Ich habe entschieden, aus einem schlechten Moment keinen schlechten Tag werden zu lassen

9. Mai 2016 en Emotionen 33 Geteilt

Heute habe ich entschieden, dass ein schlechter Moment, ein Streit, eine unglückliche Kritik, nur vorbeiziehende Wolken sein werden, die meine Tage nicht weiter verdunkeln werden, denn ein schlechter Moment ist kein Synonym für ein schlechtes Leben, und ich, ich habe es verdient, glücklich zu sein.

Wir sind sicher, dass auch du bestimmt schon durch solche Zeiten gegangen bist, in denen ein schlechter Moment auf den anderen gefolgt ist, bis sich diese, ohne zu wissen wie, zu einem Netz verflochten haben und dir Zeiten voller Schutzlosigkeit, begleitet von sehr negativen Empfindungen, gebracht haben. Es sind diese Etappen, in denen der Stress und die Nervosität sich wie eine zweite Haut an uns kleben.

Ein schlechter Moment, mit dem man nicht entsprechend umgangen ist, kann zu Trostlosigkeit, Wut oder Frustration führen: Negative Emotionen, denen man sich nicht stellt, sind wie der dunkle Rauch im Schornstein, der raus muss, ansonsten sind die Folgen unvorhersehbar.

Im Grunde genommen, wenn wir nur mal einen Moment darüber nachdenken, werden wir bemerken, dass es nur sehr wenige Tage gibt, an denen wir nicht zumindest einen schlechten Moment hatten, so unbedeutend dieser auch gewesen sein mag.

Ein Streit, ein Missverständnis, eine Enttäuschung, ein unerwartetes Treffen, das wir uns nicht gewünscht haben, ein Fehler, eine schlechte Geste, schlechte Luft, eine schlechte Nachricht, irgendetwas geht kaputt, irgendetwas geht verloren, eine Erinnerung, die in uns wieder hochkommt.

Dies sind alles sehr gewöhnlich Dinge. Unter ihnen lassen sich bestimmt sowohl Dinge finden, die uns kaum wichtig sind, und andere, die wir etwas ernster nehmen. Und sowohl den einen als auch den anderen sollte man mit der angemessenen Ernsthaftigkeit und emotionalen Intelligenz begegnen. Wir erklären dir das hier.

Ein schlechter Moment ist kein schlechtes Leben

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Wir alle erfahren über den Tag hinweg oft komplexe Situationen. Jedoch gibt es denjenigen, der diesen einen unangenehmen Moment am Morgen etwas schlechter toleriert, bis zu dem Punkt, dass sich am Mittag bereits so viel Wut und Empörung angesammelt haben, dass er sich wegen Kopfschmerzen erst einmal hinlegen muss, und dann denkt, dass sein Leben nun wirklich ein schlechtes Leben sei. Kennst du so jemanden?

Das Leben bedeutet, akzeptieren zu lernen, dass es uns gute und schlechte Momente bringen wird. Wenn wir nicht darauf vorbereitet sind, diesen schlechten, alltäglichen Moment anzunehmen, dann werden uns alle guten Momente entgehen, weil wir in diesen negativen Emotionen hängen bleiben: Lerne, gehen zu lassen.

Sehr wahrscheinlich hast auch du in deiner Umgebung diesen Typ Mensch, der bei einem Streit kaum dazu in der Lage ist, einen Schlusspunkt zu setzen und mit etwas anderem weiterzumachen. In seinem Kopf herrscht weiterhin die Wut, der Zorn, und er überzeugt sich selbst: „Ich habe Recht. Du hast mir meinen Tag schlecht gemacht. Ich kann einfach nicht aufhören, daran zu denken.“

  • Die ständige Wut, das fehlende Vermögen, mit dem schlechten Moment umzugehen, bis dieser sich wie ein Schneeball aufgebläht hat, ist das Spiegelbild von jemandem, der sich darin verbeißt, die Realität nicht wahrhaben zu wollen, oder zumindest sich ihr nicht zu stellen.
  • Wenn ihn etwas stört, wenn etwas Unerwartetes passiert, dann reagiert er stets mit Wut auf seine Umgebung, redet mit wilden Gesten und erhöhtem Tonfall. Die Menschen, die aus einem schlechten Moment ein schlechtes Leben machen, sind immer in der Defensive, da sie die Welt als ihren Feind wahrnehmen.
  • Die Welt ist nicht unser Feind, aber es gibt solche, die sich über das aufregen, was sie nicht verstehen oder nicht kontrollieren können: Ein Streit in einer Beziehung, zum Beispiel, ist ganz normal, aber es gibt Menschen, die keine angemessenen Strategien dafür parat haben und die sehen jedes Wort als eine Beleidigung, sie sind unfähig,  Mitgefühl zu empfinden, oder dazu, die Sichtweise des anderen nachzuvollziehen.

Das Leben bringt uns fast täglich schlechte Momente und anstatt darauf mit dem Gedanken zu reagieren, dass „alles Schlechte nur mir passiert“, ist es besser, den Ursprung dieses schlechten Moments zu verstehen, ihn zu lösen, zu akzeptieren und zuzulassen, dass der Tag wieder zu deinem wird.

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In dem Moment, in dem du aufhörst, dir Sorgen zu machen, fängst du an, das Leben zu genießen

Das ist einfach gesagt, aber wie macht man das? Wie kann ich einfach so aufhören, mir über die Dinge Sorgen zu machen? Indem du versuchst, stets einen gewissen Ausgleich in deinem Leben aufrechtzuerhalten, indem du das priorisierst, was wirklich wichtig ist: Und dein Wohlbefinden ist dies gewiss.

Alles kann sich jeden Moment ändern, das Wichtige ist, dass du eine gute Haltung an den Tag legst, dass dein Herz Hoffnungen und keine Verbitterung erweckt, um diese Momente auch wirklich genießen zu können.

Du musst dir erlauben, glücklich zu sein und deshalb lohnt es sich, zu lernen, wie wir mit diesen alltäglichen schlechten Momenten umgehen sollten.

  • Verstehe, dass alles vorbeigeht, dass dieser Fehler eine Lösung hat, dass diese Kritik nicht persönlich gemeint ist, dass der, der dich unglücklich macht, weder deine Aufmerksamkeit noch deine Tränen auf deinem Gesicht verdient hat.
  • Schalte all deine negativen Emotionen aus, um sie zunächst zu verstehen und sie danach zu kanalisieren. Ein Streit geht nicht zu Ende, nur weil man die Stimme anhebt, vielleicht solltest du ihn auf später verschieben, abschalten und in Ruhe Klarheit in deine Gedanken bringen.
  • Dieser schlechte Moment des Alltags kann von einem wunderbaren Tag gefolgt werden, wenn du es nur zulässt. Sag Nein zu den immer wieder aufkommenden, negativen Gedanken, kontrolliere deine fatalistische Haltung, die dich denken lässt, das dein Leben ein wirklich schlechtes Leben ist. Vermeide all diesen Lärm in deinen Gedanken, der so schwere Folgen hat.
  • Schalte die negativen Geräusche ab, nimm dir einen Moment für dich selbst und besiege deine negativen Emotionen mit neuen Hoffnungen und neuen kurzfristigen Projekten.

Ein Moment, der dem Nachdenken und der Ruhe gewidmet ist, in dem wir uns um uns selbst kümmern, bedeutet eine Investition in die Zukunft.

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Moon Jong Hyeok
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