Trainiere dein Gehirn dazu, die Hoffnung aufrechtzuerhalten

22 Dezember, 2020
Trainiere dein Gehirn, die Hoffnung aufrechtzuerhalten, denn das wird dir helfen, die Auswirkungen von Stress und Ängsten zu reduzieren. Wenn es dir gelingt, dieses Gefühl auch an die dir nahestehenden Menschen zu übertragen, dann kannst du so ein Umfeld schaffen, das sicherer und emotional nährender ist.

Es ist möglich, dein Gehirn darauf zu trainieren, die Hoffnung aufrechtzuerhalten und du kannst jederzeit damit beginnen, an dir zu arbeiten und dich mental und emotional weiterzuentwickeln. Trainiere dein Gehirn und integriere neue Denkmuster, mit denen du die gegenwärtigen Herausforderungen bewältigen kannst. Ebenso kannst du eine Tatsache nicht ignorieren: All diese Veränderungen werden sich direkt und positiv auf deine psychische Gesundheit auswirken.

Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren wichtigen Faktor: Du solltest nicht nur dazu in der Lage sein, die Hoffnung aufrechtzuerhalten, sondern du musst auch wissen, wie du sie an andere weitergeben kannst. Die Gesellschaft ist an einem Punkt angelangt, an dem sich alles, was mit dem persönlichen Wachstum zu tun hat, nur auf Selbstfürsorge, das eigene Wohlbefinden und Glück fokussiert.

Man könnte fast sagen, dass die Menschen auf einmal in eine Art egoistischen Materialismus verfallen. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, nicht nur an sich selber zu denken, sondern auch diejenigen zu berücksichtigen, die einem am nächsten stehen. Daher sollten wir bestimmte psychologische Fähigkeiten kultivieren, die zu einer besseren Lebensqualität führen, wodurch sich wiederum ein nährendes Umfeld für alle Menschen erschaffen lässt.

Hoffnung zu haben ist momentan vielleicht der entscheidendste Wert und die wichtigste emotionale Ressource. Trainiere dein Gehirn dazu, die Hoffnung aufrechtzuerhalten! Lies einfach weiter, um herauszufinden, wie dir das gelingen kann.

“Das Mindeste, was du in deinem Leben tun kannst, ist, herauszufinden, worauf du hoffst. Und das Beste, was du tun kannst, ist es, in dieser Hoffnung zu leben. Bewundere sie nicht aus der Ferne, sondern lebe in ihr und mit ihr.”

-Barbara Kingsolver-

Trainiere dein Gehirn - Taube fliegt von einer Hand

Fünf Schlüssel, um dein Gehirn darauf zu trainieren, die Hoffnung aufrechtzuerhalten

Der Psychologe Dacher Keltner, ein Professor an der University of California, Berkeley, versteht Hoffnung aus einer neuropsychologischen Sichtweise. In seinem Buch Born to Be Good: The Science of a Meaningful Life erklärt er die Mechanismen der Bereiche, die einen starken Einfluss auf Wohlbefinden und Glück haben. Außerdem spricht er auch über die psychische Gesundheit.

Weiterhin erklärt er, dass die Menschen biologisch darauf ausgerichtet sind, Hoffnung zu erfahren. Für diese Tatsache, die durchaus das Interesse des Lesers weckt, gibt es auch eine Erklärung: Es handelt sich um einen Überlebensmechanismus. Dein Gehirn wird angesichts von Defätismus stets Optimismus, Bewältigung oder Resilienz priorisieren. Denn andernfalls wären Menschen gar nicht dazu in der Lage, auf ihrem Lebensweg voranzuschreiten.

Darüber hinaus gibt es auch Studien wie jene, die an der Sichuan Universität in China durchgeführt wurde. Sie verdeutlicht, dass Hoffnung ein Gegenmittel für Stress und Ängste ist. Die Forscher beobachteten mithilfe von MRTs, dass man das Gehirn durch Psychotherapie darauf trainieren kann, die Hoffnung aufrechtzuerhalten.

Dies erfolgt durch eine starke Aktivierung von Bereichen wie dem bilateralen medialen orbifrontalen Kortex. Darüber hinaus senkt sich auch der Cortisolspiegel im Blut. All dies führt zu größerer Motivation und zu mehr Vertrauen in sich selbst und in die eigene Zukunft. Daher haben die Forscher einige Schlüsselpunkte definiert, durch die sich diese Dimensionen verbessern lassen.

Trainiere dein Gehirn und denke kurzfristig

Trainiere dein Gehirn dazu, die Hoffnung aufrechtzuerhalten, indem du dir eher kurzfristige als langfristige Ziele setzt. Daher ist es am besten, wenn du dich darauf konzentrierst, was nächste Woche oder nächsten Monat passieren könnte. Auf diese Weise reduzierst du Stress und hast das Gefühl, mehr Kontrolle zu haben.

