Von inneren Dämonen und Gefühlen…

29. März 2016 en Emotionen 0 Geteilt

Es gibt negative Gefühle, die in unserem Inneren hausen, die uns wie Dämonen belagern und zum denkbar unglücklichsten Zeitpunkt zum Vorschein kommen. Diese inneren Dämonen können sich beispielsweise durch Schuldgefühle, Angst, Hochmut, Egoismus, Neid und Eifersucht ausdrücken.

Manchmal erscheint es schwierig, aufgrund von einer bestimmten Handlungsweise entstandene Schuldgefühle zu überwinden, oder es ist gänzlich unmöglich, durch eine besorgniserregende Situation hervorgerufene Angstgefühle zu vermeiden.

Wahrscheinlich wird es uns nicht gelingen, negative Gefühle komplett auszulöschen, aber wir können diese inneren Dämonen akzeptieren und mit ihnen umgehen lernen, um uns mit ihnen abzufinden und um zu vermeiden, dass sie die Oberhand gewinnen.

„Gefühle sind wie Wildpferde. Nicht Erklärungen helfen uns weiter, sondern unser Wille, voranzuschreiten.“

Paulo Coelho

Mann steht vor eigenem Daemon

Gefühle und Dämonen erkennen

Wir alle können lernen, unsere Gefühle und inneren Dämonen zu identifizieren und mit ihnen umzugehen. Wir können sogar erlernen, wie wir die Gefühlswelt unserer Mitmenschen mithilfe der emotionalen Intelligenz deuten können, weshalb wir aufgrund von ihren Worten, Gesten oder Ausdrücken ihre Gefühle nachempfinden können.

Charles Darwin fand heraus, dass Tiere eine Vielzahl an Gefühlen besitzen und dass diese Emotionen eine soziale Funktion haben, weil sie die Anpassung an unsere Umgebung begünstigen.

Es existieren im Allgemeinen die folgenden sechs Grundgefühle und jedes einzelne hat seine ganz eigene Funktion:

  • Angst. Dieses Gefühl verspüren wir, wenn wir Gefahr wittern, sei es, dass diese real oder nur eingebildet ist. Wenn wir Angst verspüren, wollen wir uns selbst beschützen und uns retten.
  • Überraschung. Wenn etwas unerwartet Positives oder Negatives geschieht, sind wir überrascht. Dieses Gefühl erlaubt uns, uns der neuen Situation zu stellen und uns dieser anzupassen.
  • Abneigung. Wir empfinden Abneigung gegenüber etwas, was uns nicht zusagt.
  • Wut. In uns kommt Wut auf, wenn wir uns in einer störenden Situation befinden. Wut ist ein negatives und störendes Gefühl – einer der besagten inneren Dämonen.
  • Freude. Wir empfinden für etwas Euphorie, was uns glücklich macht und uns ein Gefühl von Sicherheit und Wohlempfinden vermittelt. Freude führt dazu, dass wir diese Situation, die uns freudig gestimmt hat, noch einmal erleben möchten.
  • Traurigkeit. Dieses Gefühl ist ein weiterer der inneren Dämonen. Die Traurigkeit hilft uns dabei, dass wir aus gewissen Situationen einen Ausweg finden und unseren Gefühlen freien Lauf lassen.

Techniken, um unsere Gefühle zu kontrollieren

Es gibt verschiedene Techniken, um negative Emotionen zu kontrollieren. Diese werden in verschiedene Gruppen unterteilt:

Kontrolltechniken, um augenblicklich mit unseren Gefühlen umzugehen

Diese werden benutzt, um unsere Emotionen genau in dem Moment, in dem sie entstehen, zu bewältigen.

Generell geht es darum, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und sie angemessen zu kontrollieren. Hierbei wird versucht, sich nicht von negativen Gefühlen leiten zu lassen und diese sofort nach dem Erscheinen in der richtigen Art und Weise auszudrücken.

Techniken, um den Ursprung unserer Gefühle zu erkennen

Hierbei handelt es sich um mehrere Techniken, die darauf abzielen, zu verstehen, wieso wir auf eine bestimmte Art reagieren und wie wir anders reagieren könnten.

Ausschlaggebend hierfür kann ein fehlendes Selbstbewusstsein, eine falsch aufgefasste Situation, ein Angstgefühl, etc. sein.

„Für unsere Gefühle sind wir nicht verantwortlich, aber dafür, wie wir mit ihnen umgehen.“

Jorge Bucay

Techniken, um die Gefühlswelt nachträglich zu beeinflussen

Diese Technik setzt voraus, dass wir uns in unserem tiefsten Inneren mit unserer Gefühlswelt auseinandersetzen wollen, was zur Folge hat, dass wir innerlich wachsen, um unschönen und ungewollten Reaktionen ein Ende zu setzen.

Bunte Gefuehlswelt

Wie können wir unsere inneren Dämonen akzeptieren?

Das Aufkommen von Gefühlen können wir nicht vermeiden, aber wir können lernen, mit ihnen zu umzugehen und sie zu akzeptieren, damit sie uns kein Schaden zufügen.

Im Folgenden möchten wir dir ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben, um deine emotionale Intelligenz zu fördern und deine inneren Dämonen zu kontrollieren:

1 – Erinnere dich an deine Stärken und Erfolge

Jeder von uns hat viele Schwächen, doch wir haben auch viele Stärken, die uns unterscheiden und uns zu einzigartigen Menschen machen.

Es ist vollkommen normal, dass wir ständig negative Gedanken über uns selbst haben: „Das war nicht richtig von mir!“,  oder, „Ich bin eine einzige Katastrophe! Ich komme immer zu spät!“

Aber wir nehmen uns viel zu wenig die Zeit, um an all unsere Stärken zu denken, an all das, was wir gut gemacht haben, an die Erfolge des Alltags.

2 – Lenke deine Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes

Wenn ein Baby weint, versuchen wir zunächst, seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, damit es aufhört zu weinen.

Wende diese Technik auch bei dir selbst an: Wenn dir dein Partner mitteilt, dass er sich eurer Beziehung nicht mehr sicher ist, dann denk nicht daran, dass er dich verlassen wird, denk an das Buch, das du gerade liest.

3 – Konzentriere dich auf die nahe Zukunft

Negative Gefühle haben manchmal zur Folge, dass wir uns auf langfristige Konsequenzen konzentrieren, aber es ist besser, realistisch an die nahe Zukunft zu denken und unsere Selbstkontrolle zu bewahren.

4 – Meditiere regelmäßig

Es hat sich herausgestellt, dass Meditation eine effiziente Methode ist, um pessimistische Gedanken zu vermeiden, und das nicht nur im Moment ihres Entstehens, sondern auch auf lange Sicht.

Zu meditieren und richtig zu atmen kann dabei helfen, Ängste und negative Emotionen zu verringern.

5 – Denke an das Schlimmste, das dir passieren kann

Wenn du dir das Schlimmste, das dir passieren kann, vor Augen führst, wirst du lernen, deine Probleme nicht mehr als ganz so groß zu betrachten und du kannst deine Gefühle besser kontrollieren.

„99% der Dinge, die die Menschen besorgen, sind niemals passiert oder werden niemals passieren.“

Emilio Duró

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Goro Fujita, John Kenn

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