Wie wir unsere Ängstlichkeit überwinden, um unser Leben in vollen Zügen auszukosten

13, Januar 2017 en Psychologie 0 Geteilt

Fühlst du dich wie ein Schlafwandler in deinem eigenen Leben? Hättest du gern mehr Freiheit, mehr Abenteuer, mehr Zeit und mehr Liebe in deinem Leben? Bist du jemand, der versucht, das Leben in vollen Zügen auszukosten, doch du hast das Gefühl, dass dich deine Ängstlichkeit daran hindert?

Es ist traurig, aber viele Menschen wandeln durchs Leben, ohne je erlebt zu haben, was es alles für sie bereithält. Und auch wenn die Umstände eines jeden Einzelnen verschieden sind, soll das nicht heißen, dass es keine Möglichkeit gibt, daran zu arbeiten, sein Leben mehr zu genießen.

Eine traumatische Erfahrung, eine neue Verantwortung oder die einfache Feststellung, dass die Zeit vorbeigeht, können bei uns Ängstlichkeit auslösen. Der Hauptgrund dafür sind Versagensängste und andere Ängste, die uns paralysieren und uns nicht erlauben, das Leben zu genießen. Die Angst davor, etwas nicht zu bekommen oder zu erreichen, kann uns in eine Starre verfallen lassen, was die Dinge noch viel schwieriger macht.

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Angst und Ängstlichkeit überwinden

Wegen unserer Ängstlichkeit überzeugen wir uns regelmäßig, dass wir uns in einer Situation befinden, die heikel sein könnte, und wir denken über die Werkzeuge nach, die wir glauben zu haben. Diese Ängstlichkeit kann sich auf vielerlei Arten manifestieren, zum Beispiel als Perfektionismus, Ehrgeiz, Eifersucht, durch das Bedürfnis, anderen gefallen zu wollen, oder regelrecht süchtig nach Arbeit zu sein.

„Alles, was du willst, befindet sich auf der anderen Seite der Angst.“

Jack Canfield

Um unser Leben in vollen Zügen auskosten zu können, ist es notwendig, diese Ängstlichkeit und vor allem all diese Ängste, die uns Grenzen setzen und uns wie Gefängnismauern umgeben, zu besiegen. Aber wie soll das funktionieren? Im Folgenden findest du ein paar hilfreiche Strategien.

Wie du deiner negativen Denkweise und deinem ängstlichen Verhalten ein Ende bereitest

Um unsere Ängstlichkeit der Vergangenheit angehören zu lassen, müssen wir uns daran erinnern, so offensichtlich das auch scheint, unser ängstliches Verhalten und unsere negativen Gedanken anzuerkennen. Wir müssen den Mut dafür aufbringen, uns diesen Gedanken und Verhaltensweisen zu stellen, denn man kann nicht gegen einen Feind kämpfen, den man nicht kennt.

Negative Gedanken und Verhaltensweisen zu identifizieren und anzuerkennen, bedeutet, einen Teil des Kampfes schon gewonnen zu haben. Sobald wir ihnen die Maske abgenommen haben, ist es viel einfacher, ihnen die Stirn zu bieten. Das braucht zwar Zeit, aber funktioniert.

In Gedanken versunkene Frau

Negativen Gedanken und ängstlichen Verhaltensweisen

  • Verallgemeinerungen: Nicht alles, was etwas anderem ähnelt, ist auch wie das andere.
  • Gedanken lesen lassen: Wenn du etwas willst, dann sag es und erwarte nicht von anderen, dass sie deine Gedanken lesen können.
  • Bestätigung anderer und negative Selbstbewertung: Sich zu irren oder etwas schlecht zu machen, macht dich nicht zu einem Idioten oder Taugenichts, daher solltest du es dir auch nicht immer wieder wie ein Mantra vorsagen.
  • Eine radikale Denkweise: Es ist nicht alles schwarz oder weiß. Es gibt Millionen von Farben, die alles ändern können. Und es zeigt sich oft Erstaunliches, wenn wir eine Sache durch einen Farbfilter betrachten.

