beängstigendsten sind. Notiere sie und prüfe ein Jahr später, ob sie tatsächlich vorgefallen sind. Wir sind uns sicher, dass du überrascht sein wirst.

Sich Sorgen zu machen gehört dazu, menschlich zu sein. Tatsächlich sind wir darauf programmiert, um vorauszusehen, was passieren könnte, um dann über alternative Pläne nachzudenken und zu überleben.

3. Die 2 Arten von Angstzuständen

Es gibt zwei Arten von Angstzuständen.

  • Die erste Art von Angst ist anpassungsfähiger. Sie soll uns vor möglichen Gefahren schützen; Dingen, die uns schaden oder Leid verursachen können. Man nennt sie rationale Angst. Es ist normal, diese Art der Angst in bestimmten Situationen, wie beispielsweise vor einem Vorstellungsgespräch oder beim Warten auf eine wichtige Antwort, zu erleben.
  • Die andere ist eine irrationale Art von Angst. Sie lässt uns alles auf katastrophale Weise wahrnehmen, was uns glauben lässt, dass wir damit nicht fertig werden können. Zum Beispiel könnte eine Person denken, dass sie bei einem Vorstellungsgespräch nicht gut abschneiden wird. Infolgedessen würde sie erfolglos und obdachlos enden. Ein anderes Beispiel wäre zu glauben, dass jemand nach einem Streit nie wieder mit uns sprechen wird.

In Bezug auf die irrationale Angst ist es typisch, Qualen und große Beschwerden zu erleben, die fast unmöglich zu kontrollieren sind. Diese Art der Angst breitet sich im gesamten menschlichen Körper aus und behindert so die tägliche Entwicklung.

4. Zu denken, dass alles wichtig ist, ist eine der wichtigsten Fakten über Angst

Angst lässt uns glauben, dass alles wichtig ist. Folglich ist es schwierig, Prioritäten zu setzen, wenn wir sie erfahren.

Jedes Detail kann Angst auslösen. Alles, egal wie klein oder unbedeutend, kann unser Handeln beeinflussen. Deshalb haben Menschen das Bedürfnis, die Kontrolle über die Dinge zu haben. Darüber hinaus kann dieses Szenario sogar noch dunkler verlaufen, wenn die Person, die die Situation erlebt, bereits ein Perfektionist ist.

In diesem Fall kümmert sich die Person nicht nur um die Worte, die aus ihrem Mund kommen. Stattdessen achtet sie auch auf die Kleidung, die sie trägt, wie sie sich verhält oder wie eine bestimmte Person sie in einer bestimmten Situation beeinflusst. Alles ist entscheidend, alles übt Einfluss auf sie aus und führt dazu, dass sie von Kontrolle besessen ist. Es ist offensichtlich, dass es unmöglich ist, alles unter Kontrolle zu haben. Folglich werden Überfoderung und Stress ein Teil ihres Alltags werden.

5. Vermeidung steigert die Angst

Es scheint eine natürliche Reaktion zu sein, jeden Reiz oder jede Situation zu vermeiden, die Angst erzeugt. Wenn du die Dinge vermeidest, die Angst verursachen können, führt dies zu einem Gefühl der Erleichterung. Der Haken dabei ist jedoch der, dass diese Strategie die Situation auf lange Sicht nur verschlimmern wird, wenn sie zur üblichen Reaktion wird, um mit deiner Angst umzugehen.

Wenn wir bestimmte Situationen ständig vermeiden oder vor ihnen weglaufen, hindert uns das daran, zu überprüfen, wie harmlos sie sein könnten. Anstatt uns dem Problem zu stellen, schauen wir weg und belassen die Angst in unserem Inneren.

Egal wie beängstigend ein Ereignis sich in unseren Gedanken auch abspielen mag, das Beste ist, es geschehen zu lassen. Denn nur auf diese Weise können wir sehen, ob von ihm eine echte Gefahr ausgeht. Wenn wir stattdessen weglaufen wird dies nur unsere irrationalen Ideen aufrechterhalten, wodurch unsere Angst wiederum erheblich zunimmt.

Darüber hinaus schränkt Vermeidung unser Leben auf eine Art und Weise ein, die negative Auswirkungen auf unsere Stimmung haben und noch mehr Probleme verursachen kann.

