Unsere Tränen lassen unsere Wunden heilen

5. Januar 2018

Lasse deine Tränen fließen, denn Tränen heilen: Lasse zu, dass das Salz und das Wasser deine Wunden verschließen und dass all das, was dir Leid bereitet und dir Angst macht, sich mit jeder Träne ein bisschen mehr verflüchtigt. Erlaube, dass dein Körper fühlt und deine Gefühle dich überfluten, damit du wieder nach vorn schauen und das Leben in vollen Zügen genießen kannst.

Verstecke dich nicht, wenn du weinst. Habe keine Angst, dich verletzlich zu zeigen, keine Angst, dass andere sehen, was du tief in deiner Seele empfindest, und bewirke, dass du dich nicht davor fürchtest, das auch zum Ausdruck zu bringen. Tränen sind manchmal notwendig, können nicht immer zurückgehalten werden, weil sie früher oder später über deine Wangen fließen müssen. Weine deshalb, wenn dir danach ist und lasse zu, dass in deine Seele wieder Frieden einkehrt.

„Wenn Gefühle dann letztendlich heraus gelassen werden, bringen sie dich zum Weinen, und das ist einfach so.“

John Lennon

Lerne, zu weinen und erlaube deinen Tränen, sich ihren Weg zu bahnen

Wir sollten uns nicht schlecht fühlen, wenn wir weinen müssen, ganz im Gegenteil: Wenn wir darüber nachdenken, wie es uns geht, nachdem wir geweint haben, stellen wir fest, dass wir befreit und erleichtert sind und auch wieder lächeln können.

Weinende Monde

Daher ist es wichtig, zu lernen, seinen Tränen freien Lauf zu lassen, ganz unabhängig davon, was andere von uns denken könnten. Aus diesem Grund wollen wir in diesem Artikel über die Vorteile unserer Tränen und dem damit verbundenem Freigeben unserer Gefühle, sprechen.

Tränen helfen dir dabei, dich selbst besser kennenzulernen

Wenn wir weinen, helfen uns unsere Tränen dabei, über uns selbst nachzudenken, über das, was uns bedrückt, wer wir sind und was der Grund unserer Traurigkeit ist. Gleichzeitig bekommen wir auch eine ganz andere Sichtweise auf das, was wirklich wichtig ist und was eigentlich nur kleine Alltagssorgen sind.

Wir alle wissen, was uns Angst macht, und wir können unsere tiefgründigen Gedanken auf viele verschiedene Arten und Weisen zum Ausdruck bringen: Wir können über sie sprechen, spazieren gehen, über sie nachdenken oder sie aufschreiben. Es geht einfach darum, uns nicht davor zu fürchten, sie nach außen zu tragen.

Du kannst durch sie um Hilfe zu bitten

Weinen kann eine Möglichkeit sein, um Aufmerksamkeit und Hilfe zu bitten. Es kann gut sein, dass es da jemanden gibt, der uns zuhört und uns eine ganz anderen Standpunkt aufzeigt, oder vielleicht brauchen wir auch einfach nur eine herzliche Umarmung.

Und falls die Traurigkeit weiterhin anhält und die Tränen nicht aufhören wollen zu kullern, ist es eventuell ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um diesem Gemütszustand zu entkommen.

„Niemand verdient deine Tränen; und wer sie verdient, bringt dich nicht zum Weinen.“

Gabriel García Márquez

Sie lassen dich Stress vergessen

Tränen heilen und befreien uns vom Stress, weil wir uns besser fühlen, nachdem wir geweint haben. Denn Weinen ist eine Art, Druck abzubauen und herauszulassen, was uns belastet.

Konzentriere dich darauf und fühle, wie deine Tränen kurz davor sind, über den Kranz deiner Wimpern zu laufen und lasse zu, dass deine Augen sie freigeben, damit deine Angst mit ihnen deinen Körper verlassen kann, damit deine Welt für einen Moment lang verschleiert ist, um ein paar Sekunden später wieder klar und voller Sonnenschein zu sein.

„Wer nicht aus ganzem Herzen weinen kann, weiß auch nicht, wie man lacht.“

Golda Meir

Sie ermöglichen dir, mit anderen Personen in Kontakt zu treten

Während wir weinen, zeigen wir uns von unserer verletzlichen Seite. Und auch wenn es Menschen gibt, die der Meinung sind, dass Weinen ein Zeichen von Schwäche sei, ist es in Wahrheit ein Zeichen von Mut – mutig, uns so zu zeigen, wie wir sind, mit all unseren Stärken und Schwächen.

Sich umarmendes Paar

Wenn wir weinen, können wir andere Menschen, sogar uns unbekannten, näher und inniger spüren. Tränen bringen uns einander näher und verbinden uns mit unseren Mitmenschen, um uns menschlicher zu fühlen.

Befreie dich von Vorurteilen über Tränen

Wir zeigen keine Schwäche, wenn wir weinen, sondern zeigen uns von unserer menschlichen und mutigen Seite. Oftmals stolpern wir über das Vorurteil, dass Männer nicht weinen dürfen, weil es ein Zeichen von Schwäche sei. Doch was sie eigentlich damit offenbaren, ist ihr Mut, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Frauen hingegen werden ab und an als überempfindlich betitelt und sie neigen daher dazu, ihre Tränen zu unterdrücken, um ihre Sensibilität und Dünnhäutigkeit nicht preiszugeben.

Jedoch sollten wir unsere Emotionen auf die benötigte Weise zum Ausdruck bringen. Das tut unserer physischen und mentalen Gesundheit gut und ist sehr wichtig.

Sobald wir unsere Angst tief in uns vergraben, geht es uns im Allgemeinen sehr schlecht. Deshalb gilt: Weine, lasse zu, dass deine Tränen deine Wunden heilen und dass jede Träne, die über dein Gesicht läuft, deinen Seelenfrieden wieder herstellt, und fürchte dich bitte niemals davor, zu weinen.

„Warten Tränen, die nicht geweint werden, in kleinen Seen? Oder werden aus ihnen unsichtbare Flüsse, die in Richtung Traurigkeit fließen?“

Pablo Neruda