Das, was in 12 Monaten passieren könnte, ist aus heutiger Sicht noch gar nicht bekannt. Wenn du dich zu sehr darauf konzentrierst, führt das häufig nur zu Unbehagen. Wie du siehst, es ist besser, wenn du dich stattdessen auf die Ereignisse konzentrierst, die sich in nächster Zeit ereignen könnten.

Daher ist es am besten, wenn du dir einfache Ziele für die nächsten Tage setzt. Beispielsweise kannst du dir vornehmen, dass du nächste Woche mit Freunden oder deiner Familie über deine beruflichen Pläne sprechen möchtest.

Vielleicht hat jemand von einer freien Stelle gehört oder hat eine Idee, die dazu führen wird, dass du dich insgesamt besser fühlen wirst. Alleine das Erreichen dieses Wochenziels wird dir ein gutes Gefühl geben. Denn dadurch bekommst du mehr Zuversicht, dass du das, was du dir vorgenommen hast, auch erreichen kannst.

Finde einen Sinn in den kleinen Dingen des täglichen Lebens

Trainiere dein Gehirn dazu, die Hoffnung aufrechtzuerhalten und finde mehr Sinn im Leben. Das menschliche Gehirn braucht Dinge, Dimensionen und Menschen, an denen es sich orientieren kann, um ein Gefühl der Sicherheit zu bekommen. Wenn du Hobbys hast, dir deiner Werte bewusst bist und dich an die Dinge erinnerst, für die du wirklich brennst oder die du im Leben erreichen möchtest, wird dir all dies als Sicherheitsanker dienlich sein. Denn diese Aspekte helfen dir dabei, dich auf deine Zukunft zu freuen.

Um dir diese Dinge klar vor Augen zu führen, kannst du dir ein Blatt Papier nehmen und dir einige Sätze notieren, die das verdeutlichen, was in deinem alltäglichen Leben von Bedeutung ist. Zum Beispiel:

  • “Ich bin gerne mit meinem Partner zusammen”, was so viel bedeutet wie “Liebe hilft mir, die Hoffnung aufrechtzuerhalten”.
  • “Ich verbringe gerne Zeit mit meinen Haustieren und gehe gerne mit ihnen in den Bergen oder am See spazieren”, was so viel bedeutet wie “Die Natur ist sehr wichtig für mich”.
  • “Meine Arbeit ist mir wichtig” kannst du beispielsweise in folgendem Satz ausdrücken: “Ich würde mich gerne beruflich weiterentwickeln, denn das gibt mir die Kraft, weiterzumachen”.
Trainiere dein Gehirn - Frau steht am Strand

Trainiere dein Gehirn dazu, die Hoffnung aufrechtzuerhalten und schaue nicht mehr zurück

Wenn du nostalgische Gedanken über die Vergangenheit hast und dich zu sehr auf diese fokussierst, wird sich dein Geist beinahe obsessiv an diese vergangenen Zeiten klammern. Und dadurch wirst du nicht voranschreiten und nach vorne blicken können. Wenn wir davon sprechen, dass du deinen Geist darauf trainieren musst, die Hoffnung aufrechtzuerhalten, dann impliziert dies auch, dass du Kontrolle über deine Gedanken und deinen mentalen Fokus haben solltest.

Wie wir bereits erwähnt haben, ist es nicht hilfreich, wenn du dabei zu weit in die Zukunft blickst, denn diese ist noch völlig ungewiss. Du kannst lediglich Hypothesen aufstellen, die nur deine Ängste vergrößern. Allerdings ist es ebenso unangemessen, wenn du dich an einer Vergangenheit festklammerst, die es gar nicht mehr gibt.

Wie kannst du also erfolgreich sein? Nun, konzentriere deine Aufmerksamkeit auf die Gegenwart und befasse dich nur mit der unmittelbar bevorstehenden Zukunft. Das ist deine Überlebenszone und hierin liegen auch deine Chancen. Daher solltest du für diesen Bereich neue Entscheidungen treffen, damit du deine Ziele realisieren kannst. Darüber hinaus ist dies auch das Szenario, in dem sich neue Opportunitäten für dich verbergen. Jene Chancen und Gelegenheiten, die du ergreifen solltest.

Alleine die Tatsache, dass du das erreicht hast, was du dir vorgenommen hast, wird dir mehr Hoffnung geben und dir ein größeres Sicherheitsgefühl vermitteln. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Ausmaß deiner Hoffnung einen direkten Einfluss auf deine psychische Gesundheit hat. Daher sollte es deine unmittelbare Priorität sein, daran zu arbeiten und diese Hoffnung auch an andere Menschen weiterzugeben. Das solltest du nie vergessen.

  • Wang S, Xu X, Zhou M1. Hope and the brain: Trait hope mediates the protective role of medial orbitofrontal cortex spontaneous activity against anxiety.Neuroimage. 2017 Aug 15;157:439-447. doi: 10.1016/j.neuroimage.2017.05.056