4 Tipps, um Wut hinter sich zu lassen

3. Januar 2017 en Emotionen 158 Geteilt

Es wird Buddha zugeschrieben, gesagt zu haben: „An der Wut festzuhalten ist wie nach einer heißen Kohle zu greifen und sie nach jemandem zu werfen; du bist derjenige, der sich die Hand verbrennt.“  Wenn man sich dieses Zitat anschaut, scheint es die richtige Einstellung zu sein, Wut zu vermeiden.

Wir dürfen dabei allerdings nicht vergessen, dass wir das Recht dazu haben, wütend zu sein. Diese kleinen Momente, wenn alles schiefzugehen scheint und wir uns dazu gezwungen sehen, unserer Empörung und Rage freien Lauf zu lassen, sind Teil unseres Lebens. Wut kann nützlich sein.

Was nicht nützlich ist, ist in permanente Wut, Zorn oder Rage zu verfallen. Wenn anfängliche Wut verflogen ist, ist das Beste, was man tun kann, weiterzugehen, so kompliziert das auch scheinen mag.

Über Wut hinwegkommen

Für viele Menschen kann die Aufgabe, derartige Empfindungen zu überwinden, sehr schwer erscheinen. Es gibt wissenschaftliche Studien, die eine Reihe von Übungen und Gewohnheiten empfehlen, die für diese Menschen sehr hilfreich sein können.

Unter all diesen Studien ist zum Beispiel die, die von Dr. Charles Spielberger von der University of South Florida und von Jerry Deffenbacher von der University of Colorado (Florida und Colorado, USA) durchgeführt wurde. Beide sind Psychologen und Mitglieder der American Psychology Association, die sich auf Wut-Management spezialisiert haben.

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Spielberger und Deffenbacher verteidigen die Wut als eine normale und gesunde menschliche Emotion. Es gibt keinen konkreten Grund dafür, warum eine wütende Person als seltsam oder abnormal betrachtet werden sollte. Zum Problem würde diese Emotion erst dann, wenn wir die Kontrolle über sie verlieren. In diesem Moment wird sie destruktiv und beeinträchtigt die Lebensqualität des Menschen.

Wut beschreiben

Dr. Charles Spielberger definiert Wut als einen emotionalen Zustand, dessen Intensität von leichter Irritation bis hin zu Rage und Zorn reicht. Gleichzeitig mit diesem Gefühl tritt auch immer eine Reihe von biologischen und psychologischen Veränderungen auf: Während eines Wutanfalls steigen Herzfrequenz und Blutdruck. Wir erfahren auch einen Anstieg der Level an Stresshormonen, nämlich Noradrenalin und Adrenalin.

Deshalb hat es negative Konsequenzen für den Körper – sowohl auf mittelfristige, als auch auf lange Sicht -, wenn man ein exzessiv hohes Level an Wut beibehält. Darum ist es wichtig, zu lernen, wie man mit ihr umgeht.

Strategien, um über Wut hinwegzukommen

Damit Wut nicht zu etwas Chronischem wird, bieten Psychologen eine Reihe von Strategien an, die für alle Typen von Menschen nützlich sein können.

Problemlösung

Viele Probleme gehören zu unserer menschlichen Existenz und sind somit unvermeidbar. Wir müssen deshalb die bestmögliche Einstellung annehmen, um die Wut, die durch verschiedene Situationen, mit denen wir konfrontiert werden, ausgelöst wird, hinter uns zu lassen. Dafür empfehlen Ärzte, sich auf Methoden zu konzentrieren, mit denen man sich Problemen ruhig und objektiv stellen kann.

Menschen werden keine Zeit für dich haben, wenn du immer sauer bist und dich beschwerst.

Stephen Hawking

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Kommunikation verbessern

Viele der Probleme, die wir im Leben haben, entstehen durch hastige, unpräzise Kommunikation, die nicht selten schon durch negative Emotionen ausgelöst wurde. Es ist besser, nicht das Erstbeste zu sagen, das uns durch den Kopf geht. Die Psychologen raten zu aktivem Zuhören, dazu, sich zu entspannen, bevor man antwortet, und über alles nachzudenken, bevor es unsere Lippen verlässt. Das ist etwas aufwendiger, aber es ist immer besser, als in die Defensive zu gehen und Vergeltungsschläge durchzuführen, die die Situation dann nur noch schlimmer machen.

Wut und Intoleranz sind die Feinde des Verständnisses.

Mahatma Gandhi

Niemals unseren Sinn für Humor verlieren

Die Wissenschaftler beschreiben den Gebrauch von Humor als eine Möglichkeit, um Wut zu überwinden. Dieser sollte allerdings nicht darauf beschränkt sein, die Situation zu belächeln oder ironisch zu sein. Spielberger und Deffenbacher raten zu einem aktiven Sinn für Humor.

Wenn du aber jemanden beleidigen willst, dann ist es besser, still zu sein und dir Dinge vorzustellen. Visualisiere sie und lache über die Situation. Diese Methode wird dir dabei helfen, deine negativen Emotionen zu mildern.

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Veränderungen in der Umgebung

Schließlich sagen die Psychologen auch, dass unsere Umgebung unsere Stimmung beeinflusst. Wenn dich deine Umgebung irritiert und eine konstante Quelle des Ärgernisses ist, dann ist es vielleicht besser, nach entspannenderen Flecken auf der Erde zu suchen.

Es gibt also keinen Grund dafür, Wut nicht meistern zu können. Wir brauchen einfach nur die richtigen Mittel, und jetzt besitzt du ein paar sehr mächtige. Wenn du über deren Anwendung noch nachdenkst, solltest du dir auch ins Gedächtnis rufen, dass deine mentale und körperliche Gesundheit davon abhängen, wie du mit dieser starken Emotion umgehst.

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