Von der Gefahr, zu viele Aufgaben zur gleichen Zeit erledigen zu wollen

· 28. April 2016

In der heutigen Zeit ist alles sehr schnelllebig und vergänglich. Verschiedene Transport- und Kommunikationsmittel haben es möglich gemacht, dass wir einander so nah wie nie sind und dafür so wenig Zeit wie möglich benötigen.

Unser Leben wird immer mehr von Bildschirmen, Nachrichten, Tönen und Konversationen bestimmt, die allesamt parallel nebeneinander herlaufen. Genauso wie sich Entfernungen auf jegliche Art und Weise verringern, machen wir auch zunehmend mehr Dinge und erledigen mehr Aufgaben.

Doch welche Konsequenzen hat es, wenn wir zu viele Sachen zur selben Zeit tun?

Was passiert, wenn wir zu viele Aufgaben zur gleichen Zeit erledigen?

Viele Sachen gleichzeitig zu tun kann unabhängig vom Geschlecht dazu führen, dass wir nicht so produktiv sind, wie wir es eigentlich sein könnten, wenn wir uns stattdessen nur auf eine Aufgabe konzentrieren würden.

In einer Gesellschaft, in der alles immer noch schneller gehen muss, brauchen wir unentwegt schnelle und kurze Antworten. Die Reizüberflutung der heutigen Zeit verlangt uns ab, dass wir selbst bestimmen, welche die wichtigsten Aufgaben sind und ihnen unsere volle Aufmerksamkeit schenken.

Notizbuch

Auch unser wundervolles Gehirn hat seine Grenzen. Wenn wir eine Vielzahl an Informationen verarbeiten müssen, ist unser Gehirn überlastet und wir begehen bei der Erledigung einer Aufgabe Fehler.

Das Ergebnis ist dann, dass wir am Ende des Tages das Gefühl haben, dass wir eigentlich nichts wirklich gemacht haben und einfach nur erschöpft sind.

Besser wenig und gut als viel und schlecht

Um mit Aufgaben und Terminen voll gestopfte Tage zu vermeiden, ist es besser, den Tag durchzuplanen und sich realistische und erfüllbare Tagesziele zu setzen.

Deshalb ist es immer gut, einen Terminplaner zur Hand zu haben, in den wir unsere Aufgaben, die wir im Laufe des Tages abarbeiten wollen, gleich am Morgen eintragen.

Es ist auch von Vorteil, sämtliche Aktivitäten zu kategorisieren. Ein Beispiel dieser Organisationsmöglichkeit könnte sein:

  • Arbeit: Arbeitstechnische Aufgaben, die machbar sind.
  • Soziales: Verpflichtungen, Nachrichten an Familienmitglieder/Freunde und Aktualisierung unserer sozialen Profile.
  • Freizeit: Sport, Tanzen, Musik, Meditation, etc.

Wenn wir mithilfe dieser Technik unsere Aufgaben und unseren Tagesablauf konkreter organisieren, wird auch das Ergebnis jeder einzelnen Aufgabe zufriedenstellender sein.

Wenn wir alles machen wollen, machen wir eigentlich nichts

Wir müssen einsehen, dass wir nicht alles gleichzeitig machen können. Manchmal setzen wir uns für einen einzigen Tag so viele Ziele, dass wir letztendlich keines von ihnen auch nur annähernd erreichen.

Und genau so entsteht das Gefühl von Enttäuschung: „Ich habe es nicht geschafft“, „ich habe meine Zeit vergeudet“, „ich bin einfach nicht dazu in der Lage, zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe.“

Terminkalender

Sinnvoller ist es, weniger Aufgaben zu erledigen und diese dafür aber gut zu machen. Außerdem ist es wichtig, zu wissen, welche Tagesziele und Verpflichtungen den Mitmenschen gegenüber man nicht erfüllen kann und sich dementsprechend zu verhalten.

Auch wenn es Situationen gibt, in denen wir einfach zur Stelle sein müssen, gibt es beispielsweise auch Verpflichtungen, denen auch problemlos zu einem anderen Zeitpunkt nachgegangen werden kann. Hierbei ist es vorteilhafter, eine ehrliche Erklärung abzuliefern und eine realistischere Alternative anzubieten, die mit unseren restlichen Aufgaben und Aktivitäten zu vereinbaren ist.

Konzentriere dich auf jeden einzelnen Schritt

Um bis ans Ende des Weges zu kommen, müssen wir jeden einzelnen Schritt, den wir machen, genießen. Erfreue dich an jedem Zwischenziel, das du erreichst, ohne dich zu sehr auf das Endresultat zu versteifen – das ist der Schlüssel, um eine Aufgabe gut zu machen.

Natürlich sollten wir unsere Hoffnung stets aufrechterhalten, aber oftmals denken wir an einen unglücklichen Ausgang, was uns aber nur daran hindert, ein Ziel zu erreichen und dazu führt, dass wir es nicht einmal probieren.

Das Ende vom Lied ist, dass wir inmitten einer Aufgabe aufgeben und diese unerledigt bleibt. Genau in diesem Moment kann bei uns das Gefühl von Angst darüber aufkommen, dass wir etwas noch nicht vollendet haben.

Und wenn sich diese unerledigten Aufgaben und unerreichten Ziele häufen, verfolgt uns der Gedanke „hätte ich es doch nur zu Ende gebracht“,  was zur Folge hat, dass wir weniger effizient arbeiten und der Auffassung sind, dass die Aufgabe noch mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, als sie es in Wahrheit tut.

Zur inneren Ruhe finden

Wir leben in einer Welt, in der wir so sehr von Reizen überflutet werden, dass es uns fast so vorkommt, als hätten wir vergessen, was Ruhe bedeutet. Doch die Ruhe ist eine großartige Möglichkeit, um sich frei von Sorgen zu fühlen.

Autos, Alarmsignale, Anzeigen und Benachrichtigungen bestimmen unseren Alltag und sind dafür verantwortlich, dass unser Verstand sein Hauptaugenmerk jede Sekunde auf etwas anderes legt, um sich auf alles zu konzentrieren, was er wahrnimmt.

Doch mit Ruhe sind nicht nur fehlende Geräusche gemeint, sondern auch der innere Frieden. Der innere Frieden befreit uns von allen äußeren Reizen und wir konzentrieren uns nur auf uns selbst.

Wir brauchen dasselbe Gleichgewicht wie ein beschützter Wald und ein sumpfiges Küstenland, um unser mentales Ökosystem aufrechtzuerhalten.

Aus diesem Grund solltest du deine alltäglichen Aufgaben konkretisieren, organisieren und deine innere Ruhe finden, um alles, was du dir vornimmst, auf die effizienteste Art und Weise erledigen zu können. Und anstatt jeden Tag viele Dinge zu machen, wähle gewissenhaft aus, welche einzelnen Ziele du tatsächlich erreichen kannst.