7 Zitate, die dir helfen, zu vergeben

· 14. Juli 2018

Vergebung ist ein Akt der Frömmigkeit, aber vor allem der Befreiung; für denjenigen, der sie erfährt, aber vor allem für denjenigen, der sie gibt. Das Ausüben der Großzügigkeit ist grundlegend, um seine emotionale Stabilität zu bewahren, alte Kapitel abzuschließen und sich für Neues zu öffnen. Es ist sehr kompliziert, sich gut zu fühlen, während man Groll hegt, und aus diesem Grund haben wir heute einige Zitate mitgebracht, die dir helfen sollen, zu vergeben.

In vielen Fällen ist es nicht einfach, jemandem zu vergeben, der uns verletzt hat, besonders wenn unser Inneres nach Rache verlangt oder unsere Taten diesen Groll sogar noch fördern können. Noch schwieriger ist es, wenn die Wunde von jemandem verursacht wurde, den wir lieben oder den wir sehr schätzen. Deshalb ist Vergebung, wie gesagt, ein Akt der Großzügigkeit, die Lösung eines inneren Dialogs mit sich selbst, von Angesicht zu Angesicht.

Somit ist die Vergebung also eine noble Handlung, die als Ergebnis eines Versöhnungsprozesses erreicht wird. Sie impliziert einen neuen Pakt, welcher bedeutet, dass jene Verhaltensweisen, die das Problem ausgelöst haben, nicht erneut auftreten werden. Es lohnt sich auf jeden Fall. Für uns selbst und für andere. Nun stellen wir sieben Zitate vor, die dir helfen werden, zu vergeben.

„Es gibt nichts Schlimmeres für den Kopf und damit für den Körper, als Angst, Schuld, Groll und Kritik, die dich zum Richter und Komplizen dessen machen, was du absolut nicht magst.“

Facundo Cabral

Vergeben ist nicht einfach

Eines der Zitate, das dir helfen soll, zu vergeben, entstammt Benjamin Franklins Feder. Es besagt: „Die drei schwierigsten Dinge auf dieser Welt sind: ein Geheimnis zu bewahren, einen Fehler zu vergeben und die Zeit zu nutzen.“

Vergebung ist niemals einfach, weder für den einen noch für den anderen Beteiligten. Sie erfordert immer Größe. Für denjenigen, der um Vergebung bittet, weil er sich seinen Fehler eingestehen und sich dazu verpflichten muss, das Unrecht nicht zu wiederholen. Aber auch für den, der vergibt, weil sie Gutmütigkeit, Großzügigkeit und Verständnis für die Schwächen anderer bedarf.

Paar, das sich bei Sonnenuntergang an den Händen hält

Mahatma Gandhi hinterließ viele Zitate, die dir helfen können, zu vergeben. Vergebung war die Grundlage seiner ganzen Lebensphilosophie. Eines seiner Zitate besagt: „Die Vergebung ist der Mut der Mutigen. Nur derjenige, der stark genug ist, um einen Fehler zu vergeben, weiß, wie man liebt.“
Gandhi stellte eine Verbindung zwischen Vergebung und Liebe her. Denn für beides, Liebe und Vergebung, benötigt man Stärke. Genauso sah es auch Martin Luther King, der sagte: „Wer nicht vergeben kann, ist unfähig zu lieben.“ Liebe baut auf der Fähigkeit zur Vergebung – und Vergebung baut auf der Fähigkeit zu lieben.

Zu vergeben ist ein Segen

William Shakespeare bietet uns eine Vision der Vergebung, die ihre Reichweite offenbart. Vergebung wirkt sich nicht nur positiv auf jene Personen aus, die sie erhält, sondern auch auf jene, die sie gewährt. Eines seiner Zitate lautet: „Die Vergebung fällt wie sanfter Regen vom Himmel auf die Erde. Er enthält doppelten Segen. Er segnet denjenigen, der ihn gibt, sowie denjenigen, der ihn empfängt.“

Wenn wir verzeihen, gewinnen wir an Größe. Wir stellen uns über den erlittenen Schaden und versuchen, mit dem anderen Frieden zu schließen. Dies geschieht sozusagen zu Gunsten desjenigen, dem vergeben wird, denn auch er wächst, wenn er seinen Fehler anerkennt und zugibt, dass sein Verhalten nicht akzeptabel war.

Kraniche fliegen aus einem Boot

Einer der wichtigsten Gründe, zu vergeben, ist die Tatsache, dass alle Menschen Fehler machen. Daran erinnert uns ein Zitat von Jacinto Benavente: „Zu vergeben lernt nur, wem auch schon viel vergeben werden musste.“  Wir alle sind Menschen und früher oder später werden wir alle um Vergebung bitten müssen.

Auf der anderen Seite gibt es auch diejenigen, die sich selbst beschuldigen und exzessiv bestrafen, wenn sie einen Fehler machen. Diejenigen, die sich ewig verdammt fühlen und sich für alles entschuldigen, was sie tun. In diesem Zusammenhang sagte Konfuzius: „Vergib all jenen, die sich selbst nicht vergeben können.“  Hierbei handelt es sich um ein Zitat, dass auf die Großzügigkeit des Geistes abzielt.

Durch Vergebung erlangen wir inneren Frieden

Demián Bucay erinnert uns auch an den großen Vorteil, der diejenigen zuteilwird, die anderen vergeben. Eine seiner Überlegungen weist darauf hin: „Nach einer Beleidigung ist der beste Weg, um den Frieden wiederzugewinnen sowie Freiheit und psychologisches Gleichgewicht zu erlangen, zu vergeben. Nur so können unsere Wunden heilen und wir verhindern, dass der Groll uns lähmt.“

Der letzte Satz enthält den Schlüssel zu innerem Frieden. Groll hat eine enorme Stärke und ernährt sich von sich selbst. Wenn er für eine lange Zeit bestehen bleiben, wird er uns lähmen. Er schränkt unser emotionales Leben ein und behindert unser Wachstum.

Frau steht im Feld und fühlt sich frei

Wer vergibt, sollte es von Herzen zu tun. Es ist nicht nur ein einfaches Ritual, um die Schuld zu beseitigen, sondern um den Stillstand zu beenden und ein Umdenken, das zum Wachstum aller Beteiligten führen soll, einzuleiten. Es wäre daher von Vorteil, diese Zitate immer zur Hand zu haben, um uns an den Sinn der Vergebung zu erinnern. Vergebung befreit uns und bringt uns voran.