5 Dinge, die du tun kannst, um bessere Entscheidungen zu treffen

· 7. November 2016

Es ist egal, was du denkst, wie gut du Entscheidungen triffst, denn sicherlich hast du in deinem Leben auch schon falsch gewählt. Die Urteile, die wir jeden Tag fällen, werden oft von unglücklichen vergangenen Entscheidungen beeinflusst, von Vorurteilen, Emotionen und mentalen Abkürzungen, die uns weiter dazu verleiten, Fehler zu begehen.

Wenn es also an der Zeit ist, eine wichtige Entscheidung zu treffen, dann brauchen viele Menschen jede Hilfe, die sie kriegen können. Das Wichtigste dabei ist jedoch, gut vorbereitet zu sein, auf deine eigenen Mittel zu vertrauen und vor allem mit jeder Entscheidung zu üben, zu lernen.

1. Nimm die soviel Zeit, wie du brauchst

Es gibt ein allgemeines Sprichwort, das bestärkt, dass es wichtig ist, über Entscheidungen nachzudenken: „Schlaf mal drüber.“ Diese Metapher vermittelt uns, dass es hilft, ein bisschen Distanz zu gewinnen, indem wir mit einer Entscheidung einige Zeit warten, und um so etwas Ruhe zu bekommen und keine vorschnelle Wahl zu treffen. Tatsächlich ist es oft nicht so, dass uns vermehrtes Nachdenken dabei hilft, eine gute Entscheidung zu treffen, sondern einfach nur die Tatsache, dass wir uns ausruhen und dann einen frischen und befreiten Geist haben.

Aber wir haben nicht immer so viel Zeit, um Entscheidungen zu treffen. In diesen Fällen kann schon eine kurze Pause zu besseren Ergebnissen führen. Jüngste Studien haben gezeigt, dass kurze Pausen vor Entscheidungen zu besseren Ergebnissen führen.

Wenn du also das nächste Mal vor einer Entscheidung stehst, dann nimm dir einen kurzen Moment Zeit und konzentriere dich auf die vorhandenen Optionen. Lass dich nicht vom Impuls des Moments bewegen.

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2. Mach dir eine Liste von allen Vor- und Nachteilen

Sich eine Liste von allen Vor-und Nachteilen zu machen, wenn man einer Entscheidung gegenübersteht, ist eine alte Technik zur Entscheidungsfindung, die dir dabei hilft, zu visualisieren, was in den verschiedenen Szenarien passieren kann. Es ist eine gute Möglichkeit, sich vorzustellen, was passiert, wenn du weitergehst oder nicht, wenn du die eine oder die andere Option wählst.

Du kannst dir die Liste auf einem Stück Papier machen, indem du eine Mindmap-Software benutzt, oder du legst sie einfach in deinem Kopf an. Ein wenig nachzudenken, zusammen mit einer kleinen Pause, wird dir bewusst machen, wie wichtig es ist, über Dinge zu reflektieren.

Und wenn keine Zeit dazu ist? Wenn wir Entscheidungen gegenüberstehen, die schnell getroffen werden müssen, dann ist es nicht möglich, Mindmaps anzulegen. Es ist trotzdem wichtig, deinen Geist für diese Aufgabe zu trainieren, auch wenn es dabei um sehr simple Situationen geht. Tu das, um dieses Vorgehen zu einer Angewohnheit werden zu lassen, damit es dir leichter fällt, wenn du es wirklich anwenden musst. Dann geht es nämlich viel zügiger.

3. Lerne es, den Stress unter Kontrolle zu bekommen

Studien haben gezeigt, dass Stress einen Einfluss darauf hat, wie du Entscheidungen triffst. Dieser Einfluss ist oft negativer Natur. Eine Studie, die im Journal Current Directions in Psychological Science  veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Menschen in Stresssituationen dazu neigen, positiven Informationen größere Aufmerksamkeit zu schenken. Gleichzeitig verlieren sie dabei das Interesse an negativen Informationen.

Die Autoren dieser Studie schlagen vor, dass du dich, wenn du in Stresssituationen Entscheidungen treffen musst, mehr auf sämtliche Aspekte konzentrierst und die Aufmerksamkeit nicht von den Nachteilen ablenkst. Dazu ist es wichtig, deine Stresslevel unter Kontrolle zu behalten und Stress-Management zu erlernen. So kannst du gute Entscheidungen treffen.

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4. Arbeite an deiner emotionalen Intelligenz

Laut einer Studie, die von Forschern von der Universität Toronto (Kanada) durchgeführt wurde, fällen Menschen mit höherer emotionalen Intelligenz bessere Entscheidungen. Die Studie hat gezeigt, dass Menschen mit niedrigerer emotionalen Intelligenz dazu neigen, ihre Entscheidungen von ihrer Angst beeinflussen zu lassen. Das war nicht der Fall bei denjenigen mit höherer emotionaler Intelligenz.

Außerdem haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass die Menschen, die sich bewusst sind, dass ihre Angst nichts mit dem Thema zu tun hat, besser entscheiden. Das zeigt, dass Personen, die dazu fähig sind, Entscheidungen zu verschieben bis sie dazu in der Lage sind, klarer zu denken, auch eine bessere Wahl treffen können.

5. Sieh dir das Problem aus einem anderen Blickwinkel an

Wenn das Thema, um das es geht, sehr persönlich ist, wenn es um eine Entscheidung geht, die wesentlich dein Leben verändern wird, dann gibt es oft viele Emotionen, die deine Beurteilungsfähigkeit vernebeln. Diesbezüglich hat eine Studie, die in der Zeitschrift Psychological Science  publiziert wurde, verdeutlicht, dass man bessere Ergebnisse erzielen kann, wenn man das Problem aus dem Blickwinkel eines Fremden betrachtet.

In dieser Studie haben die Forscher aufgezeigt, dass es sehr sinnvoll ist, mit der Geisteshaltung eines Fremden über seine Probleme nachzudenken und so eine gewisse Distanz zu der Situation zu schaffen – das trifft auch auf sehr intime und persönliche Probleme zu.