16 Fragen zur Lösung von Problemen

Einfache Fragen können dir helfen, dich auf die Lösung deines Problems zu konzentrieren, anstatt Schuldige zu suchen oder Ausreden zu erfinden.
16 Fragen zur Lösung von Problemen

Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2021

Fragen zur Lösung von Problemen sind nützlicher und notwendiger denn je. In einem sich ständig verändernden Kontext der Unsicherheit helfen sie uns, Klarheit zu erreichen, um keinen Raum für Angst zu lassen.

Das Leben lässt wenig Zeit für Poesie und ist überwiegend komplex.

Oft mangelt es an problemlösenden Strategien, viele Menschen klammern sich bei Rückschlägen an die Vergangenheit, anstatt den Lerneffekt zu nutzen und in eine bessere Zukunft zu schauen. Sie entwickeln Angst, anstatt sich Prioritäten zu setzen, um ihrer Situation zu entkommen. Problemlösende Fragen sind zwar ohne weitere Maßnahmen nicht ausreichend, können jedoch sehr hilfreich sein, um neue Perspektiven und Lösungen zu finden.

Es handelt sich um eine sehr einfache Strategie, die im Alltag jederzeit einsatzbereit ist, um Herausforderungen besser zu meistern.

Die meisten Menschen verbringen mehr Zeit und Energie mit Problemen als mit dem Versuch, sie zu lösen.

Henry Ford

16 Fragen zur Lösung von Problemen

Fragen zur Lösung von Problemen

Im Laufe unserer Existenz finden wir viele Unebenheiten auf unserem Weg. Manche Steine sind klein, andere stehen wie riesige Berge vor uns. Das Komplexe an der Problemlösung ist, dass wir uns oft auch mit unseren Emotionen auseinandersetzen müssen: Angst, Furcht, Unsicherheit, Nervosität…

Eine Studie der Universität von Maryland sowie andere Untersuchungen zeigen, dass Zustände wie Angst unsere Wahrnehmungsfähigkeit vollständig blockieren. In beängstigenden Situationen ist es schwierig, die Aufmerksamkeit zu fokussieren, nachzudenken, Prioritäten zu setzen und Entscheidungen zu treffen.

Wir dürfen auch Emotionen und die physiologische Überaktivierung nicht vernachlässigen, die auftreten, wenn wir Herausforderungen am Horizont sehen.

Strategien wie ein Fragenkatalog zur Lösung von Problemen helfen,

  • die relevantesten Aspekte zu identifizieren,
  • Informationen zu organisieren,
  • Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen herzustellen,
  • kreative Lösungen zu finden,
  • Komplexität zu vereinfachen und
  • Probleme aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Folgende Fragen sind hilfreiche Werkzeuge, um der Lösung von Problemen näherzukommen.

1. Welche Aspekte des Problems sind besonders wichtig?

Der erste Schritt besteht darin, die wichtigsten Aspekte des Problems zu klären. Viele konzentrieren sich auf sekundäre Aspekte und nicht auf den Kern der Sache, was wenig hilfreich ist.

2. Könnte mein Verhalten die Situation verschlimmern?

Immer wieder kommt es vor, dass das eigene Verhalten das Problem nur noch schlimmer macht. Die Sorgen werden beispielsweise nur noch größer, wenn du nur darauf wartest, dass sich das Problem von allein löst. 

3. Mache ich andere für diese Situation verantwortlich? Hilft mir das weiter?

Viele folgen dem Trend, den Ventilator einzuschalten und damit Schuldgefühle zu verbreiten. Anstatt die Verantwortung für das Geschehene oder die Verpflichtung zu übernehmen, sich dem Problem zu stellen, beschuldigen sie andere für ihren Rückschlag. Auch dies ist alles andere als hilfreich.

Zeige Verantwortung, um deine Probleme zu lösen. Konzentriere dich nicht darauf, anderen die Schuld zuzuweisen, denn dadurch erzeugst du nur negative Emotionen und verlierst Zeit.

4. Welche Schritte habe ich zur Lösung von Problemen unternommen? Waren sie erfolgreich?

Du solltest unbedingt bewerten, was du bis jetzt getan hast, um dein Problem zu lösen. Haben die Maßnahmen die gewünschte Wirkung erzielt? Was könntest du verbessern? Welche anderen Schritte könntest du versuchen?

5. War ich schon einmal in einer ähnlichen Situation?

Kennst du die Situation oder eine ähnlich bereits aus der Vergangenheit? Was hast du damals getan, um den Schwierigkeiten zu entkommen? Kannst du diese Strategie auch jetzt verwenden, um dein Problem zu lösen?

