Zehn Tierfilme, die dazu anregen, darüber nachzudenken, wie wir Tiere behandeln

· 4. Oktober 2018

Wenn wir eine Gesellschaft schaffen wollen, in der wir alle in Frieden und Harmonie leben, kann Tierquälerei nicht Teil von ihr sein. Tatsache ist, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen können, Tieren mehr Lebensqualität zu geben. Es ist unsere Pflicht, alle Formen von Tierquälerei zu verurteilen und zu melden, wenn wir wissen, dass sie geschieht.

Filme sind ein großartiges Mittel und eine mächtige Waffe, um uns unbequeme Realitäten aufzuzeigen. Deshalb stellen wir heute zehn Tierfilme vor, die uns zum Nachdenken darüber bringen sollen, wie wir Tiere behandeln.

„Die Größe einer Nation kann an der Art und Weise beurteilt werden, wie ihre Tiere behandelt werden.“

Mahatma Gandhi

1. Spirit – Der wilde Mustang

Spirit – Der wilde Mustang  ist ein Animationsfilm von Dreamworks. Die Hauptfigur ist ein wildes Pferd, das sein ganzes Leben in Freiheit verbracht hat. Das heißt, bis es in menschliche Hände fiel. Sie fingen Spirit ein, verkauften ihn und versuchten, ihn zu zähmen, weil sie sich nicht für seinen Wunsch nach Freiheit interessierten.

Trotz all ihrer Bemühungen ist Spirit sicher, dass er keinen Kontakt zum Menschen haben will. Er möchte frei sein und wird deshalb nicht so leicht aufgeben. Diese Geschichte vermittelt einen wirklich starken Kampfgeist und lässt uns über die Rolle oder die Verpflichtung nachdenken, die wir Tieren gelegentlich zuschreiben.

Szene aus Spirit - Der wilde Mustang

2. Aristocats

Gleich nach dem unbestreitbaren „besten Freund des Menschen“ kommt die Katze  (oder noch davor, ganz wie du magst). Sie ist eine seltsame, pelzige Kreatur, die manche Menschen lieben und der andere Menschen misstrauen. Katzen sind von Natur aus neugierig und sie sind die Quelle endloser Mythen und Aberglauben.

Aristocats  ist eine Geschichte, die der von Susi und Strolch  ähnlich ist. Das Interessante Sache an den Aristocats ist, wie fürsorglich Madame Bonfamille, die Besitzerin der Katzen, ihnen gegenüber ist. Dennoch werden sie ihr genommen. Nachdem sie ihre geliebten Katzen aber schließlich zurückbekommt, beschließt sie, eine weitere zu adoptieren und ein Heim für Streuner aus der Stadt zu schaffen.

Dies ist einer dieser Tierfilme, der daran erinnert, dass es uns allen möglich ist, einen Unterschlupf für Tiere zu errichten. Zumindest können wir versuchen, die Katzen, die auf der Straße leben, zu unterstützen und die Menschen dazu ermutigen, sie zu adoptieren.

3. Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger  ist ein Film von Ang Lee, basierend auf dem gleichnamigen Roman. Er lässt uns über zahlreiche philosophische und religiöse Themen und Fragen nachdenken. Er ist eine Art poetischer Film, in dem ein junger Mann neben einem bengalischen Tiger in einem Boot inmitten des Meeres überleben muss.

Der Film erzählt eine wunderbare Geschichte voller Abenteuer und Herausforderungen, in der Tiere eine große Rolle spielen. Es ist schwer, die Handlung in wenigen Worten zusammenzufassen, also sagen wir es einfach so: Er ist ein absolutes Muss.

4. Das Dschungelbuch

Das Dschungelbuch  ist eine Ode an die Natur und die Reinheit der Tiere. Der Soundtrack zum Film ist ebenso einer Erwähnung wert, und ist einer von Disneys besten. Menschen geben das kleine Baby Mogli auf und es sind die Tiere, die sich daraufhin um ihn kümmern. Der Film zeigt auf, dass Tiere manchmal viel edelmütiger sein können als Menschen.

Wir kennen tatsächlich viele Fälle von Kindern, die von Tieren aufgezogen wurden. Beispielsweise gibt es den französischen Film Among Wolves  (zu Deutsch: Unter Wölfen,  nicht auf Deutsch verfügbar). Er erzählt die wahre Geschichte eines Jungen, der 12 Jahre unter Wölfen gelebt hat.

Das Dschungelbuch  gehört zusammen mit dem König der Löwen  zu den Tierfilmen, die am tiefsten in die wilde Seite des Tierlebens eintauchen. Sie zeigen, wie sie ihre Hierarchien aufstellen, wie sie mit ihrer Umwelt interagieren. Sie bringen uns zudem dazu, darüber nachzudenken, ob wir diese Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum entnehmen sollten – um sie in einem Zirkus oder Zoo auszustellen.

5. Frankenweenie

Tim Burton drehte 1984 einen Kurzfilm namens Frankenweenie,  der dem gleichnamigen Film von 2012 sehr ähnlich ist. Aber der Kurzfilm war nicht animiert, im Gegensatz zum aktuellen Spielfilm. Die kurze Version gefällt uns viel besser als das Remake und vermittelt wesentlich mehr Emotionen. Er porträtiert die Trauer, die wir empfinden, nachdem ein Haustier von uns geht. Er ist einer der emotionalsten Tierfilme, die es gibt.

