5 Zitate von Niccolò Machiavelli

20. Mai 2019

Niccolò Machiavelli ist als bedeutender Philosoph bekannt und seine Person wird normalerweise der italienischen Renaissance zugeschrieben. Doch er war auch Diplomat, Beamter und Schriftsteller mit großem Bekanntheitsgrad in seiner Zeit. Im Laufe dieses Artikels wollen wir einige der Zitate von Niccolò Machiavelli entdecken, die es uns ermöglichen, seiner Denkweise ein bisschen näherzukommen und ihn auf diese Art und Weise besser kennenzulernen.

Solltest du noch nichts über ihn gelesen haben, empfehlen wir dir sein Buch Der Fürst,  eine Abhandlung über die politische Lehre, die erst Jahre nach dem Tod Machiavellis an die Öffentlichkeit kam. Wenn dir die Politik und der Fokus, auf den seine Philosophie ausgerichtet sind, gefällt, wird dir dieses Buch, das vom Vater der moderenen Politikwissenschaft verfasst wurde, eine große Freude sein.

1. Es gibt immer Probleme beim Erreichen von Zielen

„Nichts Großartiges konnte jemals ohne Gefahr erreicht werden.“

Dieses erste der Zitate von Niccolò Machiavelli erlaubt es uns, die Angst, die uns manchmal daran hindert, Maßnahmen zu ergreifen, um bestimmte Ziele zu erreichen, in einem anderen Licht zu betrachten. Wir sprechen von einer Angst, die uns lähmen kann und uns nicht das tun lässt, was wir uns wirklich für unser Leben vorstellen.

Genau deswegen erinnert uns Machiavelli daran, dass es bei den größten Erfolgen immer ein Risiko gegeben habe – ein Risiko, das er als eine Gefahr bezeichnete, die zu überwinden immer Mut und Beharrlichkeit erfordert. Wenn es Schwierigkeiten geben sollte, erlaubt uns dieser Umstand, auf unserem Weg zu wachsen und zu lernen.

Mann, der auf eine große Welle im Meer blickt

2. Der Schein trügt

„Jeder sieht, was du zu sein scheinst, doch nur wenige erfahren, was du wirklich bist.“

Dieses Zitat ist äußerst wichtig, da wir uns oftmals nicht bewusst sind, dass wir uns eine Maske aufsetzen, um das Bild, das wir der Welt von uns zeigen, zu verbessern. Ist es nicht so, dass wir uns gegenüber unseren Geschwistern anders verhalten als gegenüber unserem Chef bei der Arbeit? Warum denken so manche unserer Mitmenschen immer, dass wir schüchtern seien, während uns jene, denen wir wirklich vertrauen, niemals als zurückhaltend bezeichnen würden?

Unsere Eltern und unsere Geschwister kennen uns seit unserer Kindheit, sie kennen uns in guten als auch in schlechten Zeiten. Doch was ist mit den anderen? Es ist durchaus möglich, dass sich ein großer Teil dieses Unverständnisses vom Tragen eben jener Maske ableitet.

3. Zu handeln ist immer besser

„Es ist besser, zu handeln und es zu bereuen, als nicht zu handeln und es zu bereuen.“

Dieses dritte der Zitate von Niccolò Machiavelli behandelt ein sehr wichtiges Thema und ermöglicht es uns, nochmals die Angst aufzugreifen, über die wir bereits weiter oben gesprochen haben. Wir beziehen uns erneut auf jene Angst, die unser Leben diktiert und uns daran hindert, das zu tun, was wir eigentlich tun wollen.

Die Grenzen, die wir uns selbst in vielen Situationen setzen, würden problemlos verschwinden, wenn wir die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten würden. Denn sie existieren nur in unserem Kopf und sind möglicherweise viel schädlicher als alle physischen Grenzen, auf die wir tatsächlich stoßen können.

4. Alles in angemessenem Maß

„Auf dass das übertriebene Vertrauen sich nicht in Unbedachtheit verwandelt und das übertriebene Vertrauen einen nicht unerträglich werden lässt.“

Wer hat nicht schon einmal erkannt, dass er sich in Richtung eines Extremes bewegte? Wenn wir jemandem übermäßig stark vertrauen, kann uns dies allerdings daran hindern, zu sehen, dass wir manipuliert werden, damit unser Gegenüber seine Ziele erreichen kann.

Wie Machiavelli zu Recht betont, ist es in Ordnung, jemandem Vertrauen zu schenken, aber eben in angemessenem Maße. Denn die Enttäuschungen, die wir sonst hinnehmen müssen, wenn die Person doch nicht dem von uns definierten Profil entspricht, kann uns hin zu einem anderen Extrem führen, zur Intoleranz.

Frau, die ihrem Partner nicht ganz vertraut

5. Veränderungen öffnen Türen

„Eine Veränderung ebnet den Weg für den Beginn von etwas Neuem.“

Dieses letzte unserer Zitate von Niccolò Machiavelli spricht über Veränderungen und deren Bedeutung. In der heutigen Zeit neigen wir dazu, den Wandel zu fürchten, da wir glauben, dass das, was wir bereits kennen, besser wäre als alles, was kommen könnte. Diese Unsicherheit, die die Zukunft mit sich bringt, ist aber Teil des Lebens und wir sollten sie akzeptieren.

Denn immer dann, wenn sich etwas verändert, besteht die Möglichkeit, dass wir Verbesserungen erfahren. Auch im Rahmen der ständigen Anpassung an die Lebensumstände sind Veränderungen notwendig, einschließlich der, die in uns selbst stattfinden. Können wir uns wirklich vorstellen, unser ganzes Leben lang der gleiche Mensch zu bleiben, immer das Gleiche zu denken und immer den gleichen Verhaltensmustern zu folgen? Ohne Wandel gibt es keine Entwicklung.

Wir hoffen, dass euch diese Zitate von Niccolò Machiavelli nicht nur ermöglicht haben zu reflektieren, sondern euch auch an die Denkweise dieses Philosophen herangeführt haben.

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  • Ruiz, J. J. (2013). Nicolás Maquiavelo en el pensamiento político del Siglo de Oro español. Revista de estudios histórico-jurídicos, (35), 771-781.
  • Schenoni, L. L. (2007). El concepto de lo político en Nicolás Maquiavelo. Andamios4(7), 207-226.