3 Schlüssel, um Zuversicht wiedererlangen zu können

6. Juni 2019

Wir alle machen Erfahrungen, die traumatisch sein und uns am Boden zerstört zurücklassen. Eine hitzige Diskussion, das Objekt irgendeiner Ungerechtigkeit zu sein oder ähnliche Situationen hallen in uns nach wie ein Echo, das manchmal über Stunden oder sogar über Tage und Wochen nicht abklingt. Daher ist es wichtig zu wissen, wie wir nach einer Erfahrung, die uns so tief berührt, unsere Zuversicht wiedererlangen können.

Das Problem hierbei ist, dass solch schwierige Phasen uns manchmal so niedergeschlagen machen oder so stark irritieren, dass unser Gemüt selbst zu einer Quelle neuer Schwierigkeiten entwickelt. So lassen uns diese Rückschläge, das Positive, das uns umgibt, nicht würdigen, und bringen uns stattdessen dazu, neue Konflikte anzuregen, um das Übermaß an Feindseligkeit, das in unserem Inneren besteht, zu erhalten.

Ebenso kommt es vor, dass wir von Menschen mit toxischen Verhaltensweisen umgeben sind, die uns, sobald wir mit ihnen in Kontakt treten, mit ihrer Art und Weise noch tiefer in den Abgrund stürzen. Sie verursachen in uns eine negative Stimmung oder lassen einen sehr negativen Geschmack in unserer Seele zurück, was das zuvor beschriebene Problem noch verstärkt. Dann ist es unsere Aufgabe, so schnell wie möglich aus diesem Zustand zu entkommen. Um Zuversicht wiedererlangen zu können, setzen wir am besten drei besonders wirksame Schlüssel ein, die wir nachfolgend erklären wollen.

„Meine Füße sind mein einziges Fahrzeug. Ich muss weitergehen, doch bevor ich gehe, möchte ich dir sagen, dass alles gut werden wird.“

Bob Marley

1. Uns vom Negativen isolieren – ein Schlüssel, wenn wir unsere Zuversicht wiedererlangen wollen

Eine Situation oder eine Person, die uns Negatives überträgt, steckt uns an mit Pessimismus und schlechter Laune. Ohne dass wir es merken, erfasst uns ein Gefühl, das uns glauben lässt, dass alles schlecht wäre. Wir fühlen uns gereizt und unruhig. Unbehagen steigt in uns auf, doch wir können es nicht vollständig entziffern.

Das Erste, was hier getan werden muss, um unsere Zuversicht wiederzuerlangen, ist, festzustellen, was dazu geführt hat, dass wir uns so schlecht fühlen. Was genau ist es, das uns an dieser schwierigen Phase am meisten stört? Was bringt uns dazu, uns aufgebracht und irritiert zu fühlen? Warum quält uns dieser Umstand so sehr?

Die Beantwortung eben dieser Fragen ist aus zwei Gründen sehr wichtig. Zum einen, weil sie uns erlaubt, die Ursachen unseres Unbehagens zu identifizieren. Und zum anderen, weil wir uns von diesen besser isolieren können, wenn wir sie erst einmal genau bestimmt haben. So müssen wir nicht mehr das Gefühl haben, dass „alles schiefläuft“, denn wir können den Bereich visualisieren, in dem unser Problem liegt. Das gibt uns Ruhe und gleicht uns aus.

Nachdenkliche Frau auf dem Sofa

2. Die Echos der Angst identifizieren

Vielleicht erleben wir eine gewisse Anspannung oder Unbehagen; doch wenn wir diesem Umstand unsere Gedanken entziehen, so sollte er doch bald an Intensität verlieren und wir könnten uns an ihn gewöhnen, bis er schließlich zur Gänze verschwinden würde …Es kommt manchmal vor, dass wir uns nach einer dieser schwierigen Phasen scheinbar schnell wieder erholen. Wir erwecken dann den Anschein, als hätten wir damit aufgehört, darüber nachzudenken, als hätten wir stattdessen unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet. Auf diese Art und Weise verjagen wir das, was der Grund für unser Unwohlsein war, aus unserem Bewusstsein.

Es ist jedoch möglich, dass sich Tage oder sogar Wochen später ein Gefühl der Angst seinen Weg an die Oberfläche bahnt. Und laut der Psychoanalyse sei die Angst ein Symptom, das uns nicht betrügt. Das bedeutet so viel wie, dass dieses Gefühl nicht einfach so auftritt, sondern dass es ein Zeichen dafür ist, dass es in uns ungelöste Konflikte gibt, die unsere Aufmerksamkeit erfordern. Es handelt sich sozusagen um das Resultat von Emotionen, die wir noch nicht ausreichend verarbeitet haben.

Daher muss die Entstehung dieser Angst als ein Weckruf wahrgenommen werden, als Alarm, der uns daran erinnert, dass da noch eine Aufgabe aussteht. Diese Echos der Angst sind dazu da, um uns dazu zu bringen, uns zu fragen, ob wir diese schwierige Phase in Wahrheit nicht vielleicht übersehen oder zumindest übergangen haben.

Ein Mann, der am Meer steht

3. Das Gleichgewicht wiederherstellen

Der beste Weg, um unsere Zuversicht wiedererlangen zu können, ist, etwas zu tun, das uns gefällt, und so die negativen Gefühle und Emotionen, die uns in dieser schwierigen Phase stets begleiten, zu kompensieren. Nichts und niemand soll unseren Tag ruinieren. Es ist unvermeidlich, solch belastende Situationen zu durchlaufen, die unsere gute Laune beeinträchtigen, doch wir dürfen nicht zulassen, dass diese Erfahrungen zu viel Macht erlangen und das Steuer übernehmen.

Aus diesem Grund müssen wir uns, sobald wir die Gedanken über das Geschehene verarbeitet haben, einer Aufgabe widmen, bei der wir uns so richtig gut fühlen. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: ein leckeres Eis essen, einen Spaziergang machen, ein nettes Gespräch führen mit jemandem, den wir gern haben, oder etwas, das uns anspornt und uns ein positives Gefühl gibt. So ist es möglich, unser inneres Gleichgewicht wiederherzustellen und die diese Unruhe, deren Echo in uns widerhallt, zu überwinden.

So verlockend es auch sein mag, an einem anderen Ort zu suchen oder uns von dem Ärger, der uns umgibt, abzuschotten, sind dies keine geeigneten Wege, um jenes Gleichgewicht, von dem wir sprechen, wiederherzustellen. Der gesündeste Weg ist es, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um zu klären, was uns quält. Danach sollten wir etwas tun, das uns gefällt und so in unser normales Leben zurückkehren – die nächste Seite aufschlagen und nach vorn schauen.

  • Augustine, N. R. (2001). Gestión de la Crisis. Grupo Planeta (GBS).