Steven Pinker: Der Vater der Evolutionspsychologie

10. Februar 2020
Steven Pinker ist eine facettenreiche Persönlichkeit, die sowohl in der Psychologie als auch in der Linguistik wichtige Beiträge geleistet hat. Dies hat ihm die Anerkennung als Vater der evolutionären Psychologie eingebracht.

Steven Pinker wurde 1954 in Montreal geboren und gilt als Vater der Evolutionspsychologie. Er ist ebenfalls ein wichtiger Wissenschaftler, Sprachwissenschaftler und Schriftsteller.

Pinker hat maßgeblich zur Wahrnehmung und Sprachentwicklung bei Kindern beigetragen. Aufgrund der genannten Tatsachen haben wir uns dazu entschieden, dir etwas mehr über das Leben von Steven Pinker zu erzählen. Darüber hinaus werden wir auch einige seiner interessantesten Bücher ansprechen.

Obwohl er Chomsky zustimmte, dass Sprache angeboren war, glaubte Pinker, dass sie auf kognitiven Prozessen, wie dem Auswendiglernen von Wörtern und dem Erlernen, wie man sie mit grammatikalischen Regeln verwendet, beruhte.

Das Leben von Steven Pinker

Steven Pinker wurde in eine jüdische Familie hinein geboren. Sein Vater war Anwalt und seine Mutter war Schulberaterin und stellvertretende Schulleiterin. Seine Schwester ist Kinderpsychologin und Journalistin, während sein Bruder ein politischer Berater ist.

Im Jahr 1979 erwarb Steven Pinker seinen Doktortitel in experimenteller Psychologie an der Harvard University. Von dort aus bekam er eine Stelle als Forscher und Professor an der Stanford University und am Massachusetts Institute of Technology.

Was sein Liebesleben betrifft, so hat Steven Pinker bereits zwei Ehen hinter sich und ist heute zum dritten Mal verheiratet. Zunächst heiratete er die klinische Psychologin Nancy Etcoff. Dann heiratete er die Kognitionspsychologin Illavenin Subbiah. Derzeit ist er mit der Philosophieprofessorin Rebecca Goldstein verheiratet.

Von 1994 bis 1999 war Pinker Co-Direktor des Zentrums für kognitive Neurowissenschaften. Derzeit arbeitet er als Professor an der Harvard University und er ist weiterhin mit dem Forschen und Schreiben beschäftigt. Zudem nimmt er auch an vielen Debatten und Konferenzen über Wissenschaft und Menschlichkeit teil.

„Nichts gibt dem Leben mehr Sinn als die Erkenntnis, dass jeder Moment der Empfindung ein kostbares Geschenk ist.“

-Steven Pinker-

Beiträge und Veröffentlichungen

Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn konzentrierte sich Steven Pinker auf die Erforschung der Sprache und der Sprachentwicklung seines Sohnes. Er wollte Chomskys Theorie unterstützen, dass Sprache ein formaler, universeller und angeborener Mechanismus ist, der weder pragmatisch noch semantisch ist.

Obwohl er Chomsky zustimmte, dass Sprache angeboren ist, glaubte Pinker, dass sie auf kognitiven Prozessen, wie dem Auswendiglernen von Wörtern und dem Erlernen, wie man sie mit grammatikalischen Regeln verwendet, beruhte.

Eines seiner besten Bücher ist The Language Instinct: How the Mind Creates Language. Aber es gibt noch ein anderes Buch, von dem es sich lohnt, erwähnt zu werden: Words and Rules: The Ingredients of Language.

Neben seinem Interesse an Linguistik erforscht Steven Pinker auch das menschliche Verhalten. Tatsächlich heißt eines seiner berühmtesten Bücher The Better Angels of Our Nature: Why Violence Has Declined (dt. Gewalt). Er hat sich auch sehr auf Theorien über den menschlichen Geist konzentriert. Seine bekanntesten Werke, die sich mit diesem Thema befassen sind How the Mind Works und The Blank Slate (dt. Das unbeschriebene Blatt).

Das ist aber noch nicht alles. Pinker hat auch viele Essays über die Sprache und den Geist geschrieben. Einige der großen sind The Rules of Language, Language as an Adaption to the Cognitive Niche and So How Does the Mind Work?. Sie alle sind faszinierende und wichtige Artikel, die es wert sind, gelesen zu werden.

Steven Pinker: Eine einflussreiche Person

Alles, was Pinker geschafft hat, ist nicht unbemerkt geblieben. Im Jahr 2004 ernannte ihn das berühmte Time Magazin daher zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Die Zeitschriften Prospect und Foreign Policy ernannten ihn im Jahr 2005 ebenfalls zu einem der 100 wichtigsten Intellektuellen der Welt.

An dieser Stelle dürfen wir auch nicht vergessen zu erwähnen, dass Steven Pinker an verschiedenen Universitäten auch insgesamt neun Ehrendoktortitel erhalten hat. Darüber hinaus ist er der derzeitige Präsident des Usage Panels für das American Heritage Dictionary und schreibt Artikel für renommierte Zeitungen und Zeitschriften, wie The New York Times, Time und The Atlantic.

„Offensichtlich ist keine Sprache angeboren. Nimm ein Kind aus einer Rasse mit, bringe es in einer Kultur groß und du wirst sehen, dass es die Sprache gleichermaßen schnell lernt. Es ist also keine bestimmte Sprache in den Genen vorhanden. Was aber in den Genen steckt, ist die Fähigkeit, Sprache zu erlernen.“

-Steven Pinker-

Zusammenfassend können wir festhalten, dass Steven Pinker den menschlichen Geist, die Sprache und das Verhalten der Menschen untersucht. Die Artikel, die er schreibt, sind faszinierend und äußerst aktuell. Wenn wir dein Interesse an seiner Person und seiner Arbeit wecken konnten, empfehlen wir dir auf jeden Fall, einige seiner Arbeiten zu lesen!

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