Wie wir unsere Konzentrationsfähigkeit steigern können, um nicht länger Zeit zu verlieren

7. Februar 2017 en Kuriositäten 250 Geteilt

Der Faktor Zeit ist einer dieser Faktoren, der wegen seiner immensen Macht unsere Seele nicht zur Ruhe kommen lässt. Manchmal scheint es, als würden wir nie mit etwas fertig werden, als wären Tage und Stunden wie im Flug vorbeigegangen und wären dennoch nicht genug gewesen, damit wir all das, was wir tun mussten, auch bewerkstelligen konnten. Wir haben das Gefühl, dass uns die Minuten wie Sand durch unsere Finger rinnen und wir können nichts dagegen tun.

Im Gegensatz zu dem, was viele glauben, verlieren wir die meiste Zeit, weil wir arbeiten oder einer dieser Aktivitäten nachgehen, die wir als „produktiv“ beschreiben. Das kommt daher, weil unsere Konzentration gestört wird und wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren: Obwohl wir dabei sind, diese Aufgabe zu erledigen, sind wir abgelenkt, weshalb wir länger als nötig brauchen, um sie zu Ende zu bringen.

„Wir werden geboren, um zu leben, deswegen ist die Zeit das wichtigste Kapitel unseres Lebens.“

Facundo Cabral

Die Konsequenz aus dieser Wahrnehmung, dass die Zeit verfliegt, ist, dass wir in einen Angstzustand verfallen. Wir verspüren diesen Druck, wenn wir die unermüdlichen Uhrzeiger im Hinblick auf die Aufgaben, die wir noch zu erledigen haben, betrachten. Unter dieser Bedingung können sich auch Blockaden einstellen und es werden Fehler gemacht, die dafür verantwortlich sind, dass wir noch länger brauchen.

Zu wenig Zeit und zu viele zwanghafte Angewohnheiten

Wir gehen jeden Tag einigen zwanghaften Angewohnheiten nach und diese nehmen einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch. Eine der häufigeren zwanghaften Angewohnheiten ist zum Beispiel das Bedürfnis, alle paar Minuten aufs Handy zu schauen. Höchstwahrscheinlich finden wir darauf keine neue Nachricht, oder wenn doch, ist diese nicht wichtig, doch manchmal können wir es einfach nicht lassen.

facebook

Weit verbreitet ist auch eine ähnliche Angewohnheit, die mit den geöffneten Internetseiten zu tun hat. Wenn du einmal genauer überlegst, hast du unzählige Male auf einer Website oder in sozialen Netzwerken vorbeigeschaut, ohne dass es neue Informationen oder wichtige Nachrichten gäbe.

Jeder Einzelne von uns hat so seine zwanghaften Angewohnheiten. Manche unterbrechen ihre Arbeit, um ihre Fantasien fliegen zu lassen, um ihre Umgebung zu beobachten oder irgendetwas anderes zu tun, das ihren eigentlichen Fokus von der Hauptaufgabe, der sie gerade nachgehen, auf etwas anderes lenkt.

Da diese Handlungen zwanghaft sind, finden sie unbewusst statt. Wir tun sie, ohne darüber nachzudenken und dadurch verlieren wir Zeit. Der Grund dafür ist eine niedrige Konzentrationsfähigkeit, Angst oder eine ineffiziente Arbeitsstrategie.

Die emotionale Überbelastung und die Zeit

Die emotionale Überbelastung stiehlt uns ebenfalls mehr Zeit, als es uns lieb ist. Außerdem beraubt sie uns unserer Verfügbarkeit und Motivation, um uns auf unsere Ziele zu konzentrieren. Ungelöste Probleme bedeuten eine emotionale Belastung, die uns unbemerkt bei allem, was wir tun, verfolgt.

konzentrationsfaehigkeit

Wir alle haben schon einmal eine Aufgabe aus dem einen oder anderen Grund nicht zu Ende gebracht und das hat dazu geführt, dass unser Verstand ein Eigenleben entwickelt hat. Ab diesem Moment hat sich der Gedanke daran ein Plätzchen in unserem Bewusstsein gesucht und ist uns wiederholte Male durch den Kopf geschossen. Aus diesem Gedanken wurde ein Angstzustand, der nichts mit der Situation zu tun hatte, in der wir uns in jenem Moment befanden.

Ungelöste Konflikte machen uns im Alltag zu schaffen. Sie beeinträchtigen unsere Konzentrationsfähigkeit, da sie wie störende Geräusche sind, die einen Waffenstillstand vortäuschen und in den unpassendsten Momenten wieder zum Vorschein kommen und zur Folge haben, dass wir freudige Situationen nicht genießen können. Letztendlich ist es so, dass sie uns in der Vergangenheit festsitzen lassen oder uns Sorgen über die Zukunft bereiten.

Sich konzentrieren, um Zeit zu gewinnen

Die Zeit, oder besser gesagt die Wahrnehmung der Zeit, ist im Grunde genommen eine psychologische Größe. Sie verfliegt oder rennt uns nicht mehr davon, je nachdem, was wir fühlen oder denken. Eine Minute beim Zahnarzt kommt uns unendlich vor, verfliegt aber wie im Nu in einer angenehmen Situation. Und gerade weil unser Gefühl der Zeit so sehr von dem beeinflusst wird, was in unserem Verstand vor sich geht, fällt es nicht leicht, sie rationaler zu betrachten.

Um uns besser zu konzentrieren und unsere Zeit besser zu managen, müssen wir zuallererst anerkennen und akzeptieren, dass es immer etwas geben wird, dass wir noch zu erledigen haben. Das sollte kein Grund sein, Angst zu haben, sondern sollte als eine feste Eigenschaft des Lebens gesehen werden. Sobald wir das verstanden haben, sollten wir Aktivitäten und Pausen miteinander kombinieren. Ablenkung ist auch ein Zeichen für Ermüdung und Forschungen haben gezeigt, dass das Gehirn nach 25 Minuten beginnt zu ermüden, wenn wir uns auf eine einzige Aktivität konzentrieren.

frau-mit-katze

Daneben ist es ebenfalls wichtig, dass wir in den Momenten, in denen wir gerade nicht an etwas arbeiten, einer kreativen Aktivität nachgehen. Unsere Freizeit ist so wichtig oder sogar noch bedeutender als unsere Arbeitszeit. Damit sind all diese Aspekte der Freiheit gemeint, in denen wir Druck abbauen und unsere emotionale Energieressourcen wieder aufladen können.

Verliere nicht länger wertvolle Zeit mit zwanghaften Angewohnheiten, wie beispielsweise fernsehen. Investiere deine gesamte Pause auch nicht in Situationen, die dich erschöpfen oder abstumpfen lassen, denn dadurch kannst du nicht wirklich abschalten. Um deine Arbeitszeit besser zu nutzen, solltest du lernen, deine Pausen so gut wie möglich zur Erholung zu gebrauchen. So kannst du dich wieder besser auf das wirklich Wichtige konzentrieren.

Die Zeit erlegt uns die Verantwortung für unsere Taten auf

Wir sind alle frei in unserem Handeln, aber wir sind nicht frei
von Verantwortung für dessen Konsequenzen… >>> Mehr

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Tomasz-Alen-Koper, Flora Borsi

Auch interessant