Finde heraus, wie uns unsere Emotionen attraktiver machen können

· 18. Oktober 2016

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir wieder mehr Zeit investieren, um uns um unser äußeres Erscheinungsbild zu kümmern. In vielen Fällen tun wir das, damit wir nach außen hin attraktiv und begehrenswert erscheinen. Nicht unbedingt auf sexueller Ebene, sondern uns gefällt es, als jemand anerkannt zu werden, der sich um sein Äußeres bemüht und in jenes soziale Umfeld passt, in dem er sich bewegt.

Dafür konzentrieren wir uns aber zu sehr darauf, uns wegen unseres Aussehens schön und attraktiv zu fühlen und vergessen dabei unsere inneren Schönheit. Somit erschaffen wir ein Ungleichgewicht zwischen dem Bild, das wir nach außen hin abliefern wollen, und unserer Persönlichkeit. Das ist ein Widerspruch, der immer ein gewisses Unwohlsein mit sich bringt, was unser Gegenüber normalerweise auch irgendwann bemerkt.

Hinter dieser Einstellung verbirgt sich auch eine weit verbreitete Vorstellung, die die Literatur, das Kino oder das Fernsehen den Menschen eingeprägt hat. Diese Vorstellung besagt, dass jemand, der dazu in der Lage ist, sich etwas Geheimnisvolles zu bewahren, attraktiver erscheint. Diese Auffassung basiert auf der Tatsache, dass uns das Unbekannte anzieht und wir Überraschungen lieben. Die Wissenschaft wollte diese Logik hinterfragen und das werden wir uns im Verlauf dieses Artikels ansehen.

„Zuallererst einmal: Die romantische Anziehungskraft ist ausdauernd, wie alle Impulse es sind, und es ist schwierig, sie verschwinden lassen zu wollen. Gefühle hingegen kommen und gehen: Du kannst am morgen glücklich und am Abend verärgert sein.“

Helen Fisher

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Menschen, die wir emotional gesehen leicht durchschauen können, sind für uns anziehender

Eine von der Nationalen Akademie für Wissenschaften in Peru durchgeführte wissenschaftliche Studie zeigte, dass wir uns mehr zu Menschen hingezogen fühlen, die emotional gesehen „leicht zu lesen sind“. Die Ergebnisse gaben Aufschluss darüber, dass wir Personen wesentlich weniger attraktiv finden, hinter deren Fassade wir nur schwer schauen können, weil sie ihre Gefühle nicht so leicht preisgeben und deshalb verschlossener sind.

Die Forscher der Studie bat eine Gruppe von Personen, sich Fotos von sechs unterschiedlichen Frauen und Männern anzuschauen. Daraufhin sollten sie versuchen zu erraten, was die besagten Personen fühlten, als die Aufnahmen gemacht wurden. Außerdem sollten sie deren Attraktivität bewerten.

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Je aufgeschlossener ein Mensch ist, desto attraktiver erscheint er uns

Die Resultate belegten, dass jene Frauen und Männer, die schwer einzuschätzen waren oder die zuvor erwähnte geheimnisvolle Seite zeigten, nicht so anziehend auf die Teilnehmer der Studie wirkten, die sich die Fotos ansahen. Daraus könnten wir schließen, dass ein Mensch für uns attraktiver erscheint, wenn er aufgeschlossener und leichter zu durchschauen ist.

Auch wenn diese Studie etwas anderes besagt, soll das nicht heißen, dass du nicht attraktiv erscheinst, nur weil du vielleicht etwas verschlossener bist oder dir etwas Mysteriöses bewahren willst. Im Bezug auf unser persönliches Wachstum und unsere Reife ist es doch am Wichtigsten, dass wir unsere Gefühle auf eine gesunde Art und Weise zum Ausdruck bringen.

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Unsere Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ermöglicht uns, zu leben und uns als Individuen, die wir sind, zu verwirklichen. Nun weißt du zudem noch, dass dich deine Gefühle zu einem attraktiveren Menschen für dein Umfeld und für dich selbst machen. Denke daran, dass es vor allen Dingen immer auf das Gleichgewicht ankommt, wenn wir uns mitteilen wollen. Dadurch können wir unsere eigenen Grenzen setzen und müssen anderen nicht zu viel von uns verraten. Das verhilft uns wiederum dazu, Blockaden innerhalb von zwischenmenschlichen Beziehungen zu vermeiden, um sie gedeihen zu lassen.

„Wenn wir eine spirituelle Leidenschaft hinsichtlich des puren Verlangens verspüren, vereinen wir all unsere intellektuellen, emotionalen, physischen, innovativen, sowie animalischen und engelhaften Ressourcen und machen aus ihnen unsere Aufgabe. Verlangen bedeutet, sich weit weg von der Quelle zu begeben… Die Liebe ist ein Zustand der Resonanz wischen der Abwesenheit des geliebten Menschen und seiner Nähe, eine vibrierende, harmonierende Resonanz zwischen Zweisein und Einssein.“

Stephen Nachmanovitch

Zusammengefasst können wir sagen, dass die emotionale Intelligenz genauso wertvoll für uns ist wie die Tatsache, dass uns ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild gesünder macht. Vielleicht kann etwas Geheimnisvolles, das wir zu Beginn einer Beziehung in unserem Partner sahen, diese weiterhin interessant gestalten. Doch bei einem ersten Zusammentreffen verrät uns die Wissenschaft, dass wir auf den anderen attraktiver wirken, wenn wir uns offen geben und unseren Gegenüber an unseren Gefühlen teilhaben lassen.

 

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