Verzichte auf restriktive Diäten und bevorzuge gesunde Gewohnheiten

Sind restriktive Diäten gesund? Oder gibt es auch andere Möglichkeiten, Gewicht zu verlieren? Du weißt es vielleicht gar nicht, ab eine angemessene Veränderung deiner täglichen Gewohnheiten kann dir mehr helfen, als du vermutest. Erfahre heute mehr darüber!
 

Restriktive Diäten, ja oder nein? Das ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen. Bist du ein Mensch, der eine Diät beginnt, nur um sich dann schuldig und frustriert zu fühlen? Und hast auch du keine wirkliche Freude daran?

Dann haben wir heute einige Informationen für dich, anhand derer du die Hintergründe dieser Diätkultur besser verstehen wirst. Außerdem erklären wir dir, wie du die berühmten „Wunderdiäten“ von einer gesunden Lebensweise unterscheiden kannst. Verzichte künftig auf restriktive Diäten und sorge mehr für dich selber. Das sind die Schlüssel, um diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen.

Was steckt hinter der Diätkultur?

restriktive Diäten - Maßband und Notizblock

Das Wort „Diät“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen. Die Griechen bezeichneten damit „die Lebensmittel, die ein Mensch regelmäßig verzehrt“.

Im Laufe der Jahre erhielt dieses Wort noch viele weitere Bedeutungen. Es wurde zu einem Konzept, das nicht nur mit der Ernährung, sondern auch mit einem Lebensstil zusammenhängt. Einer, der sich teilweise von einer gesunden Lebensweise zunehmend entfernt. Darüber hinaus hat dieser Diät-Lebensstil auch negative Auswirkungen auf deine physische und psychische Gesundheit.

Es lässt sich sehr einfach feststellen, wie das Wort „Diät“ deinen emotionalen Zustand beeinflussen kann. Irgendwann wurde seine Bedeutung polarisiert. Wenn du gerade eine Diät machst, dann schränkst du dich selber ein. Und wenn du keine Diätkur machst, kannst du essen, was du willst.

 

Diese von den Medien und der Diätkultur auferlegte Polarität kann sich sehr negativ auf deine Emotionen und deine Lebensqualität auswirken. Sie kann dich sogar davon abhalten, deine Essgewohheiten zu verändern und gute Ernährungsgewohnheiten und einen gesunden Lebensstil anzunehmen. Aber warum passiert das?

Selbstfürsorge ist weitaus mehr als gesunde Essgewohnheiten

Wenn du für dich selber sorgst, dann geht es nicht nur darum, dass du dich gesund ernährst. Selbstfürsorge beinhaltet auch Integrität und Harmonie. Darüber hinaus ist es unmöglich, physische und emotionale Aspekte als voneinander unabhängig zu betrachten. Dies gilt sowohl für dein allgemeines Leben als auch für die Veränderung deiner Essgewohnheiten.

Denke beispielsweise an einen übergewichtigen Menschen, der einige Pfunde abnehmen möchte. Diese Menschen wissen instinktiv, dass sie zunächst einmal ihre Nahrungsaufnahme beschränken sollten. Das liegt daran, dass sie denken, je weniger sie essen, desto schneller werden sie ihr Ziel erreichen. Allerdings sind restriktive Diäten sehr schädlich für deine Gesundheit, denn diese Diäten lassen einige wichtige Aspekte, wie deine Emotionen, unberücksichtigt.

Studien zufolge geht es den Menschen wesentlich besser, wenn sie auch psychologische Elemente berücksichtigen. Diese sollten bei einer Diät gleichermaßen wichtig sein. Viel mehr noch als die Befolgung eines strengen Ernährungsplanes.

 

Daher werden mit gemischten Programmen auch bessere Erfolge erzielt. Und dies nicht nur in Bezug auf das Selbstwertgefühl, sondern auch bezüglich der Wahrnehmung des Körperbildes und der Selbstwirksamkeit. Außerdem verbessern diese Programme auch die Motivation und dadurch fällt es den Menschen leichter, diesen Veränderungsprozess fortzuführen.

Restriktive Diäten: Wodurch sind sie gekennzeichnet?

