5 Vorteile eines Rückzugs in die Meditation

2. Mai 2019

Wie viel Zeit widmest du ausschließlich dir selbst? Die meisten Leute würden wohl antworten, dass sie sich aus ihrem stressigen Arbeitsalltag oder von der Familie zu Hause keine Auszeit nehmen, dass sie keine Zeit für sich selbst haben. Sicher haben wir alle Verpflichtungen, aber manchmal widmen wir unsere Zeit und unser Leben auch Dingen, die eher ablenken als erfreulich und bereichernd sind. Deshalb ist es so sinnvoll, von Zeit zu Zeit einen Rückzug in die Meditation zu vollziehen.

Ein Rückzug in die Stille der Meditation bedeutet das Verlassen deiner gewohnten Welt. Nutze diese Möglichkeit, um über dich und dein Leben nachzudenken, um dich selbst besser kennenzulernen und zu bewerten, wie du dich fühlst. Idealerweise sollte der Rückzug in die Meditation mindestens einen ganzen Tag dauern. Ebenso solltest du ihn allein und in Abgeschiedenheit ausführen. Wähle am besten einen Ort, an dem du in Ruhe sein und dich wohlfühlen kannst.

Hier sind fünf Vorteile eines solchen Rückzugs in die Meditation.

„Du kannst andere Menschen nach dem Weg des Lebens fragen … Aber denke daran, dass du dich dann auf die Reise eines anderen begibst und nicht auf deinen eigenen Pfad.“

Nanette Mathews

Die Einsamkeit beseitigt viele Ausreden

Wir verbringen viel Zeit mit anderen Menschen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Interaktionen, die wir mit ihnen haben. Ebenso sammeln wir Gedanken über andere: was sie uns erzählen, wie wir sie sehen, wie sie uns sehen, wie sie auf uns reagieren, usw. Zusammenfassend konzentrieren wir uns dabei fast immer auf das Äußere.

Bei einem Rückzug in die Meditation verschwinden diese äußeren Reize, weil wir uns von anderen distanzieren. Wir sind mit uns allein beschäftigt. Dies kann für manche Menschen unangenehm sein und sogar zu bedrückender Einsamkeit oder Hilflosigkeit führen. Wenn wir uns jedoch auf das konzentrieren, was wir erreichen wollen, verschwindet dieses Gefühl. Nach und nach tauchen wir in unser Inneres ein und geben uns selbst die Möglichkeit, eine andere Perspektive einzunehmen.

Stuhl in einem See

Wenn du einen Schritt zurückgehst, siehst du die Dinge aus einer anderen Perspektive

Indem wir uns für einen Tag von unserer täglichen Realität trennen, eröffnen wir andere Blickwinkel. Meditation erlaubt es uns, das ganze Bild zu sehen. Details mögen verschwinden, aber die gesamte Karte unseres Lebens wird klar erkennbar.

Unter diesen Bedingungen haben wir die Möglichkeit, uns selbst zu finden. Ein Rückzug in die Meditation gibt uns die Möglichkeit, zu sehen, ob wir uns dort befinden, wo wir sein wollen, oder ob wir noch sehr weit von diesem Ort entfernt sind. Er erlaubt uns auch, unsere Emotionen zu synchronisieren. Auf diese Weise können wir das Gesamtbild objektiver betrachten.

Mann am Meer mit Puzzlestück, das dem Ozean fehlt

Abschalten – Ein weiterer Vorteil eines Rückzugs in die Meditation

Abschalten bedeutet, vorübergehend von der modernen Technologie und unserer Routine Abstand zu nehmen. Von Zeit zu Zeit braucht das Gehirn Distanz zu diesen Reizen. Wenn du die Verbindung kappst, gibst du dem Gehirn die Möglichkeit, sich langsam neu zu organisieren.

Du ermöglichst so einen Zustand der Entspannung und Gelassenheit. Dies bedeutet, dass du langsamer wirst und dir Zeit lässt, um deine Emotionen, Gefühle und Gedanken aufzunehmen. Zweifellos fühlst du dich durch diese Entschleunigung ruhiger und erreichst ein verstärktes Gefühl der Kontrolle.

Reaktiviere verdrängte Gefühle

So wie es einige Emotionen gibt, die während eines Rückzugs in die Meditation weniger intensiv werden, treten andere subjektive Realitäten, wie zum Beispiel unterdrückte Gefühle und Emotionen, wieder an die Oberfläche.

Wenn du Zeit in dich selbst investierst, lässt du dein wahres Selbst zum Vorschein kommen. Dabei kommen Erinnerungen hoch, von denen du dachtest, du hättest sie schon längst vergessen. Das liegt daran, dass deine innere Stimme während eines Rückzugs in die Meditation nicht mit anderen Stimmen um dich herum konkurrieren muss.

Dich ausruhen

Beim Ausruhen geht es nicht darum, inaktiv zu sein oder sich mit Ablenkungen zu beschäftigen, denn tatsächlich ist psychische Müdigkeit viel schwerwiegender als körperliche Müdigkeit. Du ruhst dich nicht wirklich aus, wenn dein Verstand den täglichen Sorgen nicht ausweichen kann und sie nicht durch kreative und befreiende Aufgaben ersetzt. Während der Meditation erholt sich insbesondere dein Geist.

Frau, die im Wald meditiert

Zusammenfassend ist es sehr ratsam, einige Tage im Jahr einen Rückzug in die Meditation durchzuführen. Beim Meditieren geht es darum, dich zu beruhigen und nachzudenken. Die Meditation ist ein Geschenk, das zeigt, dass du dich selbst liebst und für dich sorgst.