Wie man Entscheidungen trifft, die das Leben verändern

· 31. Juli 2017

Meist sind wir uns bewusst, wenn etwas in unserem Leben einer Veränderung bedarf. Manchmal wissen wir auch genau, welche Art von Veränderung stattfinden muss: die Trennung vom Partner, Kündigung oder Umzug. Allerdings sind wir uns des Weges, der uns an unser Ziel bringt, oft unsicher. Deshalb neigen wir dazu, wichtige Entscheidungen aufzuschieben.

Wichtige Entscheidungen umfassen zwei grundlegende Aspekte: Zunächst gilt es, eindeutig festzustellen, dass es ein schwerwiegendes Problem gibt. Zweitens müssen wir uns sicher sein, dass für die Lösung dieses Problems eine Veränderung nötig ist. Schließlich müssen wir uns klarmachen, dass es nun Zeit für konkrete und oft radikale Maßnahmen ist.

„Wann immer eine Entscheidung ansteht, ist die beste Option die richtige, die zweitbeste die falsche, und das Schlimmste ist es, gar nichts zu tun.“

Theodore Roosevelt

Bis zu  diesem Punkt schaffen wir es alle, wenn wir ein Problem haben. Danach lassen wir uns allerdings von anderen Dingen ablenken oder die Zeit verstreichen, warten ab. Wir versäumen es, diese eine Entscheidung zu fällen, die so wichtig und notwendig ist. Was wir brauchen, ist eine Methode, um entweder unseren Gedanken Taten folgen zu lassen, oder um uns einzugestehen, dass die Situation, in der wir uns befinden, keiner radikalen Veränderung bedarf.

Im Folgenden werden wir dir einige Tipps geben, die dir dabei helfen können, wichtige Entscheidungen zu treffen. Es handelt sich dabei nicht um eine Gebrauchsanweisung, der du Schritt für Schritt folgen musst, sondern um Richtlinien, denen man folgen kann, wenn es darum geht, endgültige Entscheidungen zu treffen.

Höre auf, zu denken, dass deine Entscheidung die schlimmsten Folgen haben würde

Jeder würde am liebsten perfekte Entscheidungen treffen. Eine Lösung für alles auf einmal. Eine Entscheidung, die uns von allen Unannehmlichkeiten befreit. Wie ein Strike beim Bowling, bei dem alle Pins auf einmal umfallen. Aber zu unser aller Enttäuschung gibt es diese Art von Lösung meist nicht.

Jede Entscheidung bringt Tücken und Nachteile mit sich. Man trifft keine tiefgreifenden Entscheidungen, um alle Probleme zu lösen, sondern weil sie zu einer grundlegenden Verbesserung unserer Umstände führen können. Eine Entscheidung beinhaltet eine Lösung für ein besonders dringendes Problem, wobei andere Probleme bestehen bleiben, die es später zu lösen gilt.

Wichtige Entscheidungen bringen meist kurzfristig Unzufriedenheit, Leiden und Entbehrung. Deshalb müssen wir mutig sein, um sie zu treffen. Wir bringen diese Opfer jedoch, weil das Problem, das wir lösen wollen, unser Leben so negativ beeinflusst, dass sie es wert sind.

Erkenne die Risiken und Gefahren, die mit deiner Entscheidung einhergehen

Jede wichtige Entscheidung birgt Risiken und manchmal Gefahren. Bevor wir den nächsten Schritt tun, sollten wir das Loch, in das wir fallen könnten, verkleinern. Das wird uns nicht nur Kraft bringen, um weiterzumachen, sondern auch Überzeugung und Zuversicht bezüglich unserer Entscheidung.

Hierbei kann es helfen, eine Liste zu machen. Nimm dir ein Stück Papier und schreibe alle Risiken auf, die mit deiner Entscheidung einhergehen. Sei konkret und so genau wie möglich. Identifiziere jedes einzelne Risiko und potenzielle Folgen für dich. Lasse nichts aus, so gering, absurd oder unwichtig das Risiko auch sein möge, denn es ist immer besser, sich eines Risikos bewusst zu sein. Wenn es darum geht, eine endgültige Entscheidung zu treffen, ist nichts irrelevant.

Tue dasselbe mit möglichen Gefahren. Der Unterschied zwischen Risiko und Gefahr ist, dass ersteres mit einem geringerem Schaden einhergeht, letzteres aber deine Gesundheit oder dein Leben beeinträchtigen könnte. Das hört sich extrem an, aber für manche ist bereits die Trennung vom Partner oder ein Jobwechsel eine Gefahr, da sie mit unzähligen Unsicherheiten verbunden sind. Deshalb ist es sehr subjektiv, was ein Risiko und was eine Gefahr ist. Ein wichtiger Faktor dabei ist, wie abhängig man von jemandem oder etwas ist.

Untersuche deine Gefühle und lege einen Handlungsrahmen fest

Vor einer wichtigen Entscheidung ist es normal, dass Zweifel oder Ängste aufkommen. Das Problem ist, dass diese Befürchtungen oft unsere Sicht auf die Dinge verzerren. Etwas in dir sagt dir, dass es Zeit für eine Veränderung ist, aber eine andere Stimme fordert dich auf, es nicht zu tun. Wir müssen diesen Widerspruch überwinden, um fortfahren zu können.

Es ist wichtig, sich seiner Gefühle bezüglich der anstehenden Entscheidung bewusst zu sein. Willst du, dass es dir besser geht, oder verfolgst du einen vernachlässigten Traum? Hast du dich bisher aus Angst, Strategie oder Besonnenheit vor der Entscheidung gedrückt? Wenn du auf diese Fragen Antworten finden kannst, hast du bereits die Hälfte der Strecke hinter dir.

Wenn du dir deiner Gefühle relativ bewusst bist, und wenn du die Risiken und Gefahren, die mit deiner Entscheidung einhergehen, abgewogen hast, wirst du bereit sein, zur Tat überzugehen. Schiebe sie nicht auf. Lege ein Datum fest, an dem du tust, was du tun musst. Tue es. Schaue danach nicht zurück, es ist erledigt.