Wissenswertes über Körpersprache und Angst

28 Juli, 2020
Die Körperhaltung und verschiedene Gesten verraten sehr viel über unseren Gefühlszustand. Erfahre heute Interessantes über die Sprache der Angst.
 

Alle menschlichen Gefühle und Emotionen spiegeln sich auf die eine oder andere Weise in der Mimik und Haltung jedes Menschen wider. Deshalb sprechen wir von einer Körpersprache der Angst, einer Körpersprache der Depression, Freude, Furcht usw. Gleichzeitig sind wir alle automatisch dazu in der Lage, die Bedeutung dieser Körpersprachen zu lesen.

Diese Kommunikation durch den Körper gibt uns im Umgang mit anderen wichtige Informationen. Sie drückt Spontaneität, Spannung, Desinteresse oder verschiedene Emotion aus, um unsere Aussagen zu unterstreichen oder zu widerlegen.

In der Körpersprache der Angst gibt es verschiedene Bestandteile, die den Zustand der Nervosität oder Unruhe offenlegen. Sie haben mit der Mimik, der Bewegung von Armen und Beinen und der allgemeinen Körperhaltung zu tun. Schauen wir uns einige dieser Bestandteile an.

„Für jeden Gedanken, der von einer Emotion unterstützt wird, gibt es eine muskuläre Veränderung. Die primären Muskelmuster sind das biologische Erbe des Menschen. Der gesamte menschliche Körper speichert die Aufzeichnungen über sein emotionales Denken.“
Mabel Ellsworth Todd

 
Mann mit Angststörung

Die Hände in der Körpersprache der Angst

Die Hände sind in der Körpersprache der Angst sehr aufschlussreich. Das Verbergen der Hände offenbart die innere Unruhe und Unsicherheit. Denn wer Frieden, Harmonie und Freundschaft vermittelt, hat keine Probleme damit, seine Hände zu zeigen. Versteckte Hände könnten jedoch eine verborgene Waffe tragen und dem Gesprächspartner Schaden zufügen.

Ruhige Menschen zeigen ihre Hände ganz unbewusst, doch in Angstsituationen und bei Misstrauen passiert genau das Gegenteil. Viele stecken die Hände in die Taschen oder verstecken sie unter einem Tisch.

Der Blick

Am Blick eines Menschen kann man seine Gefühle ablesen. Im Allgemeinen geht Ängstlichkeit mit einer gewissen Steifheit des ganzen Körpers und des Gesichtes einher. Die Stirn runzelt sich häufig und die Person scheint schlechter Laune oder besorgt zu sein. Die Gestik ist ernst und der Blick gequält.

 

Die Augen sind meist nicht ganz offen, der Kopf gesenkt und die Unsicherheit des betroffenen Menschen wird auf den ersten Blick sichtbar. Der Blick offenbart Sorgen und Nervosität. Oft wechselt der feste Blick mit einer gewissen Aggressivität mit dem Blick nach unten ab, was als Zeichen der Selbstbeobachtung interpretiert werden kann.

Körpersprache und Angst

Weitere Gesten der Angst

Auch Nägelkauen, Lippenbeißen oder das Beißen eines Gegenstandes, wie zum Beispiel eines Bleistiftes, weisen auf Angst und Nervosität hin. Die innere Unruhe kann sich auch am Kauen eines Kaugummis zeigen. Betroffene versuchen damit oft unbewusst, ihre Angst zu kontrollieren oder zu verbergen.

Körpersprache und Angst
 

Darüber hinaus weisen zwanghafte Bewegungen auf Angst und Nervosität hin: Das Kreuzen der Beine, das Schaukeln, ohne stillstehen zu können, das Spielen mit einem Gegenstand in den Händen, ein Tick, mit den Füßen auf den Boden oder den Fingern auf den Tisch klopfen… all diese Gesten zeugen von innerlicher Unruhe und Nervosität.

Wenn der Gesprächspartner ebenfalls angespannt ist, verbreitet sich die Angst noch viel schnellerDie körperlichen Anzeichen dafür sind eindeutig und sehr aufschlussreich. Es ist sehr schwer sie zu kontrollieren.

 
  • Baró, T. (2012). La gran guía del lenguaje no verbal: Cómo aplicarlo en nuestras relaciones para lograr el éxito y la felicidad. Grupo Planeta (GBS).