Wie man geistigen Frieden erlangt

· 13. Januar 2016

Geistiger Frieden ist eine sehr wichtige Errungenschaft. Ich weiß, es scheint für einige ein enormer Meilenstein zu sein, diesen Zustand zu erreichen – also so gut wie unmöglich oder unrealistisch. Dennoch kennst du vielleicht ein paar Leute, die von sich behaupten, sie seien in Frieden.

Ich denke, in einigen Fällen ist es besser zu sagen: „Ich befinde mich im Gleichgewicht.“  Oft können jene Leute sich sogar in einem Konflikt oder einem Rechtsstreit befinden und sich dennoch im Gleichgewicht fühlen. Du lebst zwar auch unmittelbar in dieser immer stressigeren Welt, mit mehr Sorgen und Hektik, aber wenn es dir gelingen sollte, Frieden im Geiste zu erlangen, wirst du das Gefühl der Balance, von der ich spreche, erleben.

Was ist der Frieden des Verstandes?

Es ist ein stabiles Gleichgewicht, welches nach negativen Erfahrungen zurückgewonnen wird, oder die Fähigkeit, geradezu unbeeinflusst durch etwaige Konflikte zu gehen. Es ist wie ein Ball zwischen zwei Bergen. Mann könnte dich auf einen Berg stoßen und du würdest unmittelbar wieder in die (deine) Mitte – zwischen die zwei Berge – zurückrollen. Wenn der Stoß sehr heftig ist, kann es sein, dass du zwar für eine Weile auf und ab rollen wirst, aber du wirst dich wieder in deinem Gleichgewichtspunkt einfinden. Versuche nicht, auf einem Hochseil zu gehen, um nicht zu fallen, das wäre eine unsichere Methode.

Mentale Balance zu erreichen bedeutet konstante Arbeit, aber es gibt einige Schritte, die dir helfen können, diesen Zustand zu erreichen:

1. Vereinfache dein Leben. Hab weniger Dinge, um die du dich sorgst. Denk immer daran, dass Qualität besser ist als Quantität. Dies gilt auch für Freundschaften – also verschwende deine Energie nicht weiter in jenen destruktiven Freundschaften, die dich ins Ungleichgewicht bringen.

Denke auch an materielle Dinge wie deine Kleidung. Beim Garderobenwechsel zum Wechsel der Jahreszeit, denk darüber nach, ob du dieses oder jenes Kleidungsstück überhaupt getragen hast und ob du es jemals wieder tragen wirst. Wahrscheinlich nicht. Dann spende es besser, oder schenke es jemandem. Dies wird die Arbeit des Garderobenwechsels jedes Mal erleichtern und andere erfreuen.

Wenn du etwas kaufst, frag dich, ob es wirklich notwendig ist. Lass nicht zu, dass Werbung oder Mode dich zu sehr beeinflussen können. Auf diese Weise wirst du deine Aufmerksamkeit besser auf die wichtigeren Dinge richten und dich auf diese konzentrieren. Befreie dich!

2. Denke an die Gegenwart und besser nicht an die Vergangenheit. Wenn diese nicht gut war, versuch jetzt, die Dinge zu berichtigen, aber ohne dich zu beschweren. Arbeite an deiner Gegenwart und sorge dich auch nicht zu viel über die Zukunft, denn gerade von dem, was du jetzt tust, hängt deine Zukunft ab. Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt und versuche, dabei soviel wie möglich wahrzunehmen und zu genießen.

3. Sei dankbar und lächele. Betrachte das Glas immer als halb voll und nicht als halb leer. Sei dankbar für das, was du gerade hast, selbst für die kleinsten Dinge. Sei auch dir selbst, deinen Eltern und deiner Familie dankbar und gib ihnen Anerkennung. Achte auf das, was gut ist.

Schenke auch dem Bäcker oder der Kassiererin im Supermarkt ein Lächeln. So kannst du ihre und auch deine Stimmung anheben. Du wirst sehen, umso besser du mit Arbeitskollegen oder Bekannten, sogar mit Fremden umgehst, desto besser wirst du dich fühlen. Ein Lächeln vermittelt immer Ruhe, Freude und eine gute Ausstrahlung.

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4. Bedenke immer, dass alles vorübergeht. Egal ob du dich gerade in einem guten oder schlechten Moment befindest – hast du eine schöne Zeit, so genieße sie, und in schlechten Tagen, bedenke dass auch diese Situation vergänglich ist. Die Zeit vergeht.

Eine sehr gute Übung in schwierigen Situationen ist, zu versuchen, jemand anderes zu sein. Wie würde diese andere Person die jetzige Situation lösen? Es ist wichtig, die Dinge auch aus einer anderen Perspektive zu sehen und die Ruhe nicht zu verlieren.

Versuche so gut es geht, in deinem Zentrum zu bleiben. Atme tief durch und begib dich in eine für dich beruhigende Umgebung. Die Zeit wird alles regeln.

5. Beende, was du begonnen hast, und schließe die Zyklen deiner Studiengänge, Arbeit, Liebe, usw. ab. Auch die der Trauer. Angefangenen und nicht abgeschlossenen Belangen solltest du zum für dich richtigen Zeitpunkt auch ein Ende geben. Geh hierbei mit Geduld vor und sei auch geduldig mit dir selbst. Es ist wichtig, manche Dinge bewusst zu beenden, um weiterzukommen.

Diese Schritte sind der Schlüssel. Bedenke, dass alles von dir abhängt. Du bist es, der den inneren Frieden sucht und dabei sollte dich das, was in der Außenwelt vor sich geht, nicht beeinflussen.

Lebe in der Gegenwart

Meistens leben wir in Besorgtheit, weil wir zu viel über die Vergangenheit grübeln und Dinge bereuen, anstatt in der Gegenwart zu leben. Der geistige Frieden ändert dies. Er ermöglicht es dir, die für die Gegenwart unnützen Dinge gehen zu lassen und zu lernen, das, was im Hier und Jetzt geschieht, zu genießen. Sich übermäßig zu sorgen ist nicht positiv und nicht gesund, also versuche, möglichst viele Sorgen und schlechte Gewohnheiten aus deinem Leben zu verbannen.