5 unwiederbringliche Momente, die wir niemals vergessen werden

12, August 2017 en Psychologie 154 Geteilt

Das Leben besteht aus Momenten und einige dieser sind absolut unvergesslich, teilweise auch gerade deshalb, weil sie sich nicht wiederholen werden. Wir erleben vielleicht etwas Schöneres oder Schlimmeres, aber niemals erleben wir diesen entscheidenden Moment in unserem Leben, der uns für immer veränderte, ein zweites Mal. Es handelt sich dabei um Augenblicke, die uns die Augen für etwas Transzendentales öffnen, das wir zuvor nicht kannten.

Diese Momente hinterlassen in uns eine tiefe Spur. Es kann sogar vorkommen, dass wir sie aus dem Bewusstsein verlieren, aber in unserem Unterbewusstsein sind sie für immer abgespeichert. Nicht immer sind diese Momente glücklicher Natur, doch auch die weniger angenehmen Gefühle verlassen uns nicht mehr. Sie geben der Gesamtheit unserer Erfahrungen einen tieferen Sinn.

„Manchmal kennst du den wahren Wert eines Momentes erst dann, wenn er zu einer Erinnerung wird.“

Dr. Seuss

Warum kann ein einzelner Moment hin und wieder entscheidender sein als eine ganze Zeitspanne? Das ist der Fall, wenn es sich um einen Schlüsselmoment in unserem Leben handelt, der uns etwas klarmacht. Solche Momente öffnen uns unsere Augen in Bezug auf etwas Unbekanntes. In diesem Sinn leiten sie eine neue Dimension ein und deshalb vergessen wir sie nicht. Aus diesem Grund möchten wir dir im weiteren Verlauf dieses Artikels fünf dieser Momente vorstellen, die wir niemals vergessen werden.

1. Einer dieser unvergesslichen Momente: Wenn wir das erste Mal eine Beziehung eingehen

Wenn wir das erste Mal der Partner eines anderen Menschen sind, haben wir bereits mehrere Jahre auf dieser Erde verbracht. Aber im Allgemeinen sind das noch zu wenige, um sagen zu können, dass dieser Moment einer der emotionalsten unseres Lebens ist. Die Tür zur Welt der partnerschaftlichen Liebe und Sexualität zu öffnen, bedeutet, eine der entscheidenden Phase unseres Lebens willkommen zu heißen.

Für gewöhnlich ist das, was uns an diesen Menschen bindet, keine tatsächliche Liebe, zumindest nicht im wahrsten Sinne des Wortes. Dennoch stellt dieser Moment eine erste große Herausforderung dar und ist gleichzeitig eine großartige Offenbarung. Die Herausforderung besteht darin, uns selbst als Partner auf die Probe zu stellen, und eine Offenbarung ist er, weil wir herausfinden, wie unsere Liebe anderen gegenüber aussieht. Danach werden wir nie wieder dieselben sein.

2. Unser erster bezahlter Job

Einer der unvergesslichsten Momente im Leben ist es, wenn wir das erste Mal für eine von uns getane Arbeit bezahlt werden. Damit sind nicht Aufgaben im Haushalt gemeint, die uns manchmal unsere Eltern auftragen, sondern eine offizielle Arbeit, die nichts mit der Familie zu tun hat.

Uns wird in diesem Moment bewusst, dass wir das erste Mal erfahren, was Autonomie und Freiheit bedeutet. Es ist, fast immer, ein Gefühl der puren Zufriedenheit. Wir verspüren das Gefühl, zu etwas fähig zu sein. Wenn die Bezahlung einigermaßen gerecht ist, verknüpfen wir die Arbeit mit etwas Positivem. Vielleicht ist das der Moment, in dem wir uns wirklich als Erwachsene fühlen.

3. Das erste Mal, das du deinen Vater hast weinen sehen

Der Vater ist eine Figur, die immer etwas Mystisches umgibt. Er ist in vielerlei Hinsicht das Familienoberhaupt, der Kapitän, der Anführer. Deshalb ist es ein unvergesslicher Moment, wenn wir unseren Vater das erste Mal weinen sehen. Durch seine Tränen wird etwas tief in uns erschüttert und wir verstehen, dass er, mehr noch als Vater, ein verletzlicher Mensch ist – so wie wir.

Manche haben ihren Vater noch nie weinen gesehen und andere haben ihren Vater überhaupt noch nie im Leben gesehen. Aber mit Sicherheit haben diese Menschen eine Autoritätsperson an ihrer Seite, die diese Figur symbolisch vertritt, auch wenn nicht immer auf eindeutige Art und Weise. Diese Person, die für uns Kraft symbolisiert, hat einen starken Einfluss auf unsere Gefühlswelt und ihre Stärke kann uns enorm beeindrucken. Wenn diese Menschen zusammenbrechen, erkennen wir, dass jeder Mensch zusammenbrechen kann.

4. Die Hilfe eines Menschen zu einem Moment unserer schlimmsten Zeit im Leben

Es ist ein unvergesslichster Moment, zu spüren, dass sich bezüglich einer zwischenmenschlichen Beziehung, eines Traumes oder einer anderen Angelegenheit jede Tür geschlossen hat. So glücklich und erfüllt ein Mensch auch sein mag, kann er solchen Momenten niemals entkommen. Es macht dann den Anschein, als gäbe es keinen Ausweg. Alles ist dunkel und wir wissen weder ein noch aus. Wir haben das Gefühl, als wäre da etwas, das wir nicht besiegen könnten, und wir fühlen uns unfähig.

In diesen Augenblicken, vor denen sich niemand verstecken kann, reicht uns jemand eine helfende Hand – jemand, von dem wir das erwarten, oder jemand ganz anderes. Manche sind mit einem Menschen an ihrer Seite gesegnet, der ihnen eine große Unterstützung und großzügige Hilfe anbietet. Andere haben jemanden, der ihnen nur ein Lächeln schenkt oder sie allein mit seiner Stimme besänftigt. Aber in jedem Fall wird diese Stimme, die Erleichterung verschafft, oder diese solidarische Geste zu einer wunderschönen und unvergesslichen Erinnerung.

5. Der Tod eines geliebten Menschen

Wir werden nie vergessen, wenn das erste mal die Tür des Todes vor uns aufgeht, vor allem wenn es das erste Mal einen Menschen trifft, den wir lieben. Einen geliebten Menschen tot zu sehen oder zu erfahren, dass er nicht mehr am Leben ist, verdeutlicht uns, dass das Leben nicht unendlich ist. Das erinnert uns daran, dass auch wir irgendwann sterben müssen und nicht ewig auf Erden wandeln.

Wenn ein sehr geliebter Mensch stirbt, gesellt sich zu dem Gefühl der Verlorenheit noch Trauer, was mit keinem anderen Gefühl vergleichbar ist. Es zeichnen sich ganz eindeutig die Worte „ein Verlust für immer“ ab. Wir verstehen dann, dass die Lebenszeit begrenzt ist und diese Momente bringen uns langsam bei, wie wir Lebewohl sagen.

All diese Momente beeinflussen unsere Emotionen. Sie alle drücken uns einen Stempel auf, der uns für immer prägt. Deshalb verspüren wir sie nicht nur, wenn wir sie erleben, sondern auch, wenn wir uns an sie erinnern. Sie sind da, in unserem Blut, und erinnern uns daran, wer wir sind, wo wir herkommen und dass unser Herz eines Tages aufhören wird, zu schlagen.

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