Zehn Schritte, um dir selbst die Priorität zu geben

1. Februar 2016 en Psychologie 226 Geteilt

Wir leben ein bewegtes Leben, in dem es schwer fällt, sich selbst einmal die Priorität zu geben. Alles scheint so entworfen zu sein, um anderen immerzu die Priorität einzuräumen. Die Arbeit, die Familie, die Freunde, die Freiwilligenarbeit, zusammen mit dem Verständnis von Solidarität und Kompromiss, das in der Gesellschaft besteht, als auch die fremd oder selbstbestimmten Verpflichtungen lassen einen sich selbst gern vergessen.

Bei vielen Gelegenheiten gelangen wir sogar an den Punkt, an dem wir uns dafür schuldig fühlen, wenn wir uns einmal uns selbst widmen wollen. Wir fühlen uns, als hätten wir gar kein Recht dazu. Doch ist genau das Gegenteil der Fall. Dir selbst Zeit zu widmen lässt dich Energie auftanken, Klarheit gewinnen und mehr Sinn darin finden, was du machst, um es mit mehr Freude zu machen.

Zeit sich selbst zu widmen wird dir dabei helfen, dich besser zu fühlen, was wiederum unabdingbar dafür ist, anderen das Beste zu geben.

Wie gibt man sich selbst Priorität?

Fühle dich nicht schuldig und fange an, nach dir selbst zu schauen. Im Folgenden beschreiben wir einige Formen, wie du dir selbst Priorität einräumen kannst. Dies bedeutet nicht, die anderen links liegen zu lassen, sondern es erlaubt dir, dich in eine bessere Version deiner selbst zu verwandeln, um mehr für andere tun zu können.

ueberfordert

 1 – Nimm dir Zeit, um dich daran zu erinnern, dass deine Bedürfnisse wichtig sind. Wenn deine Bedürfnisse keinerlei Priorität für dich haben, dann haben sie das auch für niemanden sonst. Du musst diese Bedürfnisse verstehen und aktiv nach einer Form suchen, diese befriedigen zu können.

2 – Bewerte, welche Aspekte deines Lebens dir am meisten Stress erzeugen und denk darüber nach, in welchem Ausmaß sie wertvoll für dich sind. Frag dich, ob diese wirklich wichtig ist, ob sie den Aufwand wert sind, den sie dir verursachen. Du solltest auch verstehen, ob du diesen Stress durch deine Einstellung erzeugst, und wenn dies der Fall ist, eine Form suchen, dies zu ändern. Suche in jedem Fall nach einer Weise, den Stress zu kontrollieren, damit dieser keinen negativen Einfluss auf dein Handeln oder auch auf andere hat.

3 – Stelle sicher, dass du jeden Tag ein bisschen Zeit für dich hast, um Ruhe zu haben und nur das zu tun, was du dir wünschst. Es ist einfach, deine Bedürfnisse zu vergessen, wenn du im Alltagsgeschehen gefangen bist, wenn ständig jemand nach deiner Anwesenheit verlangt. Doch brauchst du einen Moment zum Atmen, ohne dass dieser ganze Druck besteht.

4 – Vergiss deine Schuldgefühle, um dich um dich selbst zu kümmern. Und gleich zu Anfang, fühl dich nicht gezwungen, dich zu erklären. Du musst keine Erklärungen geben, du musst dich nicht rechtfertigen. Wenn jemand es nicht versteht, dann ist das nicht dein Problem, außer du spielst das Spiel mit.

5 – Verstehe, dass du dich selbst verdienst, dass du das Recht hast, dich um dich selbst zu kümmern, auch wenn du für andere unentbehrlich erscheinst. Verstehe dies und verstehe auch, dass je besser es dir geht, desto hilfreicher du auch für andere sein wirst.

6 – Nimm dir alle Zeit, die nötig ist, um die Dinge zu tun, die dich besser mit dir selbst fühlen lassen, die dich sicherer und stärker fühlen lassen, die dich daran erinnern, wie wichtig du bist. Mache Sport, pflege deinen Körper, nimm dir Zeit zum Lesen, iss gut, schlaf gut.

7 – Umarme deine Emotionen und verweigere dir selbst nicht die Möglichkeit zu leiden. Unterdrücke nicht den Schmerz, als würden so alle Probleme verschwinden. Die Unterdrückung dessen, wie du dich fühlst, bringt dich näher an den Punkt, an dem du deine eigene Zufriedenheit unterwanderst. Du musst deine Emotionen und Gefühle akzeptieren.

8 – Erkenne und schätze die Menschen, die einen positiven und aufbauenden Einfluss auf dein Leben haben, und zeig dich ihnen gegenüber kompromissbereit. Diese Personen werden dir dabei helfen, dich selbst zu finden und werden dich in dem Prozess des persönlichen Wachstums unterstützen, was du auf Dauer brauchen wirst.

9 – Pflege die Fähigkeit, den Unterschied zwischen den Dingen zu verstehen, welche du ändern kannst und welche nicht, und lerne, die Dinge vorbeigehen zu lassen, bei denen du nichts tun kannst. Jeden Tag wirst du etwas Neues finden, was dir gefällt und was du zum Besseren ändern kannst.

10 – Vergiss nicht, dass es nur drei Dinge im Leben gibt, die du kontrollieren kannst: Was du denkst, was du sagst und was du machst. Nimm dies an und verhalte dich dementsprechend. Lass dich nicht wie eine Marionette lenken und sei dir dessen bewusst, was du machst und warum du es machst.

Auch interessant