Die Zeit erlegt uns die Verantwortung für unsere Taten auf

25. November 2016 en Psychologie 231 Geteilt

Wir sind alle frei in unserem Handeln, aber wir sind nicht frei von Verantwortung für dessen Konsequenzen. Die Gesten, Worte und Taten, die wir ausführen haben immer einen Effekt. Und selbst wenn wir das zunächst nicht sehen, ist die Zeit ein weiser Richter. Auch wenn sie keinen sofortigen Schuldspruch verhängt, scheint es so, als bekämen die Menschen am Ende doch meist das, was sie verdienen.

Der gefeierte Psychologe und Wissenschaftler Howard Gardner hat die Welt kürzlich mit der Aussage überrascht, dass ein schlechter Mensch niemals zu den Besten zählen könne. Er bekräftigt, dass jemand, der nur von seinen eigenen Interessen geleitet ist, niemals Exzellenz erreichen könne. Diese Realität scheint sich im Spiegel der Zeit darzustellen.

Jeder erntet, was er sät, und auch wenn viele frei von ihren Taten sind, sind sie nicht frei von deren Konsequenzen. Denn früher oder später wird der Richter, den man Zeit nennt, ihnen das geben, was sie verdienen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass auch kleine Dinge, wie zum Beispiel ein fragender Ton, das übertriebene Benutzen von Witzen oder Sarkasmus, ernste Konsequenzen in der emotionalen Welt des Gegenübers haben kann. Nicht dazu fähig zu sein, Verantwortung für diese Taten zu übernehmen, ist ein Zeichen von fehlender Reife, die früher oder später Folgen haben wird.

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Die Zeit ist ein weiser Richter

Hier ist ein Beispiel: Stell dir einen Elternteil vor, das sein Kind mit Strenge und fehlender Zuneigung aufzieht. Wir wissen, dass diese Art der Erziehung Konsequenzen hat, aber das Schlimmste ist, dass der Vater oder die Mutter hofft, dass Erziehung einen starken Menschen hervorbringt, der sich auf eine bestimmte Art und Weise verhält. Allerdings werden das Kind dem wohl nie gerecht, bleibt unglücklich, ihm fehlt das Selbstbewusstsein und es hat Angst.

Die Folgen der Erziehung zeigen sich Jahre später: Das Kind wird sich von seinen Eltern distanzieren, auch wenn diese vielleicht niemals verstehen, wrum. Das ist so, weil sich Menschen, die verletzen, oft nicht für ihre Taten verantwortlich fühlen, es ihnen an emotionaler Nähe fehlt und sie es vorziehen, anderen die Schuld zuzuweisen à la „Meine Kinder sind undankbar“,  oder, „Meine Kinder lieben mich nicht.

Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass jede Tat, egal wie klein, ihre Konsequenzen hat und dass du volle Verantwortung für sie übernehmen musst. Für sein Handeln verantwortlich zu sein heißt auch, eine Verpflichtung zu haben, auf andere zu reagieren. Menschliche Reife beginnt damit, Verantwortung für jedes Wort, das du sagst, jede Tat, die du begehst, zu übernehmen. So kannst du die Welt für dich und für alle um dich herum zu einem besseren Ort machen.

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Verantwortung zu übernehmen erfordert Mut

Einsamkeit ist nur eine Konsequenz einer vergangenen schlechten Entscheidung. Sie ist ein guter Weg, zu entdecken, dass wir alle durch einen sehr feinen Faden verbunden sind, bei dem eine kleine Störung dazu führen kann, dass sich ein Knoten bildet oder dass der ganze Faden mitsamt allen seinen Bindungen reißt.

Versuche, deine Taten mehr als deine Worte sprechen zu lassen, und lass deine Verantwortung die Reflektion deiner Seele sein. Um das zu tun, versuche, immer positive Gedanken zu haben. Die Zeit wird dich so behandeln, wie du es verdienst.

Denk daran, dass wir alle unsere eigenen Lebenserfahrungen gesammelt haben und dass Verantwortung eine Art und Weise ist, dein Leben und das von anderen Menschen aufzuwerten.

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Wir laden dich dazu ein, diesen Akt des Mutes in die Tat umzusetzen, indem du diesen Prinzipien folgst:

  • Der erste Schritt in Richtung Verantwortung ist es, damit aufzuhören, dich zurückzuziehen und die Schuld an allem, was passiert, im Externen zu suchen, ganz auf deine Bedürfnisse abgestimmt.
  • Schau dir genau an, was du denkst, was du sagst und nicht sagst, und was du tust. Du erschaffst deinen eigenen Typ von Sprache, der einen Einfluss auf andere und ihre Emotionen hat. Du musst dazu fähig sein, zu spüren, was dein Gegenüber fühlt und Empathie für ihn entwickeln.
  • Sieh die Konsequenzen deiner eigenen Taten voraus und sei dein eigener Richter. Wir meinen damit nicht, dass du in eine Art „Selbstkontrolle“ verfallen sollst, in der du dein eigener Henker wirst, bevor du überhaupt etwas sagst oder tust. Versuche, den Effekt einer bestimmten Handlung auf dich und andere vorherzusehen.
  • Verantwortlich zu sein heißt auch, zu verstehen, dass du nicht immun gegen äußere Einflüsse bist. Menschen, die ihren Taten, Wünschen oder Bedürfnissen keine Grenzen setzen, werden früher oder später die Konsequenzen erfahren. Das Sprichwort „Meine Freiheit endet da, wo deine beginnt“  drückt eben diese Idee aus. Du solltest allerdings auch die Freiheit und das Wachstum von anderen fördern, sodass du den gegenseitigem Nutzen nährst.

Die genannten Schritte eignen sich für Erwachsene und auch für Kinder. Durch diese Schritte kannst du Kindern beibringen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat.

Es ist definitiv einen Versuch wert.

meerfrau

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