Serotonin und seine Wirkung auf den Körper

3. Juli 2017 en Emotionen 1545 Geteilt

Serotonin ist eine Substanz, die von unseren Hirnzellen ausgeschüttet wird, um untereinander zu kommunizieren. Es handelt sich hierbei um einen Neurotransmitter, den man in verschiedenen Regionen unseres zentralen Nervensystems finden kann. Von manchen Menschen wird es auch als Glückshormon bezeichnet, denn es beruhigt und wirkt antidepressiv, weshalb ein direkter Zusammenhang zwischen dem Serotoninspiegel und unserem Gemütszustand besteht.

Serotonin hat noch viele weitere Funktionen. Unter anderem reguliert es unseren Appetit und ist für das Sättigungsgefühl verantwortlich. Außerdem ist es an der Steuerung der Schlafzyklen beteiligt und ein zu hoher Serotoninspiegel kann zur Schlaflosigkeit führen. Zudem spielt es eine wichtige Rolle in Bezug auf unsere Sexualität, denn ein erhöhter Serotoninspiegel verstärkt unser sexuelles Verlangen. Wenn wir dagegen zu wenig Serotonin ausschütten, kann das unsere Lust verringern. Serotonin hat zudem etwas mit Verärgerung, Aggression, Humor, der Regulierung der Körpertemperatur und dem Schmerzempfinden zu tun.

Der Serotoninspiegel ist ein objektives Maß für unseren Gemütszustand.

Was macht das Serotonin in unserem Körper?

In ausreichender Konzentration kann Serotonin in unserem Körper Freude und Wohlbefinden hervorrufen. Wenn der Serotoninspiegel hingegen zu niedrig ist, was die Folge von schlechter Ernährung oder zu viel Stress sein kann, kann dies zu Angststörungen führen.

Eine der wichtigsten Funktionen von Serotonin ist die Regulierung der Körpertemperatur. Ein Unterschied von wenigen Graden kann dabei ein Massensterben von Zellen bedeuten.

Eine andere wichtige Funktion des Serotonins hat mit der Gesundheit unserer Knochen zu tun. Antidepressiva, die die Wiederaufnahme des Serotonins in die Nervenenden verhindern, können die Knochendichte beeinflussen. In der Kindheit reguliert Serotonin die Abgabe von Hormonen, zum Beispiel von Wachstumshormonen. Veränderungen des Serotoninspiegels stehen im Zusammenhang mit psychischen Störungen wie Schizophrenie oder Autismus.

„Der Körper muss sich in einem perfektem Zustand befinden. Wenn es dem Körper nicht gut geht, leidet das Schachspiel. Der Körper lässt sich nicht vom Geist trennen.“

Bobby Fischer

Das Hormon des Wohlempfindens und des Genusses

Studien zum subjektiven Wohlempfinden haben wertvolle Informationen zu den Quellen des individuellen Glücks geliefert. Eine der wichtigsten Erkenntnisse bezieht sich auf unterschiedliche Veranlagungen verschiedener Menschen zum Glücklichsein. Würden wir aus allen Faktoren, die das Glück beeinflussen, einen Kuchen backen und ihn in 100 Stücke teilen, hätten 50 von ihnen etwas mit den Genen zu tun.

Genauer gesagt das ist für den Serotonintransporter codierende Gen 5-HTTLPR für unser Glücksgefühl wesentlich verantwortlich. Jan-Emmanuel De Neve, der Autor der Studie, die die Wichtigkeit dieses Gens bestätigte, merkt jedoch an, dass es nicht nur dieses Gen allein sei, das unsere Zufriedenheit mit unserem Leben bestimme. De Neve erläutert, dass es noch nicht ganz klar sei, wie dieses Gen unser Gehirn beeinflusse, aber man wüsste, dass eine ausreichend starke Expression des Gens die Prädisposition einer Person zum Glücklichsein erhöhe.

„Das Glück hängt nicht von Erfolgen oder schönen Momenten ab, sondern von unserer geistigen Gesundheit.“

Rafael Standreu

Willst du glücklich sein? Erhöhe deinen Serotoninspiegel

Auf natürliche Weise seinen Serotoninspiegel zu erhöhen ist eine der besten Methode, um etwas für sein Glück zu tun. Regelmäßig Entspannungsübungen zu machen, kann dabei helfen, Stress zu reduzieren, besser zu schlafen und innere Ruhe zu finden. Entsprechende Übungen umfassen die Entspannung von bestimmten Körperteilen durch wiederholte Anspannung und Entspannung der Muskeln.

Dinge zu tun, die wir genießen und durch die wir uns wohlfühlen, haben eine stimulierende Wirkung auf unseren Serotoninspiegel, und damit auf unseren Gemütszustand. Regelmäßig nach draußen zu gehen und gute Schlafhygiene zu wahren, helfen dabei, unseren Serotoninspiegel auf einem gesunden Level zu halten, was sich unmittelbar auf unser Glücksempfinden auswirkt.

Wenn du ein Leben serotoninerfülltes Leben willst, solltest du dich zudem von Alkohol, zu viel Zucker und Mehlspeisen, von Energy-Drinks und anderen koffeinhaltigen Getränken sowie nicht notwendigen Medikamenten verabschieden. Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass genetische Faktoren die Konzentration und die Produktion von Serotonin beeinflussen, weshalb manche Menschen anfälliger sind für gewisse Störungen als andere, ohne dass man diese Parameter ändern könnte.

„Das Glück kommt nicht von innen, sondern von außen. Deshalb kommt es nicht darauf an, was wir haben, sondern was wir sind.“

Henry Van Dyke

Auch interessant