7 großartige Zitate von Seneca

13. August 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Zitate von Seneca - Bild von Seneca

Bestimmt hast du schon vom römischen Philosophen Seneca gehört, vielleicht aber noch keine seiner Schriften gelesen? Wie dem auch sei, du kannst dich an unserem Artikel über jene großartige Zitate von Seneca erfreuen, die die Zeit überlebt haben, weil sie wahre Perlen der Weisheit sind. Wie könnte es auch anders sein bei einem der berühmtesten Männer des Römischen Reiches, dessen Schriften seine Zeitgenossen stark beeinflussten.

Der Höhepunkt von Senecas Phrasen ist stets ihre ethische Botschaft. Fast alle seine Schriften und in der Tat sein Leben selbst sind ein Modell für Moral. Er gehörte der philosophischen Schule des Stoizismus an, die für Mäßigung eintrat, in Zeiten, in denen Exzesse an der Tagesordnung waren. Die eindrucksvolle Intelligenz und die Redefähigkeit dieses großen Denkers hat auch deshalb viele Verschwörungen gegen ihn und auch Eifersucht hervorgerufen.

„Wenn du dich der Natur unterwirfst, wirst du nie arm sein; wenn du dich der Meinung unterwirfst, wirst du nie reich sein.“

Seneca

Hier sind nur einige dieser Zitate von Seneca, die er seiner Nachwelt hinterlassen hat.

1. Zu wagen oder nicht zu wagen

Einer der bekanntesten Sätze von Seneca besagt Folgendes: „Nicht weil es unerreichbar ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es unerreichbar.“ Das ist eine einfühlsame Reflexion, die umso beeindruckender ist, wenn man bedenkt, dass sie seit mehreren Jahrtausenden Gültigkeit besitzt.

Auf einem Drahtseil gehen

Senecas Botschaft hierin ist, dass die Dinge in unseren Köpfen viel komplizierter sein können als in der Realität selbst. Er verstand, dass Menschen aufgrund von Angst dazu neigen, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

2. Von Wellen und Wellenreitern

Das ist ohne Zweifel einer der schönsten Sätze, die Seneca geschrieben hat: „Warum über das Meer klagen, wenn ihr wieder auf seinen Wellen reitet?“  In diesem kurzen Zitat können wir seine poetische Fähigkeit, seine Sensibilität und seinen Realismus erkennen.

Das Sprichwort bezieht sich auf die Tatsache, dass wir keinen Grund haben, uns über das zu beschweren, was wir für uns nutzen, ja aktiv suchen. Er weist zudem darauf hin, dass das erste Mal vielleicht entschuldbar ist, aber dass das nicht mehr gilt, wenn wir dasselbe noch einmal tun. Auch in unserem Leben finden sich unzählige Beispiele für Beweggründe, Aktivitäten und Argumente, die wir an anderen kritisieren, aber selbst nutzen.

3. Versteckter und offener Hass

Wenn Seneca sich mit einer Sache auskannte, dann war es der Hass. Er war nie ein Mann der Verschwörung und trotzdem weckte seine Intelligenz und Gewandtheit Verdacht, Neid und Vorsicht.

Frau mit Vögeln über dem Kopf

Vielleicht ist das der Grund, warum eines der Zitate von Seneca lautet: „Versteckter Hass ist schlimmer als offener Hass.“  Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir diese Wahrheit alle irgendwann einmal erlebt haben. Oft ist der bitterste Hass nicht der sichtbare.

4. Der Wert von Schwierigkeiten

Als guter Stoiker legte Seneca großen Wert auf Schwierigkeiten. Er hat ihnen keine negative Bedeutung zugeschrieben, noch hat er sie vermieden. Ganz im Gegenteil. Er argumentierte, dass Probleme eine Quelle für Wachstum und Fortschritt seien.

Dies ist im folgenden Zitat wunderbar festgehalten: „Schwierigkeiten stärken den Geist, wie die Arbeit mit dem Körper.“  Mit anderen Worten, Seneca sieht Schwierigkeiten als Chance, die Fähigkeit zum Denken zu trainieren und zu entwickeln.

5. Umgang mit Zorn

Hier ist eine weitere dieser Phrasen, die uns durch ihre Einfachheit und Tiefe überrascht: „Das beste Mittel gegen Zorn ist Aufschub.“  Zeit bietet eine perfekte Lösung für uns, um mit Wut umzugehen. Es ist eine einfache und äußerst wirksame Formel für diejenigen, die sie in die Praxis umsetzen. Denn es ist eine Praxis, die nie scheitert.

In den meisten Fällen lässt sich Wut einfach mit einer kleinen Pause kontrollieren. Bleibe einfach ein paar Minuten ruhig und gelassen. Die Ruhe kehrt zurück und so müssen wir keine Dinge sagen, die wir in Zukunft bereuen.

6. Die Tapferkeit des Lebens

Senecas Leben war sicherlich kein Spaziergang. Besonders nicht während der Herrschaft von Caligula, der ihn aus Eifersucht grausam verfolgte. Dasselbe geschah mit Nero, einem Schüler von ihm, der ihn schließlich zum Tode verurteilte.

Hinzu kommt, dass Seneca immer unter schlechter Gesundheit, besonders unter Asthmaanfällen, gelitten hat. Vielleicht wegen all dessen besagt einer seiner Sätze, der in die Geschichte eingegangen ist, Folgendes: „Manchmal ist sogar das Leben ein Akt der Tapferkeit.“

7. Die Logik guter Gewohnheiten

Seneca machte hier eine sehr weise und einfühlsame Aussage zum Thema gute Gewohnheiten. Er sagte Folgendes: „Gute Gewohnheiten ergänzen sich gegenseitig, und deshalb halten sie an.“  Wie so oft fasst er in diesem kurzen Satz eine Welt der Weisheit zusammen.

Was er anspricht, ist, dass gute Gewohnheiten keine isolierten Realitäten sind. Eine gute Angewohnheit überlebt nicht inmitten mehrerer negativer Gewohnheiten. Für Stabilität bedarf es Konsistenz und Kohärenz.

Frau im Weizenfeld

Es gibt hunderte Zitate von Seneca und alle sind gleichermaßen außergewöhnlich. Es ist nicht verwunderlich, dass seine Gedanken die Barrieren der Zeit durchbrochen haben, und dass sie für die Zeiten, in denen wir jetzt leben, absolut gültig sind.

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