Wenn wir meditieren, konzentrieren wir uns auf alle Aktivitäten unseres Verstandes

· 13. Oktober 2016

Die Kunst des Meditierens beinhaltet viel mehr als nur die Tatsache, dass wir unseren Verstand befreien und uns auf unsere Gefühle konzentrieren. Es macht nicht wirklich einen Sinn, sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen und diese Kunst auszuüben, uns zu konzentrieren, um zu lernen, wie wir richtig meditieren, wenn wir nicht dazu in der Lage sind, die Bedeutung der Meditation in unsere alltäglichen Erfahrungen einfließen zu lassen.

Die Meditation geht weit darüber hinaus, uns etwas Zeit dafür zu nehmen und zu erlernen, sich zu konzentrieren. Wir müssen sie in unser Leben integrieren, damit in unserem Inneren ein Wandel mit der Absicht stattfinden kann, ein besserer Mensch für sein Umfeld, seine Natur und für alle zu sein, die diese Welt bewohnen.

Das, was wir kennen und woran wir glauben, verhindert, dass wir einen klaren, unberührten Verstand haben, der all dem gegenüber, was uns umgibt, aufgeschlossen ist. Wenn wir wahrhaft meditieren, macht das unseren Verstand frei von Ablenkungen und mentalem Lärm, um dafür zu sorgen, dass unser Verstand erwacht, wodurch uns bewusster wird, wie all das unsere Beziehungen und unser Verhalten beeinflusst.

„Laufen, Tanzen, Schwimmen, eigentlich kann alles Meditation sein. Meine Definition von Meditation ist: Immer dann, wenn dein Körper, dein Verstand und deine Seele in Einklang miteinander sind, ist das Meditation.“

Osho

Wie wir lernen, unser wahres Ich kennenzulernen

Die Meditation betrifft nicht nur den Verstand. Sobald es uns gelingt, diesen zu beruhigen, ist es möglich, dass wir einen klaren Kopf bekommen, was es uns einfacher macht, uns von Vorurteilen und vorschnellen Meinungen zu lösen, die unsere Gedanken verschleiern. Wir könnten auch sagen, dass wir durch das Meditieren unseren Verstand ordnen, damit er sensibler und intelligenter wird.

meditation

„Wir müssen die Unordnung erkennen, die in uns selbst herrscht, wir müssen Widersprüche, dualistische Kämpfe, entgegengesetzte Wünsche, ideologische Verhaltensweisen und deren Unwirklichkeit erkennen. Wir müssen alles so betrachten, wie es ist, ohne Strafen zu verhängen, ohne zu urteilen, ohne in irgendeiner Weise zu werten.“

Krishnamurti

Wenn wir unser wahres Ich kennenlernen und verstehen, wie es sich verhält und uns beeinflusst, dann rückt es in den Hintergrund. Wir werden zum Beobachter unserer selbst und genau an diesem Punkt beginnt der Verstand sich neu zu ordnen. Er tut das, während er sich auf die Gegenwart konzentriert und erhöht dadurch unsere Chancen, jeglichen Lernprozess anzunehmen.

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie deine Erfahrung durch deine Gedanken getrübt wird? Sobald wir dazu fähig sind, einen klaren Verstand zu bewahren, können wir uneingeschränkte Erfahrungen erleben und die Dinge so akzeptieren, wie sie nun einmal sind.

Wenn wir meditieren, treten wir in Kontakt mit unserer eigenen Natur

Meditieren ist weder eine Technik, die man ausübt, noch eine Fähigkeit, die unserem Verstand zuteil wird, und wir müssen uns dazu auch nicht anstrengen. Die Meditation steht über jeder anderen mentalen Aktivität, da sie die Eigenschaft besitzt, diese Aktivität zu beobachten. Dort, wo der Verstand endet, beginnt die Meditation.

Wir benutzen den Verstand, um Ziele zu erreichen und etwas zu lernen, doch durch die Meditation kommen wir zu unserer wahren Natur. Wir erkennen unseren reinen Zustand an, der trotz jeglicher Erfahrungen und Umstände erhalten bleibt. Man könnte es damit vergleichen, dass man sehen kann, wer man trotz seiner Taten und persönlichen Erfolge ist. Wir treten durch die Meditation in Kontakt mit unserer Natur, weil wir uns mit unserem wahren Ich treffen.

„Die Meditation ist ein Zustand des Bewusstseins und nicht ein Zustand des Verstandes. Der Verstand ist immer verwirrt und sieht nie klar – das kann er einfach nicht. Unsere Gedanken erschaffen einen subtilen Nebel, der unsere Wahrnehmung verschleiert und dadurch verlieren wir den Durchblick. Wenn wir frei von Meinungen sind, wenn sich der Nebel über unserer Wahrnehmung verzieht, wenn wir uns nur auf uns allein konzentrieren, dann sehen wir klar.“

Osho

energie

Durch die Meditation entdecken wir uns selbst

Wir müssen unseren gesamten mentalen Aktivitäten in Form von Gedanken und Gefühlen offen gegenüber stehen und andere Aktivitäten unseres Verstandes ausschalten, wenn wir uns durch die Meditation selbst entdecken wollen. Wir schlüpfen in die Rolle des Beobachters unserer eigenen Erfahrungen und somit finden wir zu uns selbst.

Wenn wir unsere mentalen Aktivitäten verstehen, verhindern wir, dass sich unser Unterbewusstsein spontan einschaltet. Wir befreien uns also von all dem Lärm unseres Verstandes, der uns umgibt, uns verwirrt und unser Bewusstsein beeinflusst. Wir nehmen unsere mentalen Scheuklappen ab, um die Welt um uns herum klarer zu sehen.

„Kontrolle bedeutet Widerstand. Die Konzentration ist eine Art des Widerstandes, der das Denken auf einen klaren Gedanken reduziert. Und wenn der Verstand sich zurücknimmt, um sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren, verliert er seine Elastizität, seine Sensibilität und ist nicht mehr dazu in der Lage, das gesamte Leben einfließen zu lassen.“

Krishnamurti

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