Strategien anwenden zur Überwindung negativer Gedanken

  • Gestehe dir deine negativen und unnützen Gedanken ein und gib ihnen einen Namen.
  • Versuche sie durch positive Gedanken zu ersetzen.
  • Extreme Wortlaute sollten entgegengesetzten positiven weichen.
  • Schreibe die negativen Gedanken, die sich am häufigsten wiederholen, auf, und denke darüber nach, wie du sie loswerden kannst.entspannte-junge-frau

Übe dich in Akzeptanz

Akzeptiere, dass du Angst hast. Anstatt versuchen, sie zu unterdrücken, versuche lieber, sie zu verstehen. Dein Körper funktioniert vollkommen normal. Angst ist nur eine Warnung, dass du achtgeben solltest. Davor zu fliehen, hat keinen Sinn. Die Situation zu akzeptieren, wird dir dabei helfen, sie zu lösen.

Eine Angstsituation zu akzeptieren, ist nicht leicht. Leicht ist, sich schlecht zu fühlen, wenn man über sie nachdenkt. Aber es ist nicht leicht, sich seinen Monstern zu stellen. Doch wir können sie nur besiegen, wenn wir ihnen ins Gesicht schauen. Deshalb ist es notwendig, stark und mutig zu sein.

Akzeptieren bedeutet, zu verstehen, dass du in diesem Moment Angst empfindest und du noch ängstlicher sein wirst, während du sie anerkennst. Es wird eine Zeit geben, in der negative Gedanken weiterhin vorkommen. Das ist etwas vollkommen Normales. Du musst nur lernen, den Gedanken als einen Gedanken zu akzeptieren, der Angst macht, und dann weiterzumachen.

Kümmere dich auch um dich

Schlafe genügend, ernähre dich gesund, treibe Sport, gehe einem Hobby nach, entspanne dich – verbringe mit dir selbst qualitativ hochwertige Zeit. Dich nicht den ganzen Tag um andere zu kümmern oder am Tag weniger zu arbeiten, macht dich nicht zu einem schlechteren Menschen, genau das Gegenteil ist der Fall. Kümmere dich genauso um dich wie um andere, denn dann wirst du besser aufgestellt sein, um deinen Verpflichtungen und Verantwortungen nachzukommen.

Das Leben in vollen Zügen auszukosten, muss nicht heißen, den ganzen Tag Situationen voller Nervenkitzel zu erleben, sondern jeden Moment bewusst zu genießen. Doch das wird dir nicht gelingen, wenn dein Körper und dein Verstand nicht darauf eingestellt sind.

Umgib dich mit positiven Menschen und Dingen, sei gut zu dir selbst und zu deinen Mitmenschen und gib dem Priorität, was wirklich wichtig ist.

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Überdenke deinen Lebensstil

Sei vorsichtig mit toxischen Beziehungen und Situationen, die sich in dein Leben schleichen. Toxische Menschen vernebeln dir nur deinen Verstand, vermiesen dir die Stimmung und verstärken scheinbare Angstzustände und Ängste noch, aus denen man dann nur schwer einen Ausweg findet. Aber wir finden auf die gleiche Weise einen Ausweg, wie man auch eine Krankheit übersteht: die Ursache muss bekämpft werden, und nicht nur die Symptome.

Überprüfe auch, ob du selbst toxisch bist. Wenn deine Einstellung zu einem feindseligen Ambiente führt, trifft hier das bekannte Sprichwort zu: So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Wenn du dich veränderst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du auch Veränderungen in deinem Umfeld feststellst.

Daneben solltest du beispielsweise hinterfragen, wie wichtig es ist, anderen zu gefallen, ob du klare Ziele hast, ob du das tust, was du wirklich tun willst oder nur was du tun musst, und ob du gemäß deinen eigenen Wertvorstellungen lebst.

Deine eigenen Werte zu finden gibt deinem Leben einen Sinn

Ihr ganzes Leben hindurch müssen Menschen wieder
und wieder über ihre Werte nachdenken… >>>Mehr

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