Der Titel ist ein klarer Verweis auf Frankenstein und der Name der Hauptfigur ist sogar Victor. Die Geschichte geht auf die Beziehung zwischen einem Jungen und seinem Hund ein und auf die Trauer, die er durchlebt, nachdem der Hund stirbt.

6. 101 Dalmatiner

Der Handel mit Tierhäuten war schon immer ein lukratives Geschäft. Obwohl immer mehr Menschen sich weigern, sie zu tragen, gibt es weiterhin genügend Fanatiker. Tiere wie Krokodile, Füchse und Bisons sind nur einige der Opfer solcher Modetrends. Dafür mangelt es leider an Bewusstsein. Es gibt keinen Aufschrei, weil sie uns nicht so nah sind wie Hunde oder Katzen. Deshalb entsteht keine große Kontroverse, wenn gierige Geschäftsmänner aus ihnen Kleidungsstücke herstellen.

Denke einmal darüber nach: Würdest du einen Mantel aus Hundefell tragen? Selbst wenn du nur daran denkst, ekelt dich der Gedanke wahrscheinlich an. Wie könntest du einen Mantel tragen, der aus dem besten Freund des Menschen genäht wurde? Das wäre verrückt! Das ist im Grunde, worum es in 101 Dalmatiner  geht. Wir alle verlieben uns in die kleinen Dalmatinerwelpen, die Protagonisten im Film sind. Weiterhin lernen wir Cruella de Vil kennen, als eine der schlimmsten Verberecherinnen, als Tiermörder. 101 Dalmatiner  eröffnet uns die schreckliche Wahrheit hinter diesen kostbaren Pelzmänteln.

Szene aus 101 Dalmatiner

7. Der Bär

Der Bär ist ein französischer Film aus dem Jahr 1988, der voller Emotionen ist. Der Hauptdarsteller ist ein kleiner Bär, der nach einem Bergsturz seine Mutter verliert. Nach seinem Verlust schließt er sich einem älteren Bären an, der im Laufe der Zeit zu seinem Adoptivvater wird.

Der Film zeigt uns, wie diese Tiere vor all den Jägern davonlaufen müssen, die hinter ihnen her sind. Genau wie in anderen, ähnlichen Filmen sind auch hier die Menschen die Antihelden. Die Botschaft ist klar: Tiere haben ein Recht auf ihr Leben und die Natur verdient unseren Respekt.

8. Ferdinand

Dies ist einer der jüngsten Tierfilme, die den Stierkampf infrage stellen. Es ist also keine Überraschung, dass er in einigen Teilen der Welt, beispielsweise in Spanien, eine große Kontroverse ausgelöst hat.

Ferdinand mag keine Gewalt. Er ist ein friedlicher Stier, der einfach nur ein ruhiges Leben führen möchte. Leider wird er vom Menschen dazu ausgewählt, im Stierkampf anzutreten. Mit welchem Recht?

Manche Menschen verstehen den Stierkampf als Kunst, andere als Folter. Mitten in dieser Debatte eröffnet uns Ferdinand  die ewig vergessene Perspektive, die des Tieres. Weiß jemand, ob der Stier da sein will oder nicht? Muss ein Tier wirklich leiden, nur damit die Menge Spaß haben kann? Können wir rückständige Traditionen abschaffen oder müssen sie als kulturelles Erbe erhalten bleiben?

Dies ist einer dieser Filme, die definitiv eine Menge Diskussionen auslösen, eben wegen seines Themas und der Tatsache, dass der Film für Kinder gedacht ist – was nicht bedeutet, dass Erwachsene ihn nicht genießen können!

9. Bambi

Bambi ist ein weiterer Tierfilm, bei dem es um Respekt vor der Natur und frei lebenden Tieren geht. Es ist auch einer, der viele von uns zum Weinen gebracht hat, als wir klein waren, und es vielleicht sogar heute noch tut. Bambi ist ein Rehkitz, das mit seiner Mutter glücklich im Wald lebt. Alle Tiere in diesem Wald leben in perfekter Harmonie, außer denen einer Art.

Die Spezies, die den Frieden im Wald einfach nicht respektieren kann, ist der Mensch. Genau wie in Der Bär  geht es also darum, dass Tiere das Recht haben, frei zu sein.

Szene aus Bambi

10. Hachiko: Eine wunderbare Freundschaft

Natürlich, wenn wir eine Liste von Tierfilmen erstellen, dürfen wir Hachiko: Eine wunderbare Freundschaft nicht vergessen. Er ist ein emotionaler Film, der Aspekte wie Treue, die Freundschaft zwischen Menschen und Hunden, die endlosen Emotionen, die unsere pelzigen Freunde in uns hervorrufen können, und das, was es bedeutet, ein Tier zu lieben, beleuchtet.

Außerdem basiert der Film auf einer wahren Geschichte. Wenn du Tiere magst, wirst du ihn von Anfang an lieben, auch wenn er dich vielleicht zum Weinen bringt.

„Menschen sind die Teufel der Erde und Tiere sind ihre gequälten Seelen.“

Arthur Schopenhauer