3 interessante Annahmen über die Theorie der Paralleluniversen

· 5. September 2018

Fast jeder hat schon einmal von der beeindruckenden Hypothese gehört, dass es Paralleluniversen geben könnte. Obwohl die Idee eigentlich zum Fachgebiet der Physik gehört, sind ihre Vorstellungen und Implikationen so weitverbreitet, dass sie mit fast allen anderen Forschungsgebieten Schnittmengen aufweisen.

In der Tat kann die Diskussion dieser Theorie der Paralleluniversen sogar Fragen nach dem Sinn des Lebens aufwerfen. Dies liegt ganz einfach daran, dass diese Hypothese unsere Grundannahmen über Leben und Tod infrage stellt.

„Unsere Erkenntnisse belegen, dass Gott ein ziemlicher Spieler war und das Universum einem Casino entspricht, in dem Würfel geworfen werden und sich Rouletteräder drehen.“

Steven Hawking

Die Hypothese der Paralleluniversen ist eine einzigartige Kombination der Relativitätstheorie und der Quantenphysik. Im Grunde schlägt die Theorie vor, dass es nicht nur ein Universum gäbe, sondern mehrere Universen, die gleichzeitig in demselben Raum und derselben Zeit existierten. Es gibt einige interessante Annahmen zu diesem Thema. Werfen wir einen Blick auf drei von ihnen.

1. Jeder hat unendlich viele Leben

Nach der Theorie der Paralleluniversen kann sich die Existenz jedes Menschen auf unendlich viele Arten entwickeln. Wie bei einer „Choose Your Own Adventure“-Story. Wenn sich jemand an einer Kreuzung befindet und nach rechts abbiegt, wird er auf Erfahrungen machen. Sollte er jedoch nach links abbiegen, würde dies eine völlig andere Reihe von Erfahrungen bedeuten. Jede Entscheidung schafft ein neues Universum.

Nach dieser Annahme lebt jeder von uns eine unendliche Anzahl gleichzeitiger Leben. Die gleiche Person könnte in einem Universum wohlhabend sein und in einem anderen ein Bettler. Oder sie könnte sogar in einigen Universen sterben, während sie in anderen am Leben bleibt.

Menschen aus Paralleluniversen greifen nacheinander

Seltsamerweise existiert so etwas wie der Tod in der Theorie der Paralleluniversen gar nicht. Wenn jemand in einem Universum stirbt, lebt in vielen anderen noch weiter. Wenn es eine unendliche Anzahl von Universen gibt, ist das Leben ebenfalls unendlich. Dies ist vielleicht eine der beunruhigendsten Konsequenzen dieser „Realität“.

2. Parallele Universen sind nicht nachweisbar

Einige Physiker denken, dass wir parallele Universen nicht wahrnehmen können, einfach aufgrund unserer eingeschränkten Sinne. Menschen haben nur fünf Sinne und können keinen von ihnen verwenden, um eines der alternativen Universen zu erkennen. Sie ermöglichen es uns, in drei Dimensionen zu interagieren. Aber nach der Theorie der Paralleluniversen gibt es viele weitere Dimensionen und deshalb sind wir nicht in der Lage, diese zu erkennen oder zu begreifen.

Es wurde auch überlegt, dass alternative Universen völlig unterschiedlichen physikalischen Gesetzen folgen könnten. Zum Beispiel könnte die Schwerkraft oder der Elektromagnetismus anders funktionieren. Daher könnte unser Verständnis unserer Welt unter diesen Bedingungen in einem Paralleluniversum nutzlos bzw. irrelevant sein. So spannend diese Annahme auch ist, bleibt es grundsätzlich unmöglich, alternative bzw. parallele Universen zu erkennen.

3. Parallele Universen interagieren niemals

Wie der Name schon sagt, existieren Paralleluniversen parallel zueinander. Genau wie parallele Linien berühren sie sich nie, obwohl sie dauerhaft koexistieren. Es wird vermutet, dass eine Kollision paralleler Universen so etwas wie den Urknall verursachen könnte, was eine unermesslich mächtige Explosion bedeuten würde, die wiederum noch mehr Universen schaffen könnte.

Einige Physiker arbeiteten zusammen, um die M-Theorie zu entwickeln, welche vorschlägt, dass das Universum in dreidimensionalen Membranen existiere, die Branes genannt werden. Um das zu verdeutlichen, stelle dir ein Kino vor. Obwohl sich der Betrachter in einer dreidimensionalen Welt befindet, erscheint der projizierte Film als eine zweidimensionale Realität. Wenn der Betrachter in den Film hineingehen könnte, fände er sich in einer dreidimensionalen Realität wieder, aber die anderen Zuschauer würden weiterhin den Film in zwei Dimensionen verfolgen.

Mathematische Berechnungen zur Theorie der Paralleluniversen

Laut der M-Theorie sei das Universum wie dieses Kino, mit einer riesigen Anzahl von Projektionen. Verschiedene Filme werden gleichzeitig gezeigt, aber völlig unabhängig voneinander. In ähnlicher Weise entspricht die Vorstellung vom Multiversum einer Gruppe koexistierender, aber unabhängiger Einzeluniversen.

Natürlich ist unser Text hier eine sehr elementare und grundlegende Erklärung der Theorie der Paralleluniversen. Es handelt sich um eine sehr komplexe Hypothese, die von vielen Menschen eher als Science-Fiction denn als Realität betrachtet wird. Und dennoch haben viele bedeutende zeitgenössische Physiker Jahre damit verbracht, die Theorie aufzustellen und zu erforschen. So arbeitete auch Stephen Hawking an der Hypothese. Leider ist dieser große Wissenschaftler mittlerweile verstorben. Zumindest in diesem Universum.