Zolpidem: Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen

· 22. Juli 2018

Zolpidem, auch unter den Namen Bikalm, Stilnox oder Zoldem bekannt, wird bei der kurzfristigen Behandlung von Schlafstörungen, wie Insomnie, eingesetzt. Es ist ein schnell wirkendes Schlafmittel, ein Hypnotikum, das kein Tranquilizer ist, weshalb dieses Medikament von großem Nutzen für Patienten ist, die Probleme beim Einschlafen haben oder häufig aufwachen.

Es ist möglich, dass einige unserer Leser mit diesem Wirkstoff, der in den oben genannten Präparationen enthalten ist, vertraut sind. Zolpidem ist auf jeden Fall eines der am häufigsten verschriebenen Medikamente bei der kurzfristigen Behandlung von Schlaflosigkeit. Es wird in der Regel ein bis zwei Tage und maximal über einen Monat, einschließlich des Ausschleichens, eingenommen.

Zolpidem ist ein Beruhigungsmittel, ein Hypnotikum, das unsere Nachtruhe und gelegentliche Schlaflosigkeit verbessert.

Zolpidem ist dazu eine Substanz, die bei der Luftwaffe eingesetzt wird, um den Piloten die Nachtruhe nach einer Mission zu erleichtern. Es ist also äußerst effektiv, wirkt schnell und hinterlässt am nächsten Tag kein zu starkes „Kater-Gefühl“, wie es zum Beispiel bei Benzodiazepinen wie Lorazepam der Fall sein kann.

Die Tatsache, dass Zolpidem kein Benzodiazepin ist und keine muskelentspannende Wirkung hat, heißt allerdings nicht, dass es sich hierbei um ein harmloses Medikament handeln würde. Wir haben es hier mit einem Wirkstoff mit einem hohen Suchtpotenzial zu tun, wenn die empfohlene Einnahmedauer überschritten wird. Schauen wir uns das im Detail an.

Stukturformel von Zolpidem

Was sind die Anwendungsbiete von Zolpidem?

Zolpidem wird, wie bereits erwähnt, verschrieben, um Schlaflosigkeit kurzfristig zu behandeln. Sein Wirkungsmechanismus ähnelt dem von Benzodiazepinen: Es wirkt an den Rezeptoren der Gamma-Aminobuttersäure, deren inhibierender Effekt verstärkt wird.

Dieses Arzneimittel gehört zu den Medikamenten, die den Aufbau des Schlafs und die Schlafphasen am wenigsten beeinflussen. Das bezieht sich sowohl auf den REM-Schlaf als auch auf die übrigen Schlafphasen. All das erleichtert dem Patienten, einen tiefen, erholsamen Schlaf zu haben, der nicht unterbrochen wird.

Wir möchten ebenfalls hervorheben, dass Zolpidem Patienten verschrieben werden kann, die unter dem Restless-Legs-Syndrom leiden. Bei älteren Menschen wirkt es in der Regel äußerst effektiv, da der Schlaf erleichtert und die Bewegung der Extremitäten ohne zu starke Nebenwirkungen verringert wird.

Zolpidem gehört zu den sogenannten Z-Drugs, wie Zopiclon oder Zaleplon, die den Benzodiazepinen ähneln und ebenfalls zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden.

Wie sollte Zolpidem eingenommen werden?

Dieses Medikament sollte, wie jedes andere auch, von einem Arzt verschrieben werden. Fachärzte entscheiden darüber, ob dieses Hypnotikum eingenommen werden sollte oder nicht, und wenn ja, wie lange die Behandlung andauern soll. Wir haben es eingangs erwähnt: Wir haben es mit einer chemischen Substanz zu tun, die die Schlafqualität verbessert, deren reguläre Einnahmedauer ein Maximum von vier Wochen nicht überschreiten sollte.

Es wirkt schnell, weshalb darauf hinzuweisen ist, dass der Patient auf einen Schlaf, der zwischen sieben und acht Stunden andauert, vorbereitet sein sollte. Während dieser Zeit können Patienten deshalb weder Auto fahren, noch irgendeiner anderen Aktivität nachgehen, die ihre Aufmerksamkeit erfordern. Wenn wir zwischen zwei und drei Stunden nach der Einnahme des Medikaments aufwachen, werden wir Koordinationsschwierigkeiten, eine geringe Aufmerksamkeit und Gedächtnisprobleme haben sowie sehr müde sein.

Kapseln und Tabletten

Nebenwirkungen von Zolpidem

Die sogenannten Z-Drugs sind sehr wirksam und Zolpidem wird mit am häufigsten verschrieben. Jedoch, und das sollten wir uns ins Gedächtnis rufen, hat es ein hohes Suchtpotenzial, wenn es häufig und/oder über längere Zeit eingenommen wird. Seine Verträglichkeit ist sehr hoch, es wird äußerst schnell in der Leber verstoffwechselt, und da es noch dazu ein hypnotisches Sedativum ist, müssen wir genau aufpassen, welche anderen Medikamente oder Substanzen wir zusätzlich einnehmen, damit keine Wechselwirkungen entstehen.

Wenn Zolpidem regelmäßig eingenommen wird, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Somnolenz
  • Unruhe
  • Halluzinationen
  • Albträume
  • Gedämpfte Emotionen
  • Verwirrtweit
  • Verstärkte Schlafstörungen
  • Anterograde Amnesie
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall

Wichtig ist auch, zu beachten, dass ältere Menschen empfindlicher auf Hypnotika reagieren. Deshalb sollten sie den Anweisungen der Fachärzte genau Folge leisten. Wenn die Behandlung mit Zolpidem über die empfohlene Einnahmedauer hinausgeht, besteht bei älteren Menschen ein erhöhtes Risiko, zu stürzen und kognitive Beeinträchtigungen zu erleiden.

Frau liegt wach im Bett

Die Einnahme von Zolpidem beeinträchtigt darüber hinaus unser Fahrverhalten und erhöht das Risiko von Verkehrsunfällen. Bei den meisten Hypnotika ist es der Fall, dass unsere Reaktions- und Koordinationsfähigkeit verringert wird, weshalb wir noch einmal darauf hinweisen möchten, die geplante Einnahmedauer nicht zu überschreiten, die niemals länger als vier Wochen betragen sollte.

Zum Schluss möchten wir noch sagen, dass dieses Medikament Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, Substanzen und sogar Nahrungsergänzungsmitteln haben kann, ganz gleich, ob diese natürlich sind oder nicht. Wir sollten immer den Anweisungen von Ärzten folgen und auf unerwartete Nebenwirkungen achten. In diesem Fall sollten wir sofort einen Facharzt informieren.