Zuerst einmal solltest du dich von der irrigen Annahme verabschieden, dass restriktive Diäten erforderlich sind, um Gewicht zu verlieren. Dazu musst du verstehen, wie die Diätkultur funktioniert und welche negativen Gedanken und Emotionen sie verursacht. Was sind die Merkmale dieser Diät-Mentalität? Nachfolgend nennen wir dir die wichtigsten:

  • Zunächst einmal gibt es immer ein Anfangs- und ein Enddatum.
  • Außerdem geht es um Beschränkung und den Verzicht auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel, was zu Ängsten und negativen Gefühlen wie Schuld und Frustration führt.
  • Darüber hinaus sind solche Diäten inkompatibel mit gesellschaftlichen Ereignissen. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Daher ist jeder Ernährungsplan, der nicht mit deinem sozialen Leben zusammenpasst, nicht geeignet dafür, dass du ihn für lange Zeit durchhalten wirst.
  • Des Weiteren bewirken diese Diäten eine schnelle Gewichtsabnahme. Allerdings verlierst du kein Körperfett, sondern Muskelmasse.
  • Eine Diät wirkt kurzfristig.
  • Häufig kommt es nach Beendigung der Kur zu einem Jo-Jo-Effekt.
  • Der einzige Indikator für den Fortschritt ist das Körpergewicht.
  • Letztendlich führen derartige Diäten häufig zu negativen Gefühlen und vermindertem Selbstwertgefühl. Dies liegt daran, dass das Ziele, ein bestimmtes Gewicht in einem kurzen Zeitraum zu erreichen, nicht erreichbar ist.
 

Verzichte auf restriktive Diäten und bevorzuge gesunde Gewohnheiten!

restriktive Diäten - deprimierte Frau

Das Konzept der Gesundheit beinhaltet nicht mehr nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern umfasst einen gesamtheitlichen Zustand des Wohlbefindens auf der physischen und psychischen Ebene. Daher wollen wir dir noch eine weitere Definition für „gesunde Gewohnheiten“ geben. Es handelt sich um die Verhaltensmuster, die du dir angeeignet hast und im Laufe der Zeit wiederholst, und die sich positiv auf deine Gesundheit auswirken.

Die Hauptmerkmale gesunder Essgewohnheiten sind folgende:

  • Sie orientieren sich an realistischen Zielen, die kleine Erfolge beobachtbar und bewertbar machen.
  • Außerdem beinhalten gesunde Essgewohnheiten allmähliche Veränderungen der Ernährung und des Lebensstils.
  • Darüber hinaus bewirken sie einen progressiven Gewichtsverlust. Allerdings ist dies nicht das Ziel, sondern die Konsequenz dieser Gewohnheiten.
  • Sie entstehen durch das Erlernen verbesserter Kriterien für deine Lebensmittelauswahl.
  • Außerdem tragen gesunde Gewohnheiten dazu bei, dass du deine gesundheitlichen Ziele nicht nur erreichen, sondern auch aufrechterhalten kannst.
  • Da sie sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene angemessen sind, verbessert sich dein Wohlbefinden.
  • Des Weiteren verursachen sie weder Schuldgefühle noch Frustration.
  • Und letztlich sind sie auch mit deinem Sozialleben vereinbar.
 

Abschließende Bemerkungen

Du kennst jetzt die Hauptunterschiede zwischen der Diätkultur und der Veränderung deiner Essgewohnheiten. Dennoch treten häufig Zweifel darüber auf, wie schnell und unmittelbar diese Veränderungen wirken. Allerdings solltest du daran denken, dass die Veränderung von Gewohnheiten Zeit braucht. Bevor du dich noch einmal für restriktive Diäten entscheidest, solltest du darüber nachdenken, wie viele Jahre du dich bereits in diesem Teufelskreislauf befindest.

Ist es möglich, dass du für dich selber sorgst, wenn du dich dabei nur auf das konzentrierst, was du siehst? Wird es dein Selbstwertgefühl beeinflussen, wenn du dich mit weiteren Diäten bestrafst, die du nur für eine begrenzte Zeit durchführst? Die Antwort auf diese Fragen ist eindeutig: Nein, zumindest nicht in gesunder Weise.

Aber wie wäre es damit, wenn du stattdessen deinen Fokus veränderst? Wenn du damit beginnst, in etwas anderes zu investieren? Beispielsweise, indem du lernst, für dich selber zu sorgen, ohne restriktive Diäten machen zu müssen?

  • Villalba, F. (2016). Estudio comparativo de la eficacia de dos programas dietéticos con apoyo psicológico y un programa dietético sin apoyo psicológico para el tratamiento del sobrepeso y la obesidad en la infancia y la adolescencia. Implicaciones de la ansiedad, la depresión y la satisfacción con la imagen corporal. Tesis Doctoral. Universidad de Murcia. Recuperado de: https://dialnet.unirioja.es/servlet/tesis?codigo=126989