10 Gründe, warum du jeden Tag singen solltest!

Singen macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch deine Gesundheit. Ganz egal, ob du musikalisch bist oder nicht: Nutze diesen Balsam für Körper und Seele!
10 Gründe, warum du jeden Tag singen solltest!

Letzte Aktualisierung: 19. August 2021

Viele Menschen haben manchmal das Bedürfnis, laut zu singen und dabei alles zu geben. Doch oft sind Hemmungen im Spiel, vor allem wenn andere anwesend sind. Die Angst, sich lächerlich zu machen oder sich durch Falschsingen bloßzustellen halten viele davon ab. Dabei geht es gar nicht darum, ob du objektiv gut singst oder nicht. Singen ist gesund und tut jedem gut, deshalb solltest du deinem Bedürfnis auf jeden Fall nachkommen. Es gibt viele Gründe dafür!  

1. Singen sorgt für mehr Selbstvertrauen

Das natürlichste Instrument von allen ist die Stimme. Du kannst dieses Instrument benutzen, ohne irgendein zusätzliches Gerät dafür zu benötigen. Wenn du mit deiner Stimme Übungen machst und täglich singst, wirst du besser werden – wie das auch beim Üben mit einer Gitarre, einem Klavier oder einer Bockflöte der Fall ist.

Nach und nach wirst du beim Singen lernen, wie facettenreich deine Stimme ist und was du alles mit ihr machen kannst. Wie unterschiedlich die Töne sind, die du produzieren kannst und wie gut sie sich nach einer Zeit kontrollieren lassen. Dabei nutzt du deine Stimmbänder immer gekonnter, schöpfst das Potenzial der Resonanzräume des Körpers aus und beherrschst deinen Atem.

All die Fortschritte, die du machen wirst, wenn du regelmäßig singst, werden dir eine ordentliche Portion Selbstvertrauen verleihen. Dafür musst du nicht einmal bewusst „üben“. Es reicht schon, etwa eine halbe Stunde am Tag zu singen – etwa beim Duschen oder Kochen.

Solange du dabei Spaß hast, wirst du dich verbessern und sicherlich auch selbstbewusster werden. Außerdem wird das Üben mit deiner Stimme dir auch ein lockereres Sprechen ermöglichen. Das wirkt sich ebenfalls meist sehr positiv auf das Selbstbewusstsein und  das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aus. 

in der Dusche singen

2. Singen reduziert Stress

In unserer hektischen, modernen Welt leiden wir alle immer wieder an Stress. Manch einer würde von sich vielleicht sogar behaupten, dauerhaft gestresst zu sein und nie entspannen und loslassen zu können. Das Singen wirkt sich gleich in mehrfacher Hinsicht positiv auf unseren Stresslevel aus.

So ist gerade bewusstes Singen ähnlich wie meditieren: Du konzentrierst dich voll und ganz auf die Töne und Melodien und letztlich sogar irgendwie auf den gesamten Körper, der am Gesangsprozess beteiligt ist. Dabei werden Probleme des Alltags plötzlich unwichtig oder du blendest sie zumindest zeitweise aus.

Wissenschaftler konnten bestätigen, dass Singen Stress reduziert. Am besten funktioniert das, wenn du gemeinsam mit anderen singst. Schon vor einigen Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, dass „beim gemeinsamen Singen signifikant mehr Oxytocin ausgeschüttet wird als beim miteinander Reden“. Oxytocin ist ein Hormon, das unter anderem die Auswirkungen von Stress verringert und ein Gefühl von Vertrauen fördert. 

3. Gesang erhöht die Konzentrationsfähigkeit

Wie bereits angedeutet, ist das Singen eine komplexe Angelegenheit, auch wenn wir uns nicht bewusst darauf konzentrieren. Denn beim Singen schöpfen wir das ganze Ausdrucksspektrum unserer Stimme zwischen laut und leise aus, wechseln die Geschwindigkeit unserer Stimme und achten zeitgleich auf den Rhythmus und sprachlich präzisen Ausdruck. Das erfordert automatisch Konzentration, die unter anderem dafür sorgt, im Hier und Jetzt anzukommen und nicht mehr so viel zu grübeln.

Wenn du mehr singst, wird sich deine Konzentrationsfähigkeit also automatisch verbessern. Dazu trägt zudem bei, dass beim Singen der Kreislauf in Gang kommt und die effiziente Atmung den Stoffwechsel und die Durchblutung der Organe und des Gehirns fördert. Auch dadurch kannst du dich besser konzentrieren. 

4. Singen sorgt für eine bessere Haltung

Probiere doch mal aus, mit gekrümmtem Rücken im Sitzen zu singen und anschließend aufzustehen und den Rücken durchzustrecken. Du wirst dabei einen sehr deutlichen Unterschied feststellen. Eine gekrümmte Körperhaltung lässt eine richtige Entfaltung der Stimme überhaupt nicht zu.

Stellst du dich zum Singen also immer wieder gerade hin, kräftigst du damit die Rückenmuskulatur und richtest die Wirbelsäule auf. Nur so kannst du deinen gesamten Körper als vollen Resonanzraum deiner Stimme nutzen. 

singen beim Kochen

5. Gesang stärkt die Allgemeingesundheit

Der positive Effekt des Singens auf deinen Rücken ist nicht der einzige gesundheitliche Vorteil. Gesang hält aus diversen weiteren Gründen auch ganz allgemein gesund:

  • Wenn du viel singst, „reinigst“ du damit in gewissem Maße deine Atemorgane. Dadurch leidest du weniger schnell an Erkältungskrankheiten.
  • Der Singprozess stärkt die Kehlmuskulatur. Wer viel singt, wird infolgedessen auch seltener schnarchen. Und Schnarchen ist nun einmal leider eher ungesund.
  • Im Rahmen des breiten Wirkspektrums von Musik auf den Menschen wird außerdem immer wieder betont, dass Singen als Mittel für gute Abwehrkräfte sehr zu empfehlen ist. Denn Singen wirkt sich vor allem durch die erhöhte Sauerstoffsättigung im Blut positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.
Frau mit Alzheimer hört Musik

6. Gesang macht attraktiver

Es scheint kaum noch erwähnt werden zu müssen, aber ja, Gesang macht dich auch attraktiver. Das liegt zum einen an den bereits erwähnten Effekten des Singens: Die aufrechte Körperhaltung, das Plus an Selbstvertrauen und das entspanntere Gemüt. Zum anderen ist neben den besseren Oxytocinwerten auch eine vermehrte Ausschüttung von Endorphinen und Immunglobulin A zu verzeichnen. Diese Stoffe haben nicht nur positive Auswirkungen auf das Immunsystem, sie machen auch glücklich. Und wer glücklich aussieht, wirkt auf die meisten Menschen auch attraktiver. 

7. Gesang löst Ängste

Wir müssen keine Studien bemühen, um darzustellen, wie oft Gesang schon dabei geholfen hat, Anspannungen zu lockern und Ängste zu lösen. Denk nur mal an die Mutter, die ihr kleines, weinendes Baby im Arm hält und beruhigen möchte. Unterstützt sie das angenehme Hin- und Herschaukeln mit ein wenig Gesang, wird sich der Nachwuchs deutlich schneller beruhigen.

Zudem gibt es etliche Therapieformen mit Musik: unter anderem in Form von Klangschalen, Musiktherapie oder therapeutischem Gesang. Probiere doch einfach selbst aus, zu singen, wenn du Sorgen oder Ängste hast und beobachte, was mit dir passiert. 

8. Singen macht intelligenter

In der Musikpädagogik geht es oftmals darum, das phonemische Verständnis zu erhöhen, das für das Lesen- und Schreibenlernen entscheidend ist. Mithilfe von Gesang lassen sich hierbei besonders schnell Fortschritte erzielen.

Zudem können Menschen, die singen, in der Regel besser zuhören und sich, wie bereits erwähnt, auch oftmals länger konzentrieren. Durch intensives Musizieren werden außerdem auditorische, motorische und visuelle Prozesse miteinander verknüpft. Singende Menschen haben infolgedessen nicht selten weniger Probleme beim Erlernen von Fremdsprachen. Wir können auch erwähnen, dass Singen in bestimmtem Maße intelligenter macht. Oder zumindest: Es erleichtert das Lernen und fördert Denkprozesse. 

9. Gesang fördert die freie, kreative Entfaltung

Beim Singen kannst du deine aktuelle Stimmung, deine ganzen Emotionen in ein Lied oder auch in einen einzigen Ton packen. Dabei sind dir keinerlei Grenzen gesetzt. Niemand schreibt dir vor, wie du zu singen hast und was falsch und richtig ist. Du kannst dich hierbei vollkommen frei und kreativ entfalten.

Und das eben überall und ohne zusätzliche Hilfsmittel. Während viele kreative Beschäftigungen irgendwelche Materialien voraussetzen, kannst du jederzeit und an jedem Ort der Welt singen – an fast jedem zumindest. Wo du andere eindeutig störst, solltest du dich natürlich besser zurückhalten. 

singen verbindet

10. Singen kann verbindend wirken

Wir haben bereits erwähnt, dass das gemeinsame Singen besonders hilfreich beim Abbau von Stress wirkt. Wenn du mit anderen singst, wirst du außerdem schnell merken, wie verbindend und gemeinschaftsstiftend das Miteinander der Stimmen sein kann.

Denn Gesang drückt gemeinsame Freude am Leben und Liebe aus. Er beruhigt und entspannt und wenn der Gesang wirklich aus einer negativen Stimmung heraus entsteht, dann meist doch mit dem Ziel, daraus wieder Mut und positive Gedanken zu schöpfen.

Singst du gemeinsam mit anderen, wirst du also ganz automatisch Teil einer Gemeinschaft. Das Ziel ist es dann, ein harmonisch klingendes Miteinander zu erzeugen und die Freude an der Sache zu teilen. Das ist eine tiefe und oft spirituelle Erfahrung von Nähe und Verbundenheit, die du nicht missen solltest!

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