Welche Verbindung besteht zwischen Stress und Gastritis?

16. April 2018 en Psychologie 36 Geteilt
Stress und Gastritis - Frau mit Magenschmerzen

Stress und Gastritis sind zwei Umstände, die oftmals Hand in Hand gehen. Unser Verdauungssystem leidet sehr schnell unter einer unschönen Gemütsverfassung. Jeder Mensch erlebt Stress anders, aber in jedem Fall beeinträchtigt er unsere Gesundheit.

Sobald Stress mit einer Gastritis, also einer Magenentzündung einhergeht, ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Das Problem dabei ist allerdings, dass sie viele Menschen nicht einmal bemerken. Die Symptome werden oft übersehen, wenn man gestresst ist. Manchmal fühlt sich ein Magengeschwür wie eine innere Unruhe an, die nicht einmal sehr intensiv ausfallen muss. Doch wenn man ständig solche Beschwerden hat, sollte man ihnen auf den Grund gehen.

Körper und Verstand funktioniere nicht unabhängig voneinander. Was in einer der beiden Dimensionen passiert, betrifft auch die andere. Der Verdauungstrakt ist davon wesentlich betroffen und spiegelt diesen Zusammenhang zwischen der inneren und der äußeren Welt sehr deutlich wider. Deshalb machen sich in ihm besonders schnell jene Anspannungen bemerkbar, die in Verbindung mit Schwierigkeiten in unserem Umfeld stehen.

„Grabe einen Brunnen aus, bevor du Durst hast.“

Chinesisches Sprichwort

Stress und Gastritis: Die Symptome

Eine Gastritis führt zu einem dauerhaften, stechenden Schmerz, der im Bereich des Magens verspürt wird. Sie wird normalerweise dadurch hervorgerufen, dass das Bakterium Helicobacter pylori im Magen siedelt und die Magenschleimhaut in Zeiten erhöhter Anspannung weniger gut durch eine Schleimschicht vor der ätzenden Magensäure geschützt wird. Jene Form der Gastritis, die unter anderem in Folge von Angst, Stress und Überforderung entsteht, ist die sogenannte ulzerative Gastritis – das Magengeschwür. Es ist wichtig, auf entsprechende Symptome zu achten, um rechtzeitig handeln zu können. Sonst könnten sich die Probleme noch verschlimmern und es kann zu einer ernsthaften, zuweilen lebensbedrohlichen Schädigung der Magenwand kommen.

Magen

Zum klinischen Bild einer stressbedingten Gastritis zählen weiterhin:

  • Sodbrennen: Hierbei fließt Magensäure zurück in die Speiseröhre. Das ist eines der ersten Symptome, die auf Stress im Zusammenhang mit einer Gastritis hinweisen.
  • Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen: Diese Symptome führen allesamt zu einem Verlust des Appetits, der allerdings nicht als Essstörung einzuordnen ist. Sie führen zu Verdauungsstörungen.
  • Schmerzen im Nacken und in den Schultern: Diese sind allgemeine Anzeichen dafür, dass der Patient unter Stress leidet. Die Muskeln in dieser Gegend sind angespannt und gelegentlich schmerzen sie.
  • Hautprobleme und Haarausfall: Sie sind ebenfalls Anzeichen dafür, dass der Betroffene sehr gestresst ist. Am häufigsten tritt Akne auf, aber auch Ekzeme und andere Hauterkrankungen treten auf.
  • Schlafstörungen und Reizbarkeit: Sie sind Folgen des Stresses und der körperlichen Belastung durch die Gastritis.

Die nervöse Gastritis

Wenn Stress und Gastritis gleichzeitig bestehen, spricht man auch von einer „nervösen Gastritis“. Diese sollte jedoch immer durch einen Arzt diagnostiziert werden. Es sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Wenn wir auf unsere Ernährung achtgeben und uns unser Magen dennoch Probleme bereitet, sollten wir auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und mit ihm über die Beschwerden sprechen. Die Einnahme von Schmerzmitteln kann den Zustand noch verschlimmern und sollte nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen!

Papayas und Pfirsiche

Die Behandlung einer nervösen Gastritis gestaltet sich ähnlich wie die anderer Formen der Gastritis. Ein wichtiger Unterschied besteht allerdings darin, dass auch die psychologische Komponente behandelt werden muss. Der Arzt verschreibt meist Medikamente, die die Magenschleimhaut schützen sollen, empfiehlt eine gesunde Ernährung und darüber hinaus ausreichend Schlaf, also mindestens sieben Stunden täglich. Es sollen Lebensmittel verzehrt werden, die wenig Fette enthalten sowie Obst und Gemüse, und man soll ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Aus emotionaler Sicht wäre es angemessen, zudem eine Therapie zu machen. Mithilfe dieser kann herausgefunden werden, was der wirkliche Grund für die übermäßige Belastung ist. Hin und wieder handelt es sich gar um eine psychische Erkrankung, die noch nicht erkannt wurde. In vielen Fällen kann das Problem bei guter psychologischer Intervention ausfindig gemacht und behandelt werden.

Es ist äußerst ratsam, Sport zu treiben und sich Entspannungstechniken anzueignen. Diese Maßnahmen helfen sowohl auf physischer als auch auf emotionaler Ebene. Dabei handelt es sich um Praktiken, die dazu beitragen, die Verdauung zu regulieren und Muskelverspannungen zu lösen. Außerdem unterstützen sie die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und ermöglichen dem Patienten, sein mentales Gleichgewicht wiederzufinden.

Wichtig ist, dass diese Maßnahmen rechtzeitig ergriffen werden. Wenn man zu lange wartet, kann die Krankheit chronisch werden und ernstzunehmende Konsequenzen haben.

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