10 beudeutende Zitate über die Psychoanalyse

Diese Zitate veranschaulichen einige zentrale Konzepte der Psychoanalyse und regen gleichzeitig zum Nachdenken an.
10 beudeutende Zitate über die Psychoanalyse

Letzte Aktualisierung: 01. Oktober 2021

Die Kraft der Wörter ist in der Psychoanalyse von großer Bedeutung. Tatsächlich nannte eine der Gründungspatienten der Psychoanalyse ihre Therapie “Heilung durch das Wort”. Manche bezeichnen dieses Wissen als eine Strömung der Psychologie, was jedoch nicht korrekt ist. Obwohl der Untersuchungsgegenstand derselbe ist, ist die Erkenntnistheorie der beiden Bereiche sehr unterschiedlich. Das zeigt sich in vielen Schlüsselsätzen der Psychoanalyse.

Die Psychoanalyse hat seit ihrem Aufkommen immer wieder für Unruhe gesorgt. Auch heute noch ist sie Gegenstand vieler Kontroversen. Sie hat sich aber auch als eine mächtige Theorie erwiesen, die unser Verständnis des menschlichen Geistes für immer verändert hat. Im Folgenden findest du einige der wichtigsten Zitate aus der Psychoanalyse.

“Das Symptom ist eine Metapher.

-Jacques Lacan

1. Was ungesagt bleibt, kehrt zurück

„Nicht zum Ausdruck gebrachte Gefühle werden niemals sterben. Sie werden lebendig begraben und kommen später auf hässlichere Weise hervor.“

Sigmund Freud

Dies ist einer der Schlüssel in der Psychoanalyse, denn er verweist uns auf ein zentrales Konzept: die Verdrängung. Sigmund Freud betonte, dass Verdrängungen immer zurückkehren, allerdings in einer anderen Form, nämlich als neurotisches Symptom.

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2. Zivilisation, ein Schlüsselbegriff der Psychoanalyse

“Der erste Mensch, der statt eines Steins eine Beleidigung schleuderte, war der Begründer der Zivilisation.”

Sigmund Freud

Dieser Satz Freuds verweist auf eine unangenehme Realität hin: Gewalt ist ein konstitutiver Teil des menschlichen Wesens. Diese rohe Gewalt wird jedoch zu einer irrationalen Handlung. Wenn sie in Worte umgewandelt wird, erhält sie allerdings eine symbolische Dimension, die eine Zivilisation ausmacht.

3. Was ist eine Neurose?

“Neurose ist die Unfähigkeit, Mehrdeutigkeiten zu tolerieren.”

Sigmund Freud

Eine sehr freudianische Definition von Neurose: die Unfähigkeit zu tolerieren, dass wir sind und nicht sind; dass alles ist und nicht ist. Es wäre viel einfacher, wenn alles klar definiert wäre: schwarz oder weiß. Und doch hat der Mensch diese Eigenschaft nicht. Das kategorische Begehren ist das Begehren des Unmöglichen.

4. Der Ursprung des Begehrens

Mangel erzeugt Lust.”

Jacques Lacan

Jacques Lacan ist ein besonders kryptischer Psychoanalytiker. Die Überschrift ist eines der Zitate zur Lacanschen Psychoanalyse. Es bezieht sich auf das Konzept des “Mangels”, das in seiner Theorie entscheidend ist. Aus dieser Leere entspringt das Verlangen im weitesten Sinne. Dieser Mangel ist auch der Ursprung von Schöpfung, Erfindung und Fortschritt.

5. Zitate über Psychoanalyse: Was man über die Liebe wissen sollte

“Du kannst jemanden nicht nur wegen dem, was er hat, sondern wortwörtlich wegen dem, was ihm fehlt, lieben.”

Jacques Lacan

Lacan definierte die Liebe als eine Verlockung, die illusorisch und gleichzeitig magisch ist. In der Liebe geht es darum, die andere Person zu vervollständigen, die wir nicht einmal wirklich kennen, sondern uns nur vorstellen. Dazu sind wir nicht in der Lage, und das geliebte Objekt entspricht auch nicht den Fantasien, die wir uns ausdenken.

