Was auch immer passieren muss, wird passieren

· 31. März 2017

Heute habe ich beschlossen, dass ich meinem Herzen eine Pause gönnen werde und die Dinge geschehen lasse, sodass was immer wachsen muss, wachsen kann. Vielleicht ist es an der Zeit, damit aufzuhören, meine Emotionen einzusperren und ihnen stattdessen freien Lauf zu gewähren, ohne sie zu fürchten oder zu unterdrücken. Ich denke, dass ich mir selbst die Chance geben muss, damit aufzuhören, Dinge zu erzwingen und gegen den Strom zu schwimmen.

Es gab Zeiten, in denen ich Erfahrungen hinterhergejagt bin, die nicht für mich bestimmt waren. Aber statt mich von ihnen zu befreien, habe ich gehofft, dass sie genau so verlaufen werden, wie ich es wollte. Ich habe die Nebeneffekte vergessen, die auftreten, wenn ich versuche, die Welt an mich anzupassen. Und damit habe ich eine Menge Schaden angerichtet.

Wenn jetzt also etwas kommen muss, dann lasse ich es kommen. Ich werde mit offenen Türen und den Füßen auf festem Boden warten – aber ohne Ketten. Denn Ketten sind niemals gut, besonders nicht die unsichtbaren, die du dir selbst anlegst, und von denen du dann vergisst, wo du den Schlüssel versteckt hast. Ich verabschiede mich von Hemmung, Angst, Druck, Kälte, Panik und exzessiver Kontrolle.

Wer auch immer kommen muss, lass sie kommen. Wer auch immer gehen muss, lass sie gehen. Was auch immer wehtun muss, lass es weh tun. Was auch immer passieren muss, lass es passieren.

Mario Benedetti

Erzwungene Situationen: die Nebeneffekte

Meistens liege ich falsch, wenn ich denke, dass ich meine Emotionen unter Kontrolle habe. Das liegt daran, dass ich mit meinen Emotionen übervorsichtig bin, was mich dazu bringt, Situationen zu erzwingen und komplett die Kontrolle zu verlieren. Deine Gefühle zu unterdrücken, zu verneinen oder zu verstecken, anstatt sie wachsen zu lassen, hält dich davon ab, dir selbst zuzuhören und dich selbst besser kennenzulernen.

Ich habe bemerkt, dass ich manchmal entweder bremsen oder beschleunigen will, wegrennen will, nur um es später zu bereuen, selbst nicht ehrlich zu sein, während ich in anderen Menschen nach dieser Ehrlichkeit suche. Und ich bin mir dessen bewusst, dass ich Möglichkeiten verloren habe. Ich habe Autos und Züge vorbeifahren lassen, die mich dem Glück hätten näherbringen können.

Dinge zu erzwingen führt immer zu einem Zustand von Unwohlsein und Unbefriedigung, die sich in dir verstecken und sich in negative Energie umwandeln. Wenn du versuchst, das zu tun, dann wirst du einen hohen Preis dafür zahlen, denn die Negativität, die du in dir spürst, kann zu körperlicher und mentaler Erschöpfung führen. Deine Gefühle zu unterdrücken wird sie nicht davon abhalten, nach einem anderen Ausgang zu suchen oder zu einer Art Krankheit zu werden.

Wie man Dinge natürlich passieren lässt

Jetzt habe ich realisiert, dass alles beginnt, zusammenzupassen, wenn du dich von der Erschöpfung befreist und die Dinge so passieren lässt, wie sie es müssen. Die Mauern stürzen ein und die Welt nimmt ihren natürlichen Lauf.

Ich habe nicht mehr als eine Handvoll Küsse und eine Armee voll Zärtlichkeiten,
ohne einen Grund dich zu befallen,
aber ich habe ganze Städte gesehen
die über einem Lächeln, sehr viel weniger schön als deines, zusammengebrochen sind,
also geh weiter, mische die Karten noch einmal,
denn wir werden genau hier spielen.

Pablo Benavente

Es geht darum, keine hastigen Entscheidungen über das Unbekannte zu fällen. Es geht auch darum, nicht Dingen vorauszueilen, die noch nicht passiert sind, und die Zukunft sich harmonisch entwickeln zu lassen, ohne zu versuchen, sie zu vermeiden oder zu ändern, bevor sie überhaupt stattgefunden hat.

Wie kannst du das schaffen?

Das Erste, was man im Kopf haben sollte, ist, dass es nicht das Gleiche ist, Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen und schlichtweg nichts zu tun. Es geht vielmehr darum, sich bewusst zu werden, dass es viele Sachen gibt, die du nicht kontrollieren kannst. Das zu verstehen, wird dir dabei helfen, dass du immer und immer wieder gegen die gleiche Wand läufst. Das Leben ändert sich ständig und unvorhersehbar und es nimmt deine Pläne, deine Projekte und sogar dich mit.

Du musst dich daran erinnern, dass alles vorübergehend ist und dass auch das seine Zeit braucht. Zu hetzen und zu viel zu fordern kann dich auslaugen. Du musst geduldig sein, sodass alles, was passieren muss – wenn du dich erst einmal dazu entscheiden hast, zu warten – passieren wird.

Das Glück kommt mit jenen Dingen, die du niemals geplant hast.

Greys Anatomy