7 Fragen, die dir dabei helfen können, dein Leben zu verändern

30. Dezember 2016 en Emotionen 471 Geteilt

Manchmal finden wir keine Antworten, weil wir nicht wissen, wie wir die Fragen formulieren sollen. Wir tauchen in das Abenteuer ein, große Fragezeichen hinter Fragen zu setzen, die mit allgemeinen und tiefgründigen Themen zu tun haben, doch letztendlich führt uns das nirgendwo hin. Zum Beispiel kann die Frage „Welchen Sinn hat mein Leben?“  dazu führen, dass wir uns noch mehr in diesem Fragendschungel verlieren.

Auf große Fragen folgen große Antworten. Aber gibt es einen Unterschied zwischen „großen Fragen“ und „großen Unbestimmtheiten“? Letztere sind noch schwieriger zu beantworten, weil sie zu viele Variablen zur gleichen Zeit enthalten, denen keine Grenzen gesetzt sind.

„Manchmal verbringen wir Jahre damit, ohne überhaupt gelebt zu haben, und plötzlich konzentriert sich unser ganzes Leben auf einen einzigen Moment.“

Oscar Wilde

Aus diesem Grund können wir schneller eine Antwort finden, wenn wir eine Frage richtig formulieren. Im weiteren Verlauf möchten wir dir 7 vor-formulierte Fragen vorstellen, damit du dein momentanes Leben bewerten und herausfinden kannst, ob dein Weg in die richtige Richtung geht oder ob es an der Zeit ist, etwas zu tun, um die Richtung zu ändern und einen neuen Weg einzuschlagen. Das ist keine Prüfung, nimm dir deshalb die Zeit, die du brauchst, um sie zu beantworten.

1. Was würdest du in deinem Leben ändern, wenn du nur noch zehn Jahre zu leben hättest?

Das ist direkt eine dieser großen Fragen… Nahtoderfahrungen verändern das Leben vieler Menschen. Unser Leben ist nicht unendlich, aber gewöhnlich leben wir so, als wäre es das. Gedanken über den Tod schieben wir vollkommen beiseite, trotz der Tatsache, dass er das einzig Sichere in unserer Zukunft ist.

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Wenn wir uns wieder daran erinnern, dass alles irgendwann ein Ende hat, werden uns all die Dinge erst richtig bewusst, die für uns wirklich von Bedeutung sind. Wenn du dich traust, diese Frage ganz offen und ehrlich zu beantworten, kannst du deine Prioritäten im Leben auf einer ganz anderen Ebene ordnen, was dich letztendlich glücklicher macht.

2. Welchen Ratschlag würdest du einem Neugeborenen geben?

Bevor du diese Frage beantwortest, solltest du gut darüber nachdenken. Diese Frage berücksichtigt alle Erfahrungen, die du, seitdem dein Herz zu schlagen begann, gemacht hast. Sie entspricht einer Zusammenfassung deiner Erfahrungen und dessen, was du aus ihnen gelernt hast.

Das Interessante dabei ist, dass du, nachdem du deinen „Kelch der Weisheit“ gefüllt hast, kohärent in Bezug auf diesen Ratschlag sein solltest, den du diesem imaginären Neugeborenen geben würdest. Handelst du schon kohärent zu deinem Wissen oder musst du erst noch damit anfangen?

3. Mal ganz abgesehen vom Kalender, welches Alter würdest du dir in diesem Moment in deinem Leben geben?

Unser Alter ist etwas Relatives, auch wenn man uns immer in eine Schublade stecken möchte, wenn wir sagen, wie alt wir sind. Genau genommen gibt es seit unserer Geburt in unserem Inneren ein Kind, einen Jugendlichen, einen Erwachsenen und einen Rentner.

Jedoch ist es häufig so, dass eine dieser Altersstufen in einem bestimmten Moment unserer Existenz überwiegt. Daher ist die Frage vollkommen legitim: Wie alt bist du wirklich und welches Gefühl gibt dir die Tatsache, dieses Alter zu haben?

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4. Was war der größte Fehler deines Lebens und wie hast du ihn gelöst?

Die Haltung, die wir gegenüber einem Fehler einnehmen, verrät viel darüber, wer wir in Wahrheit sind und wie wir unsere Existenz leben. Sowohl ein Fehler als auch die Art, ihn zu lösen, geben dir Aufschluss darüber, wer du bist, um dich selbst besser zu verstehen.

Wenn du überlegst, welches der größte Fehler in deinem Leben war, sind deine größten Schwächen sicherlich ein guter Anhaltspunkt. Aber wenn du darüber nachdenkst, wie du ihn gelöst hast, erlaubt dir das, hinter die Kulissen zu schauen, um herauszufinden, wie du für gewöhnlich mit Schwierigkeiten umgehst.

5. Was würdest du gern tun, tust es aber nicht, weil du Angst davor hast, verurteilt zu werden?

Der Blick und die Meinung anderer können uns in unserem Handeln stark einschränken. Manchmal ist das gesund und bedeutet schlichtweg, dass wir ein Level erreicht haben, an dem wir eine gesunde Anpassungsfähigkeit hinsichtlich unseres Umfeldes entwickelt haben.

Doch andere Male verbirgt sich hinter dieser Anpassung die große Angst davor, verurteilt zu werden. Wir handeln dann nicht gemäß dessen, woran wir wirklich glauben, sondern wir verhalten uns anders, weil wir fürchten, was unsere Mitmenschen sagen könnten. Die Antwort auf diese Frage bringt dich deinen unterdrückten Gefühlen näher.

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6. Welche fünf Dinge hast du im letzten Jahr getan, an die du dich den Rest deines Lebens erinnern wirst?

Mit dieser Frage kannst du beurteilen, ob du momentan – was relevante Ziele angeht – zielorientiert lebst oder ob du von deinem Weg abgekommen bist. Mit relevanten Zielen sind nicht diejenigen gemeint, die ein riesiges Projekt sind, sondern die für dich in deinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Wenn du diese Liste ganz leicht erstellen kannst, lebst du bestimmt ein intensives Leben. Aber wenn du andererseits Schwierigkeiten dabei hast, fünf Ereignisse zu notieren, ist vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, deine Handlungsweise zu analysieren. Es könnte ja sein, dass du dich ein wenig selbst verloren hast.

7. Welche Arbeit würde dich vollkommen erfüllen? Wenn es nicht schon deine momentane Tätigkeit ist, wieso wäre es dann diese andere?

Jeder Mensch sollte den Vorsatz haben, einer Arbeit nachzugehen, die er liebt. Die Arbeit ist nicht nur ein Grundpfeiler unseres Überlebens, sondern auch unsere mentalen Gesundheit. Deshalb ist der berufliche Aspekt größtenteils für unser Wohlbefinden verantwortlich.

Möglicherweise ist es jetzt an der Zeit, darüber nachzudenken, ob du das, was du tust, wirklich liebst. Hast du einen Job, den du tatsächlich magst? Hast du schon den halben Weg hin zu deiner Lieblingstätigkeit zurückgelegt? Oder hast du dich einfach mit deiner Arbeit, die dir keinen Spaß macht, abgefunden, und versuchst gar nicht mehr, etwas daran zu ändern?

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Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Christian Schloe

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