Vielleicht befindest du dich in deiner Komfortzone

· 28. März 2016

Es gefällt uns allen, wenn wir uns sicher und ruhig in unserem Leben fühlen. Wir mögen Stabilität und das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.

Aber es kann sein, dass wir diese Situation aus Angst vor Veränderung über die Maßen wertschätzen. Dann verpassen wir viele Chancen, Dinge zu erleben und Erfahrungen zu sammeln. Dann befinden wir uns mit ziemlicher Sicherheit in unserer Komfortzone.

Wenn wir uns trauen würden, dann könnten diese Erfahrungen uns sicherlich helfen, uns sicherer und zufriedener, auch uns selbst gegenüber, zu fühlen. Warum?

Jedesmal, wenn wir die Herausforderungen in unserem Leben annehmen, wie klein sie auch sein mögen, wächst unser Selbstbewusstsein. Wir lernen, wir wachsen und wir reifen als Person.

Das ist in etwa so, als stünden wir am Rand eines Schwimmbeckens, in dem viele Menschen ihren Spaß haben, aber wir trauen uns nicht, hineinzuspringen, weil das Wasser so kalt ist… Bis wir vielleicht von jemandem hineingestoßen werden und dann feststellen: „Wie schön ist es hier! Warum habe ich mich eigentlich nicht vorher schon getraut!“  So fühlt es sich an, wenn man die Komfortzone verlässt.

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Wie kannst du feststellen, ob du dich in deiner Komfortzone befindest?

Wenn es dir schwerfällt, neue Herausforderungen anzunehmen

Wenn du kein Bungee-Jumping magst, warum solltest du es tun? Aber wenn du es tun willst, warum tust du es dann nicht? Hier sieht man den Unterschied, ob man sich in der Komfortzone befindet oder nicht.

Wenn wir gern etwas tun wollen, aber es dann aus Angst doch nicht tun und wir uns um das bringen, was uns gefällt, nur um ruhig weiterzuleben, dann befinden wir uns in unserer Komfortzone.

„Wenn der Geist sich für eine neue Idee öffnet, kehrt er niemals mehr zu seiner Ausgangsgröße zurück.“

Albert Einstein

Du möchtest mit etwas weiterkommen, verbietest es dir aber selbst

Du träumst davon, allein zu verreisen, oder du möchtest mit einer bestimmten Person reden, die du sehr anziehend findest, aber deine Angst und die Sicherheit, die in deinem Leben gegenwärtig sind, lähmen dich. Dann befindest du dich mit großer Sicherheit in deiner Komfortzone.

Dein Körper gibt dir physische Beweise

Wenn du es versuchst, wenn du etwas Neues ausprobierst, was dir gefällt und dich anzieht, dann schwitzen deine Hände, es kneift in deinem Bauch und dich überkommt ein gewisser Schwindel.

Der Körper benachrichtigt uns auch über Veränderungen, und manchmal ist er sogar so egoistisch, dass er die Lähmung unterstützt. Aber du kannst natürlich auch immer deine Sichtweise ändern und den Körper als Botschafter wahrnehmen.

Du fühlst dich mit dir selbst nicht wohl

Wenn du dich nicht traust, dann fühlst du dich später nicht wohl in deiner Haut. Ein Schuldgefühl macht sich breit, weil du nicht in der Lage warst, die Herausforderung anzunehmen.

Diese Schuldgefühle sind Assoziationen aus der Vergangenheit und haben manchmal mit dem Opfertum zu tun. Auch sie können ein Anzeichen dafür sein, dass wir uns in unserer Komfortzone aufhalten.

Wie kannst du deine Komfortzone verlassen?

1. Nimm neue Herausforderungen an

Beginne mit kleinen Schritten und stell dich kleinen Herausforderungen.

Du möchtest gern reisen, hast aber Angst, weil du unter einer Krankheit leidest, ein anderes Problem hast, noch nie mit dem Flugzeug gereist bist? Dann unternimm zunächst eine kleine Reise, beim nächsten Mal dann eine etwas größere. Du wirst sehen, wie du nach und nach dieses Hindernis überwindest.

2. Trau dich, ohne ängstlich zu sein

Sicherlich müssen wir alle gewisse Vorkehrungen treffen, aber es ist auch gewiss, dass das Leben gelebt und nicht gedacht werden will.

Wage es, dich diesem Menschen zu nähern, der dir so gefällt, auf die Gefahr hin, dass er „nein“ sagt. Nimm die Arbeitsstelle an, die man dir angeboten hat, auch wenn du denkst, dass sie eine Nummer zu groß für dich ist und dass man dich vielleicht bald entlassen könnte.

Wenn dann tatsächlich all das passiert ist und auch wenn du dann denkst, dass du gescheitert bist, dann wisse, dass dem tatsächlich nicht so ist. Du bist nicht gescheitert, du hast gesiegt.

Du bist gestärkt aus all dem hervorgegangen und bist jetzt mehr als zuvor in der Lage, neue Herausforderungen anzunehmen. Jetzt kannst du der Ablehnung die Stirn bieten, denn sie ist nun ein Teil deines Lebens. Sie wie eine Freundin annehmen zu können, dass ist schon die ganze Herausforderung – und der erste Schritt zu deren Überwindung.

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3. Lies über emotionale Intelligenz

Oft sind wir fest verankert in unseren alten und hinfälligen Gedanken. Lesen öffnet neue Horizonte, vor allem, wenn du über das Thema der emotionalen Intelligenz liest.

Du wirst dann viele Dinge anders sehen. Vielleicht sind manche Dinge nicht mehr so wichtig, weil sie es auch tatsächlich nicht sind, vielleicht fühlst du dich dann vom Glück begünstigt.

4. Lerne von Menschen, die über emotionale Intelligenz verfügen

Es gibt viele Menschen, die über eine angeborene emotionale Intelligenz verfügen. Schon nach einer kurzen Zeit des Zusammenseins mit ihnen merken wir, dass wir uns wie neugeboren fühlen. Verliere nicht den Kontakt zu ihnen, sauge ihre Erfahrungen auf.

5. Und vor allem, lass dich nicht stressen, gehe Schritt für Schritt

Du bestimmst deinen Rhythmus. Beeile dich nicht, jeder hat seinen eigenen Rhythmus im Leben. Das Wichtigste ist, dass du in dem, was du möchtest und dir wünschst, vorankommst.

Und vergiss nicht, Stabilität kann dir Ruhe geben, aber es kommt der Moment, wo sie dich einschränkt und dich nicht vorankommen läßt. Nimm das Wagnis an und setze deine Träume um. Verlasse deine Komfortzone!