16 Fragen zur Lösung von Problemen

6. Verstärken meine Gedanken das Problem?

Du lässt dich von Katastrophendenken leiten und fühlst dich überwältigt? Du glaubst nicht, die Herausforderung bewältigen zu können? Vermeide es, dich unnötig in das Problem hineinzusteigern und immer nur an das Schlimmste zu denken. 

Versuche, objektiv zu sein, logische Gedanken zu fassen und Empathie dir selbst gegenüber zu zeigen. Es ist an der Zeit, dir selbst zu vertrauen.

7. Was sind meine besten Tugenden und Stärken? Wie können Sie mir bei der Lösung von Problemen helfen?

Denke an deine Stärken und wie sie dir in dieser schwierigen Situation helfen können. Du hast viele positive Eigenschaften, die du vielleicht nicht ausreichend schätzt oder nicht nutzt, um Problemlösungen zu finden. 

8. Habe ich jemanden um Hilfe gebeten?

Stolz oder Scham hindern viele daran, um Hilfe, Rat oder Unterstützung zu bitten. Sie möchten keine Verletzlichkeit oder Fehler zeigen. Doch vergiss nicht: Mut bedeutet, zur richtigen Zeit um Hilfe zu bitten!

9. Welche Pläne helfen mir bei der Lösung von Problemen?

Es ist an der Zeit, nicht eine, sondern mehrere Strategien zu entwickeln. Nutze deinen Einfallsreichtum, um verschiedene Aktionspläne zu entwerfen.

10. Habe ich Ausreden, die die Umsetzung meiner Pläne verhindern?

„Es ist zu spät. Alles ist verloren. Wenn er/sie es nicht geschafft hat, wird es bei mir auch nicht funktionieren. Am besten nichts tun und abwarten. Es kann jedem passieren, die einzige Möglichkeit ist, durchzuhalten.”

Füttere deinen Geist nicht mit Ausreden, die deine Angst und Unruhe nähren. Schließlich hast du keine andere Wahl mehr, als zu versagen! Befreie dich von diesen Gedanken und werde dir über deine Widerstandsfähigkeit und deinen Mut bewusst.

11. Welchen mutigen und innovativen Schritt könntest du zur Lösung von Problemen unternehmen?

Wir alle haben ein großes kreatives Potenzial, um hochinnovative Strategien zu entwickeln. In Zeiten der Not musst du Risiken in Kauf nehmen und origineller denn je sein.

12. Was hält mich davon ab, diese mutige Entscheidung umzusetzen?

Diese Frage ist ausschlaggebend, um Probleme zu lösen. Du musst herausfinden, wo sich der Stacheldraht befindet, der deinen Mut zurückhält. Es ist Zeit, sich den Ängsten zu stellen.

13. Worauf musst du verzichten, um deine Pläne erfolgreich umzusetzen?

Es gibt unendlich viele psychologische Fallen, die deinen Fortschritt und deine Problemlösungsfähigkeit behindern. Beispiele hierfür sind Unsicherheit, die Angst, die eigene Komfortzone zu verlassen, etwas Neues zu beginnen, bestimmte Menschen zu enttäuschen… Denke darüber ehrlich nach.

16 Fragen zur Lösung von Problemen

14. Vertraue ich mir selbst oder hindert mich etwas (jemand) daran?

Vertraust du deinen eigenen Fähigkeiten, um den Weg zum Ziel zu beschreiten? Wie stark ist dein Selbstwertgefühl? Wie sieht es mit deinem Selbstkonzept aus? Gibt es jemanden, der dich boykottiert oder unterschätzt? Was kannst du dagegen tun?

15. Was kann ich tun, wenn meine Strategie scheitert?

Überlege dir, was es sonst noch für Möglichkeiten gibt. Fehler zu machen ist ganz normal. Es handelt sich um einen Lernprozess, der dir hilft, persönlich zu wachsen. Niemand kommt als Meister zur Welt.

Ein Schritt zurück hilft dir, Anlauf zu holen und das Problem definitiv zu lösen. Entwickle neue Aktionspläne und Strategien. 

16. Wie könnte mein Leben nach der Lösung von Problemen aussehen?

Die letzte problemlösende Frage fordert dich dazu auf, dir dein Leben nach der Lösung des Problems vorzustellen. Wie würde dein Alltag aussehen, wie würdest du dich fühlen? Denke darüber nach, denn du findest so deine Motivation, um das Problem endgültig aus der Welt zu schaffen. 

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  • Pólya, George (1986) Cómo plantear y resolver problemas. Ariel
  • Robinson, O. J., Vytal, K., Cornwell, B. R., & Grillon, C. (2013). The impact of anxiety upon cognition: perspectives from human threat of shock studies. Frontiers in human neuroscience7, 203. https://doi.org/10.3389/fnhum.2013.00203