Wenn das Leben mir Veränderungen bringt, dann sollten diese gut sein

21. Juni 2016 en Psychologie 123 Geteilt

Ich möchte keine Angst vor den Veränderungen haben, die mir das Leben bringt, ich will atmen, ich will vertrauen und sie widerstandslos annehmen, um so Leiden zu vermeiden, denn in meinem Alltag will ich Sterne haben, die mich auf den Weg des Glücks leiten.

Dies wollen wir alle, ganz ohne Zweifel. Wenn wir nun mit lauter Stimme sagen, dass wir keine Angst vor Veränderungen haben, so stimmt dies vielleicht doch nicht ganz, denn auf irgendeine Weise fürchten wir uns alle vor der Unsicherheit, und mehr noch, vor diesen kleinen Veränderungen, die wir selbst nicht hervorrufen, sondern die das Leben selbst uns einfach so bringt.

Wenn du möchtest, dass dein Leben sich verändert, dann bleib nicht sitzen, denn deine Existenz wird sich niemals ändern, wenn du dich nicht änderst: Das Räderwerk, was die Magie der Existenz in Bewegung versetzt, befindet sich immer in dir selbst.

Wir sind uns sicher, dass du in deinem bisherigen Leben schon mit mehr als nur einer Veränderung hast umgehen müssen. Manche kommen ganz unerwartet, andere hast du selbst aus deinem eigenen Bedürfnis heraus in die Wege geleitet. Und all das ist gut, denn wenn wir genau darüber nachdenken, so ist das Einzige, wovor wir Angst haben sollten, dass irgendwann der Moment kommt, an dem wir uns darüber beklagen, eine gewisse Veränderung nicht bewirkt zu haben.

Sich nicht getraut zu haben, zu einem bestimmten Angebot ja zu sagen, eine bestimmte Reise gemacht zu haben, alles für jemanden stehen und liegen gelassen haben… All das erscheint manchmal in unserem Verstand als eine Tür, die wir uns nie zu öffnen getraut haben, Schlösser, für die wir niemals wieder die Schlüssel finden werden.

Veränderungen bedeuten, die Richtung unseres Lebensweges zu wechseln und oft erscheinen sie uns ganz unerwartet, und andere Male wiederum, um uns auf die Probe zu stellen.

Wenn es zu Veränderungen kommt, dann sollten sie zu deinem Wachstum beitragen

Maedchen-mit-Hund

Dies ist die richtige Einstellung, die wir an den Tag legen sollten: Jede Veränderung ist ein Moment, um zu wachsen, und abhängig davon, wie wir sie annehmen, werden wir ein mehr oder weniger positives Ergebnis erzielen.

Oft wird gesagt, dass Veränderungen an sich schmerzhaft sind. Das wirkliche Leiden entsteht, wenn wir  versuchen, gegen die Veränderung selbst eisernen Widerstand zu leisten.

Es bleibt außerdem klar, dass Veränderungen manchmal traumatisch sein können: Ein Verlust, ein Scheitern, ein Betrug… Jedoch spielt unsere Einstellung und innere Kraft auch hier wieder eine Schlüsselrolle, da sie nötig ist, um durch die Türen auf unserem Lebensweg mit größerer Würde und Gefasstheit durchzugehen, da wir an Weisheit gewonnen haben.

  • Wer den Veränderungen widersteht, bleibt in einem Raum zwischen zwei Welten, wo sich auf der einen Seite die Vergangenheit und auf der anderen das Leiden befindet.
  • Wir können nicht für immer an dieser Erinnerung von einer gescheiterten Beziehung hängen bleiben, oder über Jahre den Tod eines uns lieben Menschen beweinen. Wir müssen weitermachen, zulassen, jeden Tag ein bisschen weniger zu leiden, bis die Erinnerung zu unserer stillen Huldigung desjenigen wird, der schon nicht mehr bei uns ist, wir aber gleichzeitig auch wieder neue Hoffnung schöpfen, um auf unserem Weg weitergehen zu können.
  • Die Anpassung an die Veränderung ist in Wirklichkeit etwas, was dem Menschen innewohnt. Wir könnten sagen, dass wir genetisch dazu prädisponiert sind, uns zu verändern, um uns zu verbessern, um neue Fähigkeiten zu entdecken, neue Kontexte, neue Kenntnisse.

In Wirklichkeit geht es darum, es „fließen lassen zu können“. Wenn wir uns an der Erinnerung festklammern, an der Angst oder an der Außenlinie unserer Komfortzone, dann werden wir früher oder später nichts anderes als persönliche Frustration erlangen. Wenn nun also Veränderungen auftreten, dann vertraue dir selbst: Sie sind eine Gelegenheit zu wachsen.

Falke-bringt-Licht

Winde der Veränderung stoßen meine Flügel an

Es macht uns Menschen jede Sache Angst, die außerhalb des Gewöhnlichen liegt, jegliche Variation, die uns von unserem Zentrum, unserem Alltag entfernt, denn es ist so, als würden wir die Kontrolle verlieren und in den Ozean des Unvorhergesehen fallen.

Manchmal machen kleine Veränderungen einen großen Unterschied aus und genau dann passiert es, dass uns Flügel wachsen: Erinnere dich daran, ohne Veränderungen gibt es keine Schmetterlinge.

Auch wenn es sicherlich so ist, dass wir uns alle danach sehnen, eine ruhige Existenz genießen zu können, in der unser Glück im Prinzip garantiert ist, so sollten wir verstehen, dass nichts davon eintreten kann, wenn wir nicht lernen, Veränderungen zu akzeptieren und sie auch selbst hervorrufen.

Denn wir sind oft dazu gezwungen, das Blatt zu wenden, um auch weiterhin unsere emotionale Gesundheit zu schützen oder um unser berufliches Leben zu verbessern. Das Leben ist Veränderung und es ist ein unendliches Fließen, in dem wir lernen, uns treiben zu lassen, durch den Zufluss, der uns am angemessensten erscheint.

Sei dir dazu über Folgendes klar:

  • Stell dich dem emotionalen Widerstand: Verstehe deine Emotionen und verstehe, dass die Angst es zum Ziel hat, dir eine Kette an die Füße zu legen. Lass aus deiner Unruhe Sicherheit werden, überzeuge dich, dass es dir persönliche Vorteile bringt, wenn du den ersten Schritt tust.
  • Ändere dein Denken und du wirst auch deine Realität verändern. Es ist so simpel, denn indem man einfach die Dinge anders betrachtet, verändern sich die Dinge selbst, und schon hast du das Räderwerk zum Laufen gebracht, hast du die Magie angezündet.
  • Konzentriere dich auf die positiven Aspekte, vermeide es, ins Negative zu verfallen und gib deinen Hoffnungen neuen Atem. Wenn du dir wünschst, dass gute Dinge in dein Leben treten, dann denke an sie, steuere sie an deinem Horizont an und lass dich durch sie in deinem Alltag leiten.
Denke daran, dass im Leben alles kommt, alles passiert und sich alles verändert.
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