Wie man eine SWOT-Analyse anstellt

· 11. Oktober 2018

Die SWOT-Analyse, auch SWOT-Matrix genannt, ist ein Werkzeug, mit dem wir die Situation eines Unternehmens untersuchen können. Sie kann auch in Bezug auf Institutionen, Projekte oder Personen verwendet werden. Außerdem werden sowohl interne Merkmale als auch externe Gegebenheiten analysiert. Dieses Tool informiert uns über den realen Zustand, in dem sich das untersuchte System befindet. Es erlaubt uns auch, eine Strategie für die Zukunft zu planen.

Im Zusammenhang mit der SWOT-Analyse müssen wir uns vor Augen halten, worauf sie aufbaut: auf einem Gleichgewicht der Kräfte. Schwächen und Risiken stehen auf der einen Seite. Stärken und Chancen auf der anderen. Wir sollten auch bedenken, dass eine SWOT-Analyse nur ein statisches Modell der Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Als solche ist sie nichts, was über lange Zeit gültig wäre. Sie ist aber den Umständen entsprechend modifizierbar.

Wenn wir eine SWOT-Analyse durchführen, wählen wir zunächst ein Ziel aus, das wir analysieren möchten. Das kann ein Unternehmen, eine Institution, ein Projekt oder ein Mensch sein. Sobald das Ziel ausgewählt ist, führen wir eine interne Analyse durch – noch vor der externen. Die gewonnenen Daten werden dann in einer Matrix dargestellt. Diese Matrix ermöglicht es uns, die Situation des analysierten Objekts zu beurteilen und gezielte Entscheidungen zu treffen.

Mann, der eine SWOT-Analyse anstellt

Interne SWOT-Analyse

Bei der internen SWOT-Analyse müssen wir zwei Faktoren berücksichtigen: Stärken und Schwächen. Stärken sind jene Attribute, die einen Vorteil bieten. Wenn wir ein Unternehmen analysieren, müssen wir die Verfügbarkeit von Kapitalressourcen bewerten. Wir evaluieren auch die Mitarbeiter, die Qualität von Produkten und Dienstleistungen usw. So können wir sehen, ob es sich dabei um Stärken handelt, die es dem Unternehmen ermöglichen, sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern zu verschaffen.

Zu den Schwächen gehört dagegen alles, was das Unternehmen behindert oder einschränkt. Das können mangelnde Ressourcen, Fähigkeiten oder Einstellungen sein. Diese Schwächen sind interne Probleme. Sie müssen identifiziert und beseitigt werden.

Externe SWOT-Analyse

Niemand kann nicht außerhalb einer Umgebung existieren. Die interne SWOT-Analyse bleibt deshalb unvollständig. Sie erklärt nicht, wie das angestrebte Ziel in Verbindung mit dem Zustand der Umgebung steht. Aus diesem Grund ist der nächste Schritt eine externe Analyse. Sie wird uns helfen, die Chancen und Risiken, die von außen wirken, zu erkennen. Der erste Schritt, um sie zu entdecken, ist die Suche nach Elementen, die einen Bezug zum Studienobjekt haben.

Chancen sind positive Faktoren. Risiken sind negative. Sobald die Chancen identifiziert sind, kann man sie zu seinem Vorteil nutzen. Andererseits sind Risiken Elemente, die gegen die Organisation oder das Individuum wirken können. Aus diesem Grund kann es notwendig sein, eine angemessene Strategie zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen.

SWOT-Matrix

Wenn diese Schritte abgeschlossen sind, müssen alle Daten in einer Zwei-mal-zwei-Matrix zusammengefasst werden. Die Daten zu visualisieren kann uns helfen, sie besser zu verstehen, wie im folgenden Diagramm ersichtlich wird:

SWOT-Analyse

Wenn wir die Daten in eine Matrix einfügen, sollten wir die Stärken und Chancen auf eine Seite setzen. Das sind die positiven Aspekte unserer Organisation und der Umwelt. Sie schaffen Potenziale. Sie zeigen uns, welche Maßnahmen wir ergreifen oder welche Entscheidungen wir treffen müssen. Der andere Teil der Matrix wird uns dagegen die Grenzen aufzeigen. Diese werden durch eine Kombination von Schwächen und Risiken bestimmt. Diese Einschränkungen können als Warnungen angesehen werden.

Die Matrix zeigt uns noch eine dritte Achse, die der Diagonalen. Die Kombination aus Stärken und Risiken ergibt die Bedrohungen, wohingegen die Kombination aus Schwächen und Chancen die Herausforderungen darstellen. Bedrohungen und Herausforderungen zeigen uns dabei den Weg, den wir gehen sollten. Sie bestimmen das weitere Vorgehen.

Entscheidungsfindung

Nun, da wir an diesem Punkt angekommen sind, haben wir unsere SWOT-Analyse abgeschlossen. Es bleibt nur noch, die Ergebnisse der Matrix zu analysieren und gute Entscheidungen zu treffen. Der gesamte Prozess basiert auf der Entscheidungsfindung. Insbesondere sollten wir die notwendigen Informationen organisieren, um rationale und objektive Entscheidungen zu treffen. Auch kann die SWOT-Analyse uns helfen, zukünftige Strategien zu entwickeln.

Wir führen solche Analysen durch, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Dabei hängen die Ergebnisse von der Qualität der Ausgangsinformationen ab. Je nachdem, wie gut die Informationen aus den internen und externen Analysen sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher oder niedriger, falsche Entscheidungen zu treffen.

Jetzt können wir also unsere eigene SWOT-Analyse durchführen. Wenn wir weitergehen wollen, können wir jederzeit eine CFIE-Analyse (Correct, Face, Improve, Explore) durchführen, die ebenfalls aus vier Aspekten besteht. Diese Aspekte sind die Korrektur von Schwächen, die Begegnung von Risiken, die Aufrechterhaltung von Stärken und die Erkundung von Chancen.