6. Fakten über die Angst: Die Masken, die sie verbergen

Dies ist eine der merkwürdigsten Fakten über Angst. In bestimmten Fällen kann Angst der Grund für einige Emotionen, wie Traurigkeit, Wut und sogar Schmerz sein. Sie kann sich jedoch auch hinter folgenden Dingen verbergen:

  • zögerlichem Verhalten
  • Schlafmangel oder übermäßigem Schlaf
  • dem unaufhörlichen Bedürfnis zu essen oder einem Mangel an Hunger

Es gibt jedoch auch eine stille und ausdruckslose Art von Angst. Die Menschen, die darunter leiden, sehen normalerweise cool, ruhig und gesammelt aus, obwohl sie innerlich voller Angst sind. Viele von ihnen wissen vielleicht nicht einmal, dass sie Angst haben.

Die Pflege eines Gefühls der Hoffnung kann helfen, Angstzustände abzubauen

7. Ein Gefühl der Hoffnung kann helfen, Angstzustände abzubauen

Der ängstliche Geist ist fast immer der festen Überzeugung, dass das, was kommen wird, gefährlich und bedrohlich ist, insbesondere wenn es unbekannt ist. Die Angst vor Unsicherheit kommt auch viel häufiger vor, als du vielleicht denkst. Ob du es glaubst oder nicht, die meisten Menschen auf der Welt fühlen sich in Bezug auf ihre Zukunft unsicher.

Obwohl es verschiedene Ansätze und Therapien für die Behandlung von Angstzuständen gibt, gibt es auch Strategien, die nützlich sein können. Ein Beispiel dafür ist es, ein Gefühl der Hoffnung zu pflegen.

Der Psychologe und Professor Matthew Gallagher, von der Universität Houston, und sein Forschungsteam führten eine Studie durch, die zeigte, dass die Arbeit für ein Gefühl der Hoffnung in der Therapie eine große Unterstützung sein kann. Denn sie hilft der betroffenen Person dabei, ihre Denk-, Gefühls- und Wahrnehmungsweise zu ändern.

Denke mal darüber nach: Tatsächlich ist Hoffnung das Gegenteil von Angst. Hoffnung bedeutet, darauf zu vertrauen, dass die Dinge nicht bergab gehen oder dass sie sich zumindest verbessern können. Es ist ein philosophischer, spiritueller und emotionaler Aspekt, der auch unsere Widerstandsfähigkeit und unser Wachstum fördert.

8. Fakten über die Angst: Das Gewicht der Anforderungen an uns selbst kann schwer wiegen

Mit uns selbst anspruchsvoll zu sein ist kein Problem. Tatsächlich kann es uns helfen, als Individuen zu wachsen, da es uns dazu drängt, besser zu werden. Doch was ist dann das Problem? Wenn wir zu anspruchsvoll mit uns selbst sind, kann dies unseren internen Dialog ändern – von regulär zu katastrophal.

Manchmal geht es nicht darum, was wir fordern, sondern wie wir es fordern. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, während unseres Wachstumsprozesses gütig mit uns selbst zu sein. Denn die Anforderungen an uns selbst schaden, wenn wir sie in einer destruktiven Weise stellen.

Darüber hinaus sind die Forderungen an uns selbst etwas, mit dem man vorsichtig sein muss. Einerseits können sie die Entwicklung einer Person fördern, während sie andererseits zu noch mehr Angst führen können. Das Problem liegt in den Sätzen „Ich muss“ und „Ich sollte“. Lass diese Ideen jedoch nicht definieren, wie du sein und wie du dich verhalten solltest. Selbstbewusstsein ist wichtig, um den richtigen Weg zu wählen.

Wenn du außerdem glaubst, dass du nie gut genug bist, ist dies ebenfalls eine endlose Qual. Sobald du dich in diesem Teufelskreis wiederfindest, ist es extrem schwierig, wieder aus ihm auszubrechen. Das Schlimmste an diesem Gedankengang ist, dass auch hier die Angst die Hauptfigur ist.

Dies sind nur einige Fakten über die Angst. In Wirklichkeit ist die Welt dieser Krankheit ebenso mysteriös wie komplex. Mit der Zeit werden immer mehr Forschungsarbeiten entwickelt werden, die uns umso überraschendere Informationen darüber liefern werden. Angst ist der emotionale Zustand, den wir alle respektieren und studieren müssen, um uns selbst und andere besser zu verstehen.

  • Hofmann, S. G., Sawyer, A. T., Witt, A. A., & Oh, D. (2010). The Effect of Mindfulness-Based Therapy on Anxiety and Depression: A Meta-Analytic Review. Journal of Consulting and Clinical Psychology78(2), 169–183. https://doi.org/10.1037/a0018555