Vielen Dank für alles, Papa!

· 3. Juni 2017

Papa – was für ein schönes Wort, oder? Die Papas sind es, die nervös im Wartezimmer warten, die der Mutter während der Geburt die Hand halten, die einerseits ganz stark und andererseits ganz verletzlich sind, wenn sie ihr Kind das erste Mal weinen hören. Bis heute nahmen sie oft nicht so sehr am Familienleben teil, weil es die gesellschaftlichen Regeln nicht erlaubten: Der Mann musste auf die Arbeit gehen und die Frau sich um das Haus und die Kinder kümmern.

Der Papa war dafür zuständig, die härtesten Strafen, aber auch die tollsten Belohnungen zu verteilen. So sind viele Generationen aufgewachsen: mit strengen, verantwortungsbewussten Vätern, die auf ihre Kinder aus der Distanz aufpassen. Geschichtenerfinder, Geschichtenerzähler, Beschützer und Träumeverwahrer.

Nicht oft wurde den Vätern gedankt, denn alles, was sie taten, war „typisch Papa“, und sie waren auch nicht gerade gut darin, Gefühle zu zeigen. Sie wollten so viel sagen, aber sie behielten es für sich, weil es vielleicht etwas war, das sie sich nicht erlauben konnten, zu äußern. Für die meisten Kinder sind sie der erste Held gewesen, zu dem sie auf geblickt haben, und der einzige, zu dem sie immer noch aufschauen, jetzt, wo sie älter sind. Und sie sind sich bewusst, wie sehr sich ihr Vater bemüht hat, dass sie in einem sicheren Umfeld aufwachsen konnten.

Aus diesem Grund ist ein guter Vater ein unbezahlbarer Schatz, der oft Stillschweigen bewahrt und dem gegenüber wir oft Stillschweigen bewahren. Als kleine Hommage an alle Väter dieser Welt, die diesen Titel verdienen, möchten wir die Bilder der Künstlerin Snezhana Soosh teilen. Sie kennt die Verbindung zwischen Vätern und ihren Kindern ganz genau, und auch wenn sie sie nicht in Worte fassen kann, so kann sie sie doch in Bildern zum Ausdruck bringen. Deshalb hat sie Aquarelle angefertigt, die die Momente und Gefühle wiedergeben, die sie mit ihrem Vater erlebt hat.

„Wenn ich mich irre, hilfst du mir. Wenn ich zweifle, gibst du mir einen Rat. Und immer wenn ich nach dir rufe, bist du an meiner Seite. Danke, Papa!“

1. Ein Vater vertreibt jegliche Monster aus unseren Träumen. Als großer Geschichtenerzähler kann er die Handlung umkehren und dieses Monster, das in der Dunkelheit lauert, in einen harmlosen Schatten verwandeln. Seine Stärke und seine Courage sind ein großartiges Beispiel dafür, dass ein Mensch stark genug sein kann, sich jeder Bedrohung zu stellen, und falls das die Kräfte eines Kindes übersteigt, ist er da, um seine Arme für es auszubreiten und sich für es einzusetzen.

2. Haarige Angelegenheiten sind gar nicht ihr Ding. Väter sind grauenvoll darin, einen Zopf zu flechten, aber sie sind Experten darin, die Haare ihrer Kinder einfach irgendwie zusammenzubinden. Gleichzeitig sind sie aber auch diejenigen, die von ihren Kindern am meisten Bewunderung ernten, und sie sind die ersten, die sich davon überzeugen, dass in ihnen so viel Kraft steckt, dass sie einmal die ganze Welt beherrschen könnten. Deshalb sind sie manchmal so traurig, wenn ihre Kinder das selbst nicht sehen, sodass sie ihnen manchmal gern die Augen öffnen würden. Im Grunde genommen sind sie es, die sich von diesen kleinen Menschen verzaubert fühlen.

3. Ein Vater ist dieser Riese, von dessen Schultern die Welt wunderschön und spannend erscheint. Von seinen Schultern scheint alles viel greifbarer zu sein und die Art, wie er geht, hinterlässt genau den Fußabdruck, der die Welt prägt. Papas sind es, die sich, so oft sie können, wie Kinder freuen. Mit ihren Kindern auf den Schultern wandeln sie durch diese Welt.

„Ich erinnere mich daran, wie ich dich als Kind als einen Riesen wahrgenommen hat. Heute, wo ich erwachsen bin, scheinst du mir noch größer.“

4. Der Terminkalender eines Vaters kann noch so vollgestopft sein – er findet die Zeit, mit seinen Kindern zu spielen, weil es das ist, was er am liebsten tut. Vielleicht kann er sich diese Minuten nur wenige Male am Tag nehmen, doch diese Zeit kostet er in vollen Zügen aus. In diesen Momenten kann er ganz er selbst sein und so viel Blödsinn mit seinen Kindern machen, um dieses kleine glückliche Gesicht zu sehen, dass ihn viel mehr ausfüllt, als alle erreichten Ziele auf der Arbeit.

5. Somit ist er der beste Spielgefährte, den sich ein Kind vorstellen kann, denn niemand schenkt ihm so viel Aufmerksamkeit wie er, denn er ist dazu in der Lage, eine Parallelwelt mit dieser Leidenschaft zu erschaffen.

6. Vielleicht sind Väter so flexibel wie ein Baumstamm oder haben weniger Koordination als eine seekranke Ente, aber für ihre Kinder tun und geben sie alles. Sobald sie das Spielzimmer betreten, sind sie der persönliche Hampelmann ihrer Kinder.

Ein guter Vater ist dieses so wertvolle Geschenk, für das wir niemals genug dankbar sein können. Ein guter Papa ist ein Mensch, der alles gibt und der von uns im Gegenzug nur möchte, dass es uns gut geht und wir das Beste aus uns herausholen. Seine Bemühungen – die wir oftmals nur aus der Distanz erfahren, eine größere Distanz als es uns lieb ist – wird von uns meist erst dann richtig anerkannt, wenn wir älter sind.

Papas sind nicht perfekt, sie sind auch nur Menschen aus Fleisch und Blut. Die meisten Väter sind sehr stur und es ist nicht leicht, ihre Meinung zu ändern. Es ist doch so, dass wir den Weg gehen, der ihnen mehr oder weniger gefällt, aber sie erwarten niemals, dass wir versagen. Ganz im Gegensatz dazu, was viele Menschen denken, sagen sie nach einer Niederlage niemals: „Ich habe es dir gesagt.“  Nein, das Gegenteil ist der Fall: Sie sind die ersten, die uns die Hand reichen, um uns dabei zu helfen, wieder aufzustehen, denn sie sehen etwas in uns, dass niemand sonst erkennen kann.

Vielleicht sagen sie uns nicht so oft, dass sie stolz auf uns sind. Dennoch sagen sie es jedem anderen außer uns. Doch das hält sie nicht davon ab, auf jeden Schritt, den wir gehen, stolz zu sein. Außerdem sind sie diejenigen, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn uns etwas misslungen ist und kein anderer freut sich so sehr über unsere Erfolge wie sie.

Jeder Vater sollte stets bedingungslos lieben

Die Rolle des Vaters hat sich im Laufe der Zeit verändert
und in der heutigen Zeit scheint sie nicht mehr… >>> Mehr