6. Wir sehen uns im anderen

„Alles, was uns an anderen irritiert, kann uns zu einem tieferen Verständnis von uns selbst führen.“

Carl Jung

Carl Jung ist der Autor vieler Schlüsselbegriffe der Psychoanalyse. In diesem Zitat spricht er über den Mechanismus der Projektion, eine unbewusste Bewegung, durch die wir im anderen das ablehnen, was wir an uns selbst verabscheuen. Die Verhaltensweisen anderer, die uns irritieren, sind wie ein Spiegel, um uns selbst klarer zu sehen.

7. Verleugnung und Akzeptanz

“Nur was ich annehme, kann ich verändern.”

Carl Jung

Dieser Satz fasst auf meisterhafte Weise die Dynamik zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten zusammen. Etwas zu verleugnen ist eine Möglichkeit, ihm einen Status von größerer Relevanz zu geben, bis zu dem Punkt, dass es zu einer leitenden Kraft im Leben wird. Auf der anderen Seite befreit das Akzeptieren der Realität und ermöglicht es, das Leben neu auszurichten. Widerstand führt nur zur Verfestigung.

8. Zitate über Psychoanalyse: Einsamkeit verstehen

„Einsamkeit entsteht nicht dadurch, dass man keine Menschen um sich hat, sondern dadurch, dass man ihnen die Dinge, die einem wichtig erscheinen, nicht mitteilen kann.“

Carl Jung

Dieses Zitat beschreibt das Wesen der Einsamkeit hervorragend. Es handelt sich nicht um einen körperlichen Zustand, sondern um die Unfähigkeit, einem anderen zu sagen, was für dich wichtig ist. Es ist auch das Gefühl, missverstanden zu werden, wenn man feststellt, dass die eigenen Überzeugungen nicht mit denen der anderen übereinstimmen.

9. Die Macht der Übertragung

“Was heilt, ist Zuneigung: Ohne Mitgefühl gibt es keine Therapie.

Sandor Ferenczi

Sandor Ferenczi, ein weiterer großer Vertreter der Psychoanalyse, hat sich eingehend mit einem der zentralen Phänomene dieser Theorie befasst: der Übertragung.

In therapeutischer Hinsicht ist das Wichtigste in diesem Raum die Verbindung, die zwischen dem Psychoanalytiker und dem Patienten bzw. zwischen dem Analytiker und dem Analysanden hergestellt wird. Dies reproduziert das Verdrängte und ist daher der Weg zur Heilung.

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10. Der Tod ist real

“Manche Menschen lehnen das Darlehen des Lebens ab, um die Schuld des Todes zu vermeiden.”

Otto Rank

Auch wenn wir nicht darüber nachdenken, ist der Tod am Horizont eines jeden Lebens. Das erzeugt Angst, und die Angst wiederum nimmt ungeahnte Formen an. Eine davon ist zum Beispiel, jede Situation zu meiden, die mit Risiko, Neuheit oder Ungewissheit verbunden ist. Auf diese Weise wird das Leben selbst verwässert.

Es gibt natürlich viele weitere Zitate über die Psychoanalyse. Wir haben nur einige genannt, die einige Konzepte dieser Theorie ausgezeichnet definieren. Sie helfen uns, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

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  • Azaretto, C., Ros, C. B., Barreiro Aguirre, C., Messina, D., Estevez, A., & Wood, L. (2014). El psicoanálisis y otras disciplinas. Lazos contemporáneos y sus antecedentes en las obras de S. Freud y J. Lacan. VI Congreso Internacional de Investigación y Práctica Profesional en Psicología XXI Jornadas de Investigación Décimo Encuentro de Investigadores en Psicología del MERCOSUR. Facultad de Psicología-Universidad de Buenos Aires.