Wie die Meditation Gehirnfunktionen in 8 Wochen von Grund auf verbessern kann

14. August 2016 en Kuriositäten 188 Geteilt
Gehirnfunktionen verbessern - vom ungeordneten zum geordneten Rubikwürfel

Die Meditation kann einige unserer Gehirnfunktionen verbessern, sie in acht Wochen merklich auf Vordermann bringen. Die Gehirnareale, die darauf ansprechen, stehen in Zusammenhang mit dem Gedächtnis, mit Gefühlen und Stress, sowie den Bereichen, die für die Konzentration und die emotionale Integration verantwortlich sind.

Das sagt nicht etwa eine Gruppe von Anhängern oder Liebhabern der Pseudowissenschaft, sondern ein Forschungsteam des General Hospitals von Massachusetts (Massachusetts, USA), welches diese Auswirkungen dokumentiert hat. Die entsprechende Studie wurde in der Zeitschrift Psychiatric Research  veröffentlicht, bei der ein Meditationsprogramm von acht Wochen durchgeführt wurde, durch welches die Vorteile, die die Meditation in Bezug auf unsere Gefühle, Verhaltensweisen und Gedanken hat, untersucht werden sollten.

Meditierende Frau

Was sich im Gehirn durch die Meditation verändert

Auch wenn allgemein bekannt ist, dass die Meditation viele Vorteile mit sich bringt, wurde bisher noch nicht bewiesen, dass diese Veränderungen so schnell eintreffen, und noch weniger, dass die Verbesserung der Gehirnfunktionen dementsprechend ausfallen würden.

Es stellte sich heraus, dass die Meditation Bereiche des Gehirns, die mit dem Gedächtnis, der Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Stress zusammenhängen, positiv beeinflusst. Oder anders gesagt: Was für uns mit Spiritualität zu tun hat, verbessert tatsächlich unseren physischen und mentalen Gesundheitszustand.

Sobald jemand meditiert, ist nicht nur sein Allgemeinbefinden besser, weil er sich entspannt fühlt, sondern auch, weil die Struktur seines Gehirns die eigenen Verbindungen geschickt verbessert hat. So wie es den Anschein macht, muss man kein Experte auf dem Gebiet der Meditation sein, um davon profitieren und eine Leistungssteigerung unserer emotionalen Integration und Konzentrationsfähigkeit bemerken zu können.

Die Teilnehmer der Studie meditierten jeden Tag lediglich 27 Minuten lang. Acht Wochen reichten vollkommen aus, wenn wir verschiedene Gehirnfunktionen verbessern wollen, wie z.B. eine stärkere Dichte der grauen Substanz des Hippocampus (zuständig für unsere Gedächtnisleistung) und eine Steigerung in anderen Gehirnarealen, die die Selbstwahrnehmung, das Mitgefühl und die Introspektion beeinflussen.

Ebenfalls konnte eine Verringerung der Dichte in der Amygdala dokumentiert werden – einer Struktur, die für Gemütszustände, wie beispielsweise Stress, Angst oder Furcht zuständig ist. Man könnte auch sagen, dass wir dank der Veränderlichkeit unseres Gehirns die Möglichkeit bekommen, jeden Tag ein besserer Mensch zu sein – sowohl für andere, als auch für uns selbst.

Frau praktiziert Yoga und ist umgeben von Löwenzahn

Die Meditation: eine mentale Technik, die es uns erlaubt, in der Gegenwart zu leben

Wenn wir regelmäßig meditieren, ist eine der ersten Veränderungen, die wir zu schätzen lernen, die Fähigkeit, in der Gegenwart zu leben, im Hier und Jetzt, und störende Gedanken bezüglich der Vergangenheit oder Sorgen im Hinblick auf die Zukunft zu vergessen.

Wie bereits erläutert, können wir durch Meditationsübungen nicht nur wunderbar entspannen, sondern bekommen auch eine bessere Kontrolle über uns selbst. Dank der Meditation gelingt es uns, unsere Worte und Gedanken besser zu ordnen und somit auch einen kontrollierten Dialog mit uns selbst zu führen.

Diese mentale Technik hat den großartigen Vorteil, dass wir unsere Gefühle besser verstehen können, ohne dass sie von negativen Gedanken verschleiert werden, was zur Folge hat, dass wir angemessener reagieren.

Das bringt uns sowohl emotional, als auch sozial gesehen einen Erfolg, weil sich die Kontrolle über uns selbst auf unsere Beziehungen, Pläne und unseren Alltag auswirkt.

Frau meditiert unter der Sonne

Bevor wir uns der Meditation widmen, sollten wir uns darüber bewusst sein, dass wir diese Thematik nicht blauäugig angehen dürfen. Denn auch wenn es unzählige Expertenmeinungen und Ratschläge gibt, wie man richtig meditiert, entsprechen diese nicht immer der Wahrheit. Es handelt sich hierbei um eine Disziplin, die einer weiterreichenden intellektuellen Übung und der Hilfe eines fähigen Lehrers bedarf.

Wie an anderer Stelle erwähnt, können wir durch die Meditation unsere Gedanken fliegen lassen, uns auf die Gegenwart konzentrieren und Stress und Sorgen abschütteln. Unser Verstand möchte uns immer zeigen, dass das Bewusstsein arbeitet, weshalb es gerade zu Beginn schwierig sein kann, gedanklich nicht abzuschweifen, sich vom eigenen Körper oder anderen Dingen nicht ablenken zu lassen.

Falls du noch keine Meditationsübung kennst und in diese für uns gewinnbringende Welt eintauchen willst, solltest du dir auf jeden Fall die Zeit nehmen, dich darüber zu informieren und eine für dich am geeignetste Meditationsart auswählen, die deinen Wertvorstellungen, deinem Glauben und deinen Bedürfnissen entspricht. Das ist zweifellos der erste Schritt, um dir diese wunderbare und bereichernde Gewohnheit zu eigen zu machen.